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François Fillon Entscheidung wegen Verfahren steht noch aus

Ein Verfahren wegen Vetternwirtschaft könnte dem französischen Präsidentschaftskandidaten François Fillon zum Verhängnis werden. Nur, wann es starten soll, ist nicht klar. Die Staatsanwaltschaft gibt kein grünes Licht.
12.02.2017 Update: 12.02.2017 - 22:28 Uhr Kommentieren
Der Präsidentschaftskandidat galt als der Favorit der Frankreich-Wahlen. Das ändert sich nun. Quelle: AFP
François Fillon

Der Präsidentschaftskandidat galt als der Favorit der Frankreich-Wahlen. Das ändert sich nun.

(Foto: AFP)

Paris In der Affäre um mutmaßliche Vetternwirtschaft des französischen Präsidentschaftskandidaten François Fillon gibt es noch keine Entscheidung über ein formelles Verfahren. Die Frage sei offen, und es gebe keinen Zeitplan dafür, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Sonntag. Die Zeitung „Le Journal du Dimanche“ hatte zuvor berichtet, ein Verfahren solle in den kommenden Tagen eröffnet werden. Der konservative Politiker hat angekündigt, sich nur dann zurückzuziehen, wenn gegen ihn formell ein Strafverfahren eingeleitet wird.

Fillon bekräftigte am Sonntagabend, trotz der Korruptionsaffäre an seiner Präsidentschaftskandidatur festhalten zu wollen. Er sei der einzige Kandidat, der für einen Wirtschaftsaufschwung in Frankreich sorgen könne. Fillon ist selbst in seiner Partei umstritten. Der 62-Jährige geriet zuletzt wegen der „Penelopegate“-Affäre immer stärker unter Druck, für einen anderen Kandidaten der Republikaner Platz zu machen.

Vor der Affäre galt Fillon als klarer Favorit für den Einzug in den Élysée-Palast. Inzwischen ist er in den Umfragen aber zurückgefallen, so dass er nicht mehr in die Stichwahl käme. Als Favoritin für die erste Runde am 23. April gilt Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National vor dem unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron. Bei der Stichwahl dürfte den Erhebungen zufolge Macron vorn liegen. In einer Umfrage hatten sich zwei Drittel der französischen Wähler einen Ersatzkandidaten der Konservativen gewünscht.

Bei den Ermittlungen geht es um die Beschäftigung von Fillons Frau Penelope. Dem Politiker wird vorgeworfen, sie nur zum Schein als Assistentin angestellt zu haben. Dennoch habe Penelope Hunderttausende Euro aus der Staatskasse kassiert. Der frühere Premierminister weist den Vorwurf zurück und hat erklärt, Penelope habe tatsächlich 15 Jahre für ihn als Assistentin gearbeitet.

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