Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Zum Frankreich Wahl 2017 Special von Handelsblatt Online

Macron und Le Pen Das Ende des Wahlkampfs

Zum letzten Mal vor der Stichwahl am Sonntag haben die französischen Präsidentschaftskandidaten Kundgebungen abgehalten. Erneut griffen sich Le Pen und Macron dabei gegenseitig an – und warben um Stimmen.
3 Kommentare
Marine Le Pen auf Stimmenfang: Die rechtsextreme Präsidentschaftskandidatin bei ihrer Kundgebung im Norden Frankreichs. Quelle: AP
Vor der Stichwahl in Frankreich

Marine Le Pen auf Stimmenfang: Die rechtsextreme Präsidentschaftskandidatin bei ihrer Kundgebung im Norden Frankreichs.

(Foto: AP)

ParisDie beiden französischen Präsidentschaftskandidaten, Emmanuel Macron und Marine Le Pen, haben bei ihren letzten Kundgebungen vor der Stichwahl am Sonntag noch einmal um Stimmen geworben. Le Pen rief am Donnerstag Tausende Anhänger in dem Ort Ennemain auf, ihr „Rendezvous mit der Geschichte“ wahrzunehmen und erntete dafür frenetischen Jubel.

Die Rechtspopulistin stellte sich bei ihrer Kundgebung als „Stimme des Volkes“ dar. Macron hingegen würde nur den Status quo verlängern. Aus der Menge tönten ihr „Wir lieben dich, Marine“-Rufe entgegen. Unterdessen scheint sich ihre Partei, der Front National, bereits auf eine Niederlage einzustellen. Le Pens Nichte und Parteigenossin Marion Marechal-Le Pen sagte der Website Boursorama am Donnerstag, ein Stimmanteil von 40 Prozent bei der Stichwahl wäre ein enormer Sieg und eine gute Ausgangslage für die französische Parlamentswahl im Juni. Ein Gewinn sei aber noch nicht ausgeschlossen, betonte sie.

Macron wiederum stellte sich am Donnerstag als Kandidat der Hoffnung und der Zukunft dar und verurteilte das „autoritäre, antieuropäische, nationalistische Projekt“ Le Pens. Bei seiner Abschlusskundgebung in Albi, im Südwesten Frankreichs, versprach Macron, das Land zu stärken und eine effizientere und fairere Gesellschaft zu schaffen. Er rief jene Wähler auf, die in der ersten Runde für den Sozialisten Benoît Hamon, den Linken Jean-Luc Mélenchon oder für den Konservativen François Fillon gestimmt hatten, sich in der Stichwahl für ihn und gegen Le Pen zu entscheiden.

Einem französischen TV-Sender gegenüber erklärte Macron, er sei Opfer einer Online-Kampagne geworden, die Lügen über seine Finanzen verbreite. Le Pen hatte die Meldungen am Vorabend in einer TV-Debatte aufgegriffen.

„Ich will Fake News stoppen“, sagte Macron. „Sie verschmutzen und zersetzen die politische Debatte.“ Einem Sprecher der Pariser Staatsanwaltschaft zufolge hatte Macron zuvor bereits rechtliche Schritte gegen die umstrittenen Berichte eingeleitet.

Macron hatte die erste Runde der Wahl vor Le Pen vor knapp zwei Wochen gewonnen. Die beiden hatten sich dadurch für die Stichwahl am Sonntag qualifiziert. Umfragen sehen Macron mit gut 60 Prozent deutlich vorn und auch bei einem TV-Duell am Mittwochabend sahen die meisten Beobachter den sozialliberalen Macron als Sieger.

Brexit 2019
  • ap
  • Bloomberg
Startseite

Mehr zu: Macron und Le Pen - Das Ende des Wahlkampfs

3 Kommentare zu "Macron und Le Pen: Das Ende des Wahlkampfs"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ Herr Hans Klahrin

    >> Denn wenn seine Bewegung dort dann nicht die notwendigen Mehrheiten holt, kann er es auch wieder vergessen >>

    Kann man auch eine BEWEGUNG ins Parlament wählen ? Getreu nach dem Motto, unser Vogelverein will jetzt auch mal Gesetze erlassen ?

  • Damit es hier nicht zu einseitig wird ;)
    Ich denke, Macron macht es. Weil die Mehrheit der Franzosen nicht so weit rechts abdriften will und Le Pens Ziele und Ansichten zu radikal sind und allgemein Formuliert sind.
    Le Pen hat mir im ganzen Wahlkampf noch nicht einmal wirklich fundierte Ideen und Konzepte geliefert und fachliches Know How gezeigt. Nur mit Patriotismus und Ablehnungshaltung gehts halt ned. Und wenn man dann noch nicht mal zur Vorladungen oder Anhörungen geht.....macht man sich nicht zum "Erhenmann" der zu seinen Worten steht. Dann lieber hingehen und dort seine Meinung sagen. Alles andere ist einfach feige für mich. Und ich denke, die Furcht vor dem Desaster einer Le Pen Präsidentschaft führt zu einem Sieg Macrons. Er sollte sich nur bewusst sein, dass eine Menge Wähler nicht ihn toll finden sondern Le Pen einfach mehr ablehnen. Da muss er liefern.
    Fraglich ist für mich letztlich, welches Gewicht er nach der Parlamentswahl politisch überhaupt hat. Denn wenn seine Bewegung dort dann nicht die notwendigen Mehrheiten holt, kann er es auch wieder vergessen. Das Gleiche würde auch für Le Pen gelten, falls sie gewinnt. Ich bin gespannt.

  • Egal ob Macron oder Le Pen...das Ende der EU und des EURO kommt mit großen Schirtten näher.