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Umfrage 41 Prozent der Franzosen wollen Le Pen wählen

Das Rennen um die französische Präsidentschaft ist noch nicht entschieden. Emmanuel Macron hat sich nach Ansicht der Bürger Fehler erlaubt. In den Umfragen trennen Marine Le Pen nur neun Punkte von der Mehrheit.
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Der Wahlkampf verläuft gut für die Rechtsradikale. Quelle: AFP
Marine Le Pen mit Arbeitern

Der Wahlkampf verläuft gut für die Rechtsradikale.

(Foto: AFP)

ParisKnapp eine Woche vor der zweiten und entscheidenden Runde der französischen Präsidentschaftswahl wird das Rennen knapper. Erstmals seit dem 17. März liegt Favorit Emmanuel Macron in einer Umfrage unter 60 Prozent. Für ihn würden 59 Prozent stimmen, für seine rechtsradikale Kontrahentin Marine Le Pen 41 Prozent.

Einer anderen Umfrage zufolge finden die Franzosen, dass seit der ersten Wahlrunde Le Pen den besseren Wahlkampf macht. Demnach sind 50 Prozent der Befragten der Ansicht, Le Pen sei gut in die zweite Wahlkampfrunde gestartet. Macron billigten dies nur 43 Prozent zu.

Am Mittwoch hatten die streikenden Arbeiter einer Haushaltsgeräte-Firma in Macrons Heimatstadt Amiens den früheren Wirtschaftsminister ausgebuht, nachdem Le Pen unerwartet wenige Stunden zuvor bei den Arbeitern aufgetaucht war und sich mit ihnen fotografieren ließ. Sie habe anders als Macron immer deutlich Position bezogen, wenn französische Firmen ihre Produktion in Billigländer verlagern wollten, erklärte ihre Partei. Le Pen erklärte am Mittwoch, sie würde es als Präsidentin nicht zulassen, dass das Whirlpool-Werk in Amiens geschlossen werde. Zur Sicherung des Betriebes würde sie es auch vorübergehend verstaatlichen.

Macron war auch in die Kritik geraten, weil er am Sonntag nach der von ihm gewonnenen ersten Wahlrunde in einem Pariser Nobelrestaurant gefeiert hatte und damit nach Ansicht von Beobachtern den Eindruck verbreitete, er habe den Sieg in der Stichwahl schon in der Tasche. Für Le Pens Front National eine Steilvorlage. Die Partei nutzte es, um den früheren Investmentbanker als Angehörigen einer arroganten Elite zu porträtieren, die den Kontakt zum Volk verloren habe.

  • rtr
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11 Kommentare zu "Umfrage: 41 Prozent der Franzosen wollen Le Pen wählen"

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  • Es war der 1. Durchgang in seinem Ergebnis sehr knapp und ich meine, auch der 2. Wahlgang wird in "einem" Ergebnis sehr knapp werden! Das ENTSCHEIDENDE für eine Regierungsbildung wird aber am 11. und 18.06.17 das Ergebnis der PARLAMENTSWAHL sein. Dazu habe ich das "Gefühl", selbst, wenn Herr Macron die Präsidentenwahl gewinnen würde, es fehlt ihm an "Lobby", an möglichen Koalitionspartnern, welche ihm eine unbedingt nötige ausreichende Mehrheit geben könnte, quasi dann, "ein Präsidententitel ohne Mittel"! Folglich wird unsere "Regierungschefin" und "ihre EU", letztendlich, nur noch "bittere Tränen weinen können"......."de sorte que sa vie, chers mesdames et messieurs"!!!

  • 41 Prozent? Es fehlen leider noch 10 Prozent.

    Frankreich ist dem deutschen Michel insofern voraus, als es sein abgewirtschaftetes Politsystem allmählich verschrottet.

  • Jedem FRANZOSEN muss doch klar sein, dass ein ehemaliger Banker von Rothschild nur das beste für das gemeine Volk will, dass muss einfach klar sein, ganz klar.

