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Frankreich Paris will Arbeitslose schärfer kontrollieren

Frankreich kämpft gegen die Rekordarbeitslosigkeit: Künftig sollen überprüft werden, ob Arbeitslose sich auch tatsächlich um einen neuen Job bemühen. Vorbild sind deutsche Arbeitsmarktreformen.
02.09.2014 - 13:51 Uhr 2 Kommentare
Der französische Arbeitsminister François Rebsamen schließt Strafen gegen Arbeitslose nicht aus. Quelle: AFP

Der französische Arbeitsminister François Rebsamen schließt Strafen gegen Arbeitslose nicht aus.

(Foto: AFP)

Paris Die französische Regierung will künftig schärfer kontrollieren, ob Arbeitslose auch wirklich einen Job suchen. Andernfalls müsse es „Strafen“ geben, sagte Arbeitsminister François Rebsamen am Dienstag im Sender i-Télé. „Es ist schlecht für diejenigen, die eine Arbeit suchen, neben sich solche zu haben, die es nicht tun. Daher verlange ich von den Arbeitsämtern, die Kontrollen zu verstärken.“

Arbeitslose müssten im Zweifelsfall zu einem Gespräch einbestellt werden, sagte Rebsamen. Nötig seien „Überprüfungen“. Wer sich nicht um einen Arbeitsplatz bemühe, werde von der Liste der Arbeitssuchenden gestrichen, kündigte der sozialistische Minister an.

In Frankreich wird seit Monaten kontrovers über Arbeitsmarktreformen nach deutschem Vorbild diskutiert, wie sie Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) mit seiner Agenda 2010 umgesetzt hatte. Diese umfassten unter anderem auch verschärfte Kontrollen und Sanktionen für Arbeitslose, die sich nicht ernsthaft um einen neuen Job bemühen.

Frankreich kämpft mit einer seit mehr als drei Jahren beinahe ununterbrochen ansteigenden Arbeitslosigkeit. Im Juli wurde mit 3,4 Millionen Arbeitslosen ein neuer historischer Höchstwert erreicht. Zugleich sind in Frankreich geschätzte 350.000 Arbeitsstellen nicht besetzt.

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    • afp
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    2 Kommentare zu "Frankreich: Paris will Arbeitslose schärfer kontrollieren"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Zitat:
      "Vorbild sind deutsche Arbeitsmarktreformen."

      Der Arbeitsminister François Rebsamen sollte genauer hinschauen auf unseren fragwürdigen Arbeitsmarkt !

      Eine Doku im TV u.a. "Kollege dritter Klasse" wäre auch sehenswert, Herr Minister.

      Ich glaube, das die Franzosen eine niedrigere Reizschwelle haben gegenüber den Deutschen, die werden diese miesen, primitiven "Methoden" von unseriösen "Unternehmer" und "Volksvertretern" nicht dulden, nicht auf dauer. Gut so !!!

      Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist kein Vorbild, es sei denn, man will die Ausbeutung praktizieren und die Demokratie gefährden !!!

      Zitat: "..Arbeitslose schärfer kontrollieren"

      Jetzt wird das Unvermögen und das Versagen der Politik auf nationaler und auf EU-Ebene auf den Arbeitslosen geschoben, verlagert ? Spricht für Kompetenzleere !

      Hatten wir in Deutschland auch, alle Arbeitslose- und Sozialhilfeempfänger waren faul und korrupt !
      Damit hatte man einen Grund gefunden, das u.a. das Arbeitsrecht und Finanzen dereguliert wurde.

      Freie Fahrt für unseriöse Privatisierungen und kranken Lobbyismus und Lohn-Dumping-Vandalismus !

      Und das wollt Ihr Franzosen nachmachen, unglaublich !

    • Wieso weigern sich unsere Politiker nur für Deutsche zu sein? Wieso sind Sie nur für Bulgaren und Rumänen, die sich weigern für Ihre Bürger zu arbeiten??????

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