Frankreich Paris will Fraunhofer nacheifern

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In drei Jahren sollen die ersten Ergebnisse erreicht werden

Das Forschungsprogramm bestimmt der Aufsichtsrat des IRT, der zu zwei Dritteln mit Industriellen und zu einem Drittel mit Wissenschaftlern besetzt ist. 32 Unternehmenspartner hat das IRT bereits gewonnen, von Airbus bis zur Schiffswerft STX. Insgesamt sollen es 50 werden.

In Nantes wollen die industriellen Forscher - 250 werden es am Ende der Aufbauphase sein - an verschiedenen Querschnittstechnologien arbeiten. Leichtbau ist das wichtigste Gebiet, etwa karbonfaserverstärkte Kunststoffe, wie sie im Flugzeugbau und in Sportwagen bereits eingesetzt werden.

Hier geht es darum, die langwierige und energieaufwendige Herstellung zu vereinfachen. Auf dem „Technocampus“ in Nantes, Vorgänger des IRT, steht in einer Halle eine gut acht Meter hohe Maschine, die große Strukturen aus Karbonfasern herstellen kann.

Die komplette Nase samt Cockpit für einen Airbus A 320 haben die Techniker damit gebaut, sie wiegt nur ein Drittel desselben Bauteils aus Aluminium. „Aber die Herstellung ist noch zu teuer und kompliziert“, sagt Pascal Dublineau, der von Airbus zum IRT gekommen ist. Sie rentabler zu machen wird eine der Aufgaben des IRT sein. Dabei geht es nicht nur um Flugzeug- und Fahrzeugbau, sondern auch um Komponenten für Windräder und für Wasserkraftwerke im Meer.

Die Kunst besteht darin, nicht nur Großkonzerne wie Airbus zu gewinnen, sondern auch kleine und mittlere Unternehmen. „Sie haben zu wenig finanzielle Mittel, um sich eine eigene Forschung und Entwicklung leisten zu können“, erläutert IRT-Chef Cassereau. Ein Lockmittel sind günstige Gebühren: KMU als Kunden können die Anlagen des Instituts samt Forschern „mieten“.

Das IRT kooperiert mit den Fraunhofer-Kollegen, die den Forschern in Nantes ein Empfehlungsschreiben geschickt haben, um sie in ihren Verhandlungen mit dem Wissenschaftsministerium zu unterstützen. Cassereau weiß, dass die Renaissance der französischen Industrie ein Mammutprogramm ist, aber seinen persönlichen Ehrgeiz mindert das nicht: „In drei Jahren wollen wir in Nantes die ersten praktischen Ergebnisse erreichen“.

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3 Kommentare zu "Frankreich: Paris will Fraunhofer nacheifern"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "...denn Innovationen wurden in Frankreich lange vernachlässigt..."
    ______________________________________________________

    Ja wo denn nicht?
    Und überhaupt: dieses Innovations(Erneuerungs-)geschwefel geht einem langsam aber sich auf die Testikeln: Neues will doch gar keiner: zu unsicher, zu doof.

    +++ Beitrag von der Redaktion editiert+++

  • @Analyst: Unter aller Kanone

  • +++Beitrag von der Redaktion gelöscht+++

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