Frankreich 10,8 Prozent ohne Job

Die Arbeitslosenzahl in Frankreich ist auf den höchsten Stand seit 14 Jahren gestiegen. Die Quote ist damit mittlerweile doppelt so hoch wie in Deutschland.
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Arbeitslose stehen Schlange vor der Arbeitsagentur in Paris. Quelle: dpa

Arbeitslose stehen Schlange vor der Arbeitsagentur in Paris.

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ParisDie Zahl der Arbeitslosen in Frankreich ist auf den höchsten Stand seit 14 Jahren gestiegen. Ende Oktober waren in der nach Deutschland zweitgrößten Euro-Volkswirtschaft 3,103 Millionen Menschen auf Jobsuche, wie das Arbeitsministerium am Dienstagabend in Paris mitteilte. Dies entsprach einem Zuwachs von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat und einem Zuwachs um 10,6 Prozent im Vergleich zum Oktober 2011.

Die Krise auf dem Arbeitsmarkt belastet mittlerweile auch den neuen sozialistischen Präsidenten François Hollande. Er verlor in Umfragen zuletzt deutlich an Zustimmung und steht unter Druck, möglichst schnell tiefgreifende Reformen des Arbeitsmarktes durchzuführen. Die Zahl der Menschen ohne Job stieg im Oktober bereits den 18. Monat in Folge.

Die Arbeitslosenquote in Frankreich liegt mittlerweile doppelt so hoch wie in Deutschland. Nach jüngsten Vergleichszahlen der Europäischen Statistikbehörde Eurostat lag sie in Frankreich im September bei 10,8 Prozent, in Deutschland hingegen nur bei 5,4 Prozent.

  • dpa
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11 Kommentare zu "Frankreich: Arbeitslosenzahl steigt auf höchsten Stand seit 1998"

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  • Thibault.
    Nicht nur in Frankreich hat man keine Ideen mit welchen Produkten Arbeitsplätze geschaffen werden können.
    Statt Arbeitsplätze zu finanzieren - finanziert man die Arbeitslosigkeit.
    Es ist schon bemerkenswert, dass noch nicht mal Politiker richtig zuhören können.

  • ...daran kann man mal wieder gut erkennen, das die von dem linken Flügel bevorzugte Medizin Mindestlohn nichts als Arbeitslosigkeit nach sich zieht. Was auch logisch ist. Soll ja bei uns auch kommen, man kann das Land gar nicht schnell genug herunter wirtschaften, Hurra!

  • Soziale Polarisierung in Frankreich nimmt zu
    Von Pierre Blanc
    20. August 1998
    aus dem Englischen (16. Juli 1998)
    Vor gut einem Jahr , im Juni 1997, übernahm der Vorsitzende der Sozialistischen Partei Frankreichs Lionel Jospin die Regierung. Er wurde Premierminister, nachdem Staatspräsident Chirac auf eine militante Streikwelle mit der Auflösung des Parlaments und der Anordnung von Neuwahlen reagiert hatte. Die Wahlen sollten der konservativen Koalitionsregierung unter Alain Juppé ein neues Mandat verleihen, um ihr Programm der Privatisierungen, Deregulierungen und Kürzungen endlich durchsetzen zu können.

    Arbeitslosenzahl steigt auf höchsten Stand seit 1998

    Nein ! 1998 hat Frankreich ebenfalls eine Sozialistische Regierung , danach (unter den Konservativen ) ging die Arbeitslosigkeit zurück ,das sie heute wieder unter den Sozialisten steigen kann.
    Hollande hatte beste Voraussetzungen als er das amt übernahm ( wenn man mal von Wirtschafts und Finanzkrise mal absieht , die es ja in jedem Land Europas gibt ).

  • @ Energieelite,

    Sie übersehen aber dass sowohl Schröder als Hollande eine desolate Wirtschaftslage vorgefunden haben als sie von einer konservativen Regierung übernommen haben.
    Schröder durch die blühende Landschaftpolitik Kohls und Hollande wegen der Merkozy Politik.

  • Natürlich !
    Dafür brauchen sie nur in die jüngere deutsche Geschichte zu schauen .
    Schröder, in Koalition mit Fischer und Trittin , hatten die höchste Arbeitslosigkeit seit Machtergreifung der Nationalsozialisten zu verantworten , gleichzeitig wurden Sozialleistungen eingedampft , in einem Umfang wie es ihn in Deutschland noch nie gab .
    H4,Zeitarbeit und Rüstungsgeschäfte mit Krisenländer konnten das auch nicht verhindern .
    Das alles war zu einer zeit , in der es keine Finanz,Wirtschafts und Griechenland Krise gab .

