Frankreich Tödliche Schießerei überschattet Wahlkampf

Seite 2 von 2:
„Angst spielt Feinden der Republik in die Hände“

Die Champs-Élysées wurden am späten Abend weiträumig abgesperrt, ein Hubschrauber kreiste über dem Tatort. Zahlreiche Polizisten waren im Einsatz, auch Soldaten waren vor Ort. Polizisten schrien Passanten an, von der Straße zu gehen. Französische Sicherheitskräfte standen bereits mehrfach im Visier mutmaßlicher Attentäter. Im vergangenen Juni wurde ein Polizistenpaar im Umland von Paris ermordet, in diesem Jahr stoppten Soldaten Angreifer beim Louvre und am Pariser Flughafen Orly.

In Frankreich gilt nach einer beispiellosen Terrorserie der Ausnahmezustand. In den vergangenen beiden Jahren sind in Frankreich mehr als 230 Menschen bei Anschlägen ums Leben gekommen. Erst in dieser Woche wurden in Marseille zwei Männer festgenommen, die den Ermittlungen zufolge einen Anschlag vor der Wahl planten. Zudem wurden in einer Wohnung ein Maschinengewehr, zwei Pistolen, drei Kilo Sprengstoff und dschihadistisches Propagandamaterial gefunden. Laut Anti-Terrorstaatsanwalt François Molins drohte ein Anschlag in den nächsten Tagen. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden daraufhin verstärkt.

Frankreichs Premierminister Bernard Cazeneuve rief seine Landsleute nach am Freitag nach einem Treffen des Sicherheitskabinetts im Élyséepalast auf, sich nicht einschüchtern zu lassen. Er an „den Geist der Verantwortung und an die Würde jedes Einzelnen“. „Es ist unsere Aufgabe, der Angst, der Einschüchterung und der Manipulation, die den Feinden der Republik in die Hände spielen würde, nicht nachzugeben.“

Cazeneuve rief zur Einheit auf und betonte: „Nichts darf diesen für unser Land fundamentalen demokratischen Augenblick beeinträchtigen.“ In den kommenden Tagen würden mehr als 50.000 Polizisten eingesetzt, um die erste Runde der Präsidentenwahl am Sonntag zu schützen. Auch Spezialeinheiten der Polizei würden in Alarmbereitschaft gesetzt.

Am Donnerstagabend traten die elf Kandidaten im Wahlkampf beim Fernsehsender France 2 nacheinander zu Kurzinterviews auf. Der französische Präsidentschaftskandidat François Fillon sagt als Reaktion auf den Zwischenfall seine Wahlkampfveranstaltungen für Freitag ab.

Die Stichwahl ist für den 7. Mai geplant. Beim ersten Wahlgang wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Rechtspopulistin Marine Le Pen mit dem Mitte-Links-Kandidaten Emmanuel Macron erwartet.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
  • ap
  • rtr
  • th
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Frankreich - Tödliche Schießerei überschattet Wahlkampf

15 Kommentare zu "Frankreich: Tödliche Schießerei überschattet Wahlkampf"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wieder einmal heißt es wenig hilfreich Terror. Es ist aber für den Gottgläubigen Gottesdienst.
    Idealistische Philosophe, Religion als Ursache allen Übels.

  • Überall in der EU das Gleiche, Bomben u.s.w. Dank an Frau Dr. Merkel für ihre zahlreichen Gäste, die zu einem islamischen Deutschland gehören wie die zu erwartenden Notstands-Gesetze, neuen Pässe mit Fingerabdrucke für die einheimische deutsche Bevölkerung und natürlich höhere Steuern und Abgaben
    für die längst bewiesene nicht mögliche Integration der Gäste. Eine EU-Polizei ist glücklicher Weise auch im Aufbau, könnte sich doch die eigene Truppe weigern auf das Volk zu schießen. Alles im Allem, der Fortschritt läßt sich nicht aufhalten, ebenso wie damals der Sozialismus. Geh voran, Pionier!

  • Na wunderbar, wieder mal ein Islamist der IS. Kommt ja auch fast kaum vor und es sind nicht alle so.

    Und der Islam gehört deshalb auch bitteschön weiterhin zu Deutschland, und zwar mit steigender Tendenz.

    Zurück ins Mittelalter heisst die Devise Dank Merkel.

    Dann zahlen wir auch endlich wieder Wegezoll (lässt sich superleicht mit den importierten Fachkräften regeln und ist damit einfacher einsetzbar als die verkorkste deutsche Maut), tauschen Karotten gegen Tabak, schlafen in Lehmhütten (spart teure Miete), entwickeln die Liebe für Ziegen, reiten auf Kamelen und Eseln (ist umweltfreundlich und ganz ohne betrügerische Software von der bösen Bosch), sparen das komplette Geld für Schulen und Universitäten (den die werden abgeschafft) und und brauchen vor allem nicht mehr arbeiten, da wir eine intelligente Grundrente in Talern und Naturalien von unser aller Staatsratsvorsitzenden der Islamisch-Deutschen Republik Bananistan (IDRB) beziehen.

    Die Konzentration sei dann somit bitte nur noch auf das Wetter und auf die Fortpflanzung zu richten, welch allseits befreiender Gedanke.

  • Made in PRC:
    https://klausnahr.wordpress.com/2007/12/16/made-in-prc-schoner-schein/

  • Gleiches gilt für die riesige Jugendarbeitslosigkeit in der EU gerade in Südeuropa.
    VERLOGEN. VERLOGEN, VERLOGEN, was uns die Medien immer wieder mit dieser angeblichen deutschen Erfolgsgeschichte auf Brot schmieren wollen.
    Alles hängt mit allem zusammen!

  • Unsere Exportwirtschaft braucht den Weicheuro und die Billigproduktion in Osteuropa (just in time, gerade im Automobilbau, mit den ganzen osteuropäischen Billigzulieferern), weil anscheinend nur dann, die globale Wettbewerbsfähigkeit gegeben ist.
    Oder warum sonst rollen ganze Armadas von osteuropäöischen LKWs über deutsche Autobahnen. Das ganze Zeugs wird durch die EU gekarrt, weil es billiger ist, als es hier vor Ort „Made in Germany“ komplett herzustellen.
    Die inländischen Arbeitslosen, deren Jobs man wegrationalisiert und ins billigere Ausland verlagert hat, werden dann mit der Agenda drangsaliert und mit Hartz IV abgespeist.

  • Francois Hollande muß sich vollkommen beschissen fühlen. Immer wieder die gleiche Bestürzung und immer wieder die gleiche Ansprachen vor der Nation. Vielleicht dämmert ihm langsam, das er der Präsident war. Und er hat nichts dagegen getan.

  • Der Waagenhersteller ADE ist auch so ein Negativbeispiel.
    Da wird dann schwarz-rot-gold auf die Umverpackung gedruckt.
    Man kauft im Glauben an deutsche Markenware und einen großen Namen das Produkt und stellt dann nach dem Auspacken enttäuscht fest, das die Waage „Made in China“ ist.
    Hört mir auf mit Made in Germany.
    Unser Erfolgsmodell beruht auf Lohndumping, millionenfache Mini- und Mudijobs, und einer Einheitswährung Namens Euro, die für deutsche Verhältnisse völlig unterbewertet ist!
    Wären unsere Produkte wirklich so überragend gut un d erfolgreich, könnten wir sie auch unter einer harten Währung auf den Weltmärkten verkaufen.


  • Poschardt schreibt in der Welt: „Vielen Unternehmen gelingt es mit qualitativ hochwertigen Produkten, Dinge anzubieten, die nicht nur den Stempel „made in Germany“ mit Stolz tragen, sondern dieses Siegel auch nachhaltig als Qualitätsversprechen einlösen.“

    „Made in Germany“, ich lach micht tot!
    Wenn ich aufs Herstellungsetikett angeblich deutscher Produkte schaue, steht da nur Designed in germany, aber der Herstellungsort ist Made in EU, Made in China / PRC, oder eben aus Osteuropa.
    Zudem wird das angeblich so hochwertige Zeugs, dass in Osteuropa oder anderswo auf der Welt produziert und hergestellt wird, dann auf den Weltmärkten verramscht.
    Hört auf uns zu verarschen!

  • Was nützt den Franzosen der Ausnahmezustand und eine spezielle Staatsanwaltschaft,
    wenn solche Banlieutypen, die zudem schon mehrfach wegen ähnlicher Vorfälle aufgefallen sind, einfach so frei rumlaufen dürfen. Sie haben nichts dagegen unternommen. Da muß aufgeräumt werden. Gründlich. Die Franzosen haben ja jetzt die Wahl.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%