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Zum Frankreich Wahl 2017 Special von Handelsblatt Online

Frankreichwahl Wie Le Pen die Europäische Linke spaltet

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Spanische Linke vermeidet direkten Aufruf für Macron

In Spanien haben hingegen alle großen Parteien mit Ausnahme der linkspopulistischen Podemos dafür plädiert, Macron zu wählen. Podemos-Vorstandsmitglied Pablo Echenique erklärte zwar, „man muss gegen die Ultrarechte von Marine Le Pen stimmen“. Er vermied jedoch den direkten Aufruf für deren Rivalen Macron. Die Franzosen hätten nur die bedauerliche Wahl zwischen einer Enthaltung, oder „dem Rassenhass, den Le Pen repräsentiert und der Austerität, die der Banker Macron verkörpert.“ Die Entscheidung sei sehr schwer, weil auch eine Enthaltung Le Pen nutzen könne.

Podemos lehnt zwar die extreme Rechte vollends ab. Die spanischen Linken sind allerdings der Meinung, dass eine Sparpolitik für die Macron in ihren Augen steht, auch dazu führen wird, dass Rechtsextremisten wie Le Pen großen Zulauf erhalten. „Man muss verhindern, das Marine Le Pen 2017 Präsidentin wird, aber man muss auch verhindern, dass wir sie 2022 als Präsidentin haben“, sagte Echenique. Eine direkte Wahl-Empfehlung vermied Podemos mit dem Hinweis darauf, dass es nicht die Aufgabe von spanischen Politikern sei, den Franzosen zu raten, wen sie wählen sollten.

Podemos ist aus dem Frust der Spanier über die umfangreichen Sparmaßnahmen der konservativen spanischen Regierung erwachsen. Sie haben zwar geholfen, das Land nach der Krise wieder zurück zum Wirtschaftswachstum zu führen. Aber sie haben auch tiefe soziale Einschnitte mit sich gebracht und die Schere zwischen arm und reich weiter geöffnet. Die Spanier wählen traditionell eher links, rechtsradikale Parteien mit nennenswertem Einfluss gibt es nicht.

In Italien mischen sich beim Blick auf die Diskussion über Stimmenthaltung bei der Stichwahl am Sonntag Unverständnis und Entsetzen. „Man kann also tatsächlich links sein und nicht gegen Marine le Pen stimmen, nur um nicht Macron zu wählen“, empört sich die regierungsnahe römische Tageszeitung „La Repubblica“. Sich der Stimme zu enthalten anstatt für Macron zu stimmen, das sei ein „republikanischer Verrat“, meint der Leitartikler.

Aus dem Urteil spricht die ganze Sorge der Italiener, nach der Wahl in Frankreich selbst in die Lage geraten zu können, dass rechtsextreme, nationalistische und populistische Kräfte an Gewicht gewinnen und wegen interner Streitereien zu einem politischen Patt führen können. Spätestens im Februar 2018 wird gewählt, wenn nicht früher. Da ist die Aufmerksamkeit für das, was in Frankreich passiert, sehr groß.

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37 Kommentare zu "Frankreichwahl: Wie Le Pen die Europäische Linke spaltet "

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ Herr Tomas Maidan05.05.2017, 15:18 Uhr

    Der Euro ist bereits zerstört und wird nur noch von EZB-Billionen am Leben erhalten. Diese hat bereits die Ersparnisse der Deutschen zerstört.

  • @ Herr Tomas Maidan05.05.2017, 15:39 Uhr

    "Ein Wahlsieg Le Pens dürfte bürgerkriegsähnliche Auschreitungen mit sich bringen."

    Weil die Linke so demokratisch ist?

  • Ein Wahlsieg Le Pens dürfte bürgerkriegsähnliche Auschreitungen mit sich bringen.

  • @ Klahrin

    Unvorstellbare 1,5 Billionen Euro haben die Notenbanken der Euroländer mit ihren fragwürdigen und wirkungslosen Aufkaufprogrammen in die Märkte gepumpt.

  • Le Pen wird den Euro, Frankreich und die Ersparnisse der Franzosen zerstören.

  • @Herr Vinci Queri, 05.05.2017, 14:20 Uhr


    "@ G. Nampf

    Sie können natürlich bei ihrer Meinung bleiben....das Recht will ich Ihnen auch nicht absprechen."

    Wie großzügig von Ihnen.


    "... meine Meinung : Sie sind einem BLENDER, DILETTANTEN und BETRÜGER aufgesessen"

    Könnte Ihnen sicher niemals passieren.

  • Genau diese Abgehängten werden zukünftig zu viel radikaleren Mitteln greifen, wenn sich die politische und wirtschaftliche Ausrichtung und ihre Lebenssituation nicht zum Positiven ändert.

  • Warum sonst gibt es mittlerweile so viele „Abgehängte“, die sich von den Altparteien abwenden?
    Kann also doch für viele Menschen nicht alles so super gelaufen sein, wie dass manche hier in ihrer Scheinwelt darstellen.

  • Angstmacherei und Einschüchterung, nur so funktioniert ihr System!
    Nur so können Sie weiter die Globalisierung, den Euro und die EU als alternativlos verkaufen.

    http://www.handelsblatt.com/video/finanzen/boersen-news/boersen-berichte/manuel-koch-an-der-boerse-ein-sieg-von-le-pen-wuerde-die-maerkte-in-chaos-stuerzen/19761390.html

    Der Wind wird sich drehen, die Menschen werden es nicht mehr hinnehmen, was man ihnen von oben herab alternativlos vorsetzt.

  • @Klahrin: Ihre grundsätzlich positiven Gedanken in Ehren aber realistisch betrachtet können sich nicht einmal unsere 16 Bubdesländer einigen, trotz gleicher Sprache, Kultur und Mentalität. Mit Europa wird es erst recht nie etwas und schon gar nicht mit einer vollkommen durchgeknallten Rautentrulla, die Makrofehler zum Prinzip gemacht hat und ebenso, diese von sich besessen und stur auszusitzen.
    Dann lieber wieder jeder für sich und Sie werden sehen, dass es uns Deutschen ohne die Payroll für all die schwer erziehbaren Kinder (Länder für die wir zahlen) nicht schlechter geht. Erfolg hängt bekanntlich nicht von der Größe ab, sondern von der Effizienz.

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