Frankreich Zustimmung für Präsident Macron fällt unter 50 Prozent

Laut einer Umfrage hat Frankreichs Präsident Macron wieder an Popularität eingebüßt. