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Front National Le Pen legt Parteivorsitz vorübergehend nieder

Marine Le Pen geht auf Stimmenfang jenseits rechtsextremer Kreise. Die französische Präsidentschaftskandidatin überrascht den Front National: Sie möchte nicht länger Parteivorsitzende sein – zumindest vorübergehend.
Update: 24.04.2017 - 23:28 Uhr 2 Kommentare
Marine Le Pen und der Front National: Nach dem ersten Wahlgang beansprucht die rechtsextreme französische Präsidentschaftskandidatin ihre Agenda für sich persönlich - nicht etwa als Programm ihrer Partei. Quelle: AFP
Marine Le Pen

Marine Le Pen und der Front National: Nach dem ersten Wahlgang beansprucht die rechtsextreme französische Präsidentschaftskandidatin ihre Agenda für sich persönlich - nicht etwa als Programm ihrer Partei.

(Foto: AFP)

ParisDie rechte französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen gab am Montagabend bekannt, dass sie vorübergehend den Vorsitz der Front National (FN) niedergelegt hat, um sich auf die Präsidentschaftskandidatur zu konzentrieren.. „Heute Abend bin ich nicht mehr die Präsidentin der Front National“, sagte Le Pen am Montag im französischen Fernsehen. „Ich bin die Präsidentschaftskandidatin.“

Mit dem Schritt will Le Pen offenbar vor der Stichwahl um das Präsidentenamt am 7. Mai zwischen ihr und dem sozialliberalen Kandidaten Emmanuel Macron potenzielle Wähler ansprechen.

Le Pen hatte in der Vergangenheit gesagt, dass sie nicht eine Kandidatin ihrer Partei sei. Diesen Standpunkt vertrat sie, als sie im Februar ihr Wahlprogramm vorstellte. Die von ihr befürworteten Maßnahmen seien nicht die ihrer Partei, sondern ihre eigenen, erklärte sie. Le Pen bemüht sich seit mehreren Jahren, Wähler vom linken und rechten Spektrum für sich zu gewinnen.

Zudem sagte Le Pen, sie wolle mit dem ausgeschiedenen Kandidaten Nicolas Dupont-Aignan über eine Zusammenarbeit sprechen, der in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl auf knapp fünf Prozent kam. "Seine Plattform ist unserer sehr ähnlich. Patrioten sollten zusammenkommen, um diejenigen zu bekämpfen, die für eine ungezügelte Globalisierung sind", sagte Le Pen. Dupont-Aignan hat mit "Debout la France" ("Steh auf, Frankreich") eine konservativ-gaullistische Partei gegründet, die vor allem für die Verteidigung der Souveränität Frankreichs in der EU steht.

Le Pen hatte am Sonntag in der ersten Runde der Präsidentenwahl 21,4 Prozent der Stimmen gewonnen und damit Platz zwei hinter dem sozialliberalen Bewerber Emmanuel Macron erreicht. Die entscheidende Stichwahl findet am 7. Mai statt. Macron gilt das Favorit für das Finale.

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2 Kommentare zu "Front National: Le Pen legt Parteivorsitz vorübergehend nieder"

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  • An das Handelsblatt:

    Le Pen seitens Ihres merkelfreundlichen Wahlkampfblattes als Rechtsextreme zu bezeichnen, ist nicht nur dummdreist und unsäglich, sondern gehört eigentich angezeigt.
    Die Leser sollten demnach an sich auch Ihre größtenteils schlecht recherchierten Artikel wegen "Verstoßes gegen die Netiquette" löschen können.

    Schämen Sie sich auf jeden Fall dafür, denn sie verunglimpfen damit auch 22 Prozent der Franzosen, die anders als Sie offenbar Linksextreme denken!!!


  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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