    Also, Wählt Macron!
    Damit endlich Politik FÜR das Volk dort gemacht wird, ein ehemaliger Banker wird kaum nur für Finanz- und Lobbyinteressen eintreten, keine Ahnung wieso ich das überhaupt anspreche, denn das ist so weit weg von der Realität, dass ich es gerade selbst bewundernswert finde, wie ich nur auf so eine abstruse Idee kommen konnte. Das würde er nicht tun, ein wahrer Mann des Volkes.

    Weiter so!

  • Nach der Auflösung der EU kann Draghi dann die Zinsen in Italien so oft anheben wie er will, um die Inflation in seinem Land zu bremsen. Leute wie er treiben mit ihren Lügen und Vertragsbrüchen endgültig jedem gutwilligen Bürger die Lust auf diese Zwangsgemeinschaft aus. Lügen und Betrug kommen vor dem Fall.

  • @Rainer von Horn
    Naja, der Macron kann ja Essen und Feiern wo er will...ich bin nur der Meinung, dass ein Macron, der weiter am EURO und der EU festhält und die grenzlose Gastfreundschaft der Merkel teilt, dass so ein Macron als Präsident das Französische Volk weiter in der Sklaverei = Abhängigkeit zu Deutschland, den Islam, den Finanz- und Wirtschaftseliten hält....
    Genauso wie der Deutsche Arbeitnehmer und Steuer- Abgabenzahler unter dieser EU-EURO Eliten-Merkel-NGO Politik weiter in der Sklaverei gehalten wird...Mangel und Armut wird für immer mehr EU-EURO Sklaven von Jahr zu Jahr zum Alltag werden..vom Leben vor der EU-Euro Zeit zum Überleben in der EU-Euro Zeit.

  • Ich bin mir ganz sicher, daß der Ex-Investmentbanker eine Politik nur für das Volk und gegen das Establishement machen wird. Die Siegesfeier im Nobelrestaurant war ein einmaliger Ausrutscher.

  • Le Pen vs Merkel. le Pen hat Prinzipien , Ideen und Charisma. Le Pen hat auch gefährliche Ideen, doch sie korrigiert grundsätzliche Fehler der EU. Z.B. fördert die von Goldman & Sachs geleitete EU Regierung(die eigentlich gar kein Volk hat) weiterhein die Auslagerung von europäischen Firmen und Produktionsstätten nach China, billigt China immer noch den Status eines Entwicklungslandes zu und begünstigt China, wo sie nur kann. Das ist eine schlimme EU Politik, gegen die Le Pen angehen will. Merkel hat weder Ideen noch Charisma, Merkel ist gegen Le Pen die perfekte Verwalterin amerikanischer Politk in Europa.

  • Das schafft noch nicht einmal unsere Merkeline!

  • Den Prognosen ist nicht zu trauen, insb. wenn es um die Chancen von Gegnern des Establishments geht. Wir haben es kürzlich gleich zweimal hintereinander erlebt.

    Die Wähler von Mélenchon werden zum größten Teil überhaupt nicht mehr beim zweiten Durchgang wählen gehen. Und damit ist alles möglich!

  • Le Pen hatte im ersten Durchgang 21% und Macron 24%
    Somit wäre die Ausgangsposition vor dem 2. Wahldruchgang...42% für Le Pen und 48% für Macron...bei unveränderbarer Stimmungslage. Nachdem aber Le Pen gerade im Wahlkampf Punkte über Punkte einfährt....gehe ich bereits davon aus, dass diese über 50% sein dürfte weil gleichzeitig ein Macron keine neuen Wähler mobilisieren kann...erst recht nicht die Wähler, die von einen Hollande oder Sarkozy oder andern Establishment Politikern dazu aufgefordert werden einen ihre Establishment Politiker namens Macron zu wählen.

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