    Frankreich senkte das Rentenalter --> das muss bezahlt werden ! Eine Reichensteuer bringt nicht die versprochenen einnahmen und die Unternehmens Belastungen der Sozialisten lassen Schließungen und Verlagerungen unausweichlich für französische Unternehmer werden .

    Das kann nur die Arbeitslosigkeit in Frankreich steigen lassen und sie steigt wie wir sehen .

  • @ Energieelite,
    kannst Du mal erklären wieso Du denkst dass "einzig und allein die Sozialisten die Verantwortung tragen"
    Die letzte fünf Jahren hatten in Frankreich die UMP (Sarkozy) das Sagen.
    Nichts wurde aber unternommen um die Lage Frankreichs zu verbessern, nichts wurde strukturell geändert, weil Sarkozy unbedingt wieder gewählt werden wollte.
    Trotz (wegen, denke ich) Merkels Unterstützung ist sein Plan nicht aufgegangen.
    Dass man jetzt versucht die Schuld den Sozialisten in die Schuhe zu schieben scheint mir absurd.
    Die sind gerade gewählt worden und man kann doch nicht erwarten dass sie als Sozialist Sozialdumping betreiben um die Fehler von Sarkozy zu korrigieren. Nein, die Lösung muss insgesamt und für alle Euroländer gültig sein: Leistungsbilanzungleichgewichte zwischen den Länder der Währungsunion verhindern durch Änderungen der Verträge.
    Weder Sozial- noch Lohndumping à la Griechenland sind die Lösung.

  • Dafür tragen einzig und allein die Sozialisten , die Linken , sowas wie die SPD , die Verantwortung !
    Unter einer Linken Regierung war und wird die Arbeitslosigkeit schon immer hoch sein , wenn man nicht gerade eine Ölquelle hat !

    Weg mit den Sozialisten und die zahlen bessern sich

  • @ kah7,
    Das wäre für Deutschland nur vom Vorteil wenn die EU auseinander bricht, sollte die EU unter Führung von Frankreich weiter bestehen, würde Deutschland den kürzeren ziehen.
    Denke ich!?

  • Und Frankreich möchte die zweit größte Wirtschaftsnation der EU sein? Europa steht anscheinend nur auf einem Bein und das heißt Deutschland. Wenn man sich das Drama anschaut, ist es am sinnvollsten, wenn Deutschland aus der EU austritt und sich neue Partner sucht. Russland, China, Korea, Brasilien, Afrika. Alle besser als diese kaputten Staaten in der EU.

  • Lieber Herr Machiavelli,
    1. Wir Deutsche leben z.Z. wie Gott in Frankreich und z.T. auf Kosten der schwächeren EU-Länder die sich gegen unsere Exportlawine wegen der EU-Verträge (Freihandelszone) nicht wehren können und nicht wehren dürfen. Somit können wir unsere Arbeitslosigkeit dank unseres Leistungsbilanzüberschusses exportieren (16 Milliarden im Schnitt PRO MONAT und das seit circa 17 Jahren)
    2. Die paar Milliarden die wir jährlich netto an Brüssel zahlen müssen sind Peanuts im Verhältnis zum Leistungsbilanzüberschuss den wir durch unseren Mitgliedsbeitrag an Brüssel (EU) realisieren dürfen und können.
    3. Den meisten Deutsche geht es besser als anderen EU-Bürger, außerdem ist es egal wie es den anderen EU-Ländern geht, und wenn in Griechenland, Spanien und Portugal die Jugendarbeitslosigkeit bei mehr als 50% liegt, wen juckt denn das? Den Herr Weidmann und Sie bestimmt nicht und mich schon gar nicht!
    4. Eine Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse wurde nie vereinbart, also sollen die arme Länder immer ärmer werden und die reiche immer reicher. So verstehe ich die von der deutsch-französische Achse diktierte EU-Verträge.
    5. Sollte uns etwa nicht passen dann können wir aus der EU und EURO austreten, wir werden nicht unbedingt gebraucht. Zur Zeit des Römischen Reich hat Germanien auch nicht zu Europa gehört!
    Und da lief in Europa alles bestens, ohne uns!

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