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François Hollande „Meine Politik bringt Ergebnisse hervor“

Der französische Präsident Hollande steckt in einem beispiellosen Umfragetief. Am Donnerstag verteidigte er seine Politik – und fand warme Worte für die Jugendlichen, die auch an diesem Abend gegen ihn protestierten.
15.04.2016 Update: 15.04.2016 - 02:12 Uhr
Demonstranten der französischen Bewegung
"Nuit debout" in Paris

Demonstranten der französischen Bewegung "Nuit debout" schauen eine Übertragung des Fernsehinterviews von Präsident Francois Hollande.

(Foto: dpa)

Paris Angesichts von schlechten Umfragewerten und Jugendprotesten hat Frankreichs Staatschef François Hollande seine Reformbilanz verteidigt. Es gehe Frankreich heute besser als zu Beginn seiner Amtszeit 2012, sagte der Sozialist am Donnerstagabend in einem Fernsehinterview. Das Wachstum sei höher, das Defizit niedriger, das Land wettbewerbsfähiger.

Hollande steht derzeit heftiger Kritik an einer geplanten Arbeitsmarkt gegenüber, auch in der eigenen Partei rumort es. Zudem war die nach den Pariser Anschlägen auf den Weg gebrachte Verfassungsänderung zur Ausbürgerung von Terroristen gegen die Wand gefahren. Die eineinhalbstündige Sendung auf France 2 gut ein Jahr vor den nächsten Präsidentschaftswahlen wurde deshalb mit Spannung erwartet. Neben mehreren Journalisten befragten auch vier ausgewählte Bürger den Staatschef.

Hollande versicherte, dass er bis zum Ende der Amtszeit weiter reformieren wolle. Sein roter Faden sei es, das Land zu modernisieren und dabei das Sozialmodell zu schützen. Die von Gewerkschaften und Jugendverbänden heftig kritisierte Arbeitsmarktreform werde nicht zurückgezogen. Im Zuge des parlamentarischen Verfahrens könne es aber "Korrekturen" geben, sagte er.

Gleichzeitig zeigte er Verständnis für die Proteste vor allem junger Franzosen. "Auch ich war 20 Jahre alt und habe mich einer Bewegung angeschlossen, weil es Ungerechtigkeiten gab", sagte er. Es sei "legitim", dass sich die Jugendlichen zu Wort meldeten, sagte er mit Blick auf die Bewegung "Nuit debout".

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    Unterdessen kam es am Rande der Proteste der Bewegung in Paris am Donnerstagabend erneut zu Ausschreitungen. Hunderte Jugendliche seien durch die Straßen gezogen und hätten Schaufensterscheiben eingeschlagen und Geschäfte geplündert, teilte die Polizei mit. Rund 20 Menschen seien festgenommen worden.

    Auch am Place de la République selbst, dem eigentlichen Ort der Proteste, schleuderten Aktivisten Wurfgeschosse auf Polizisten. Die Polizei setzte dort Tränengas ein. Laut Polizeiangaben wurden vier Demonstranten verletzt.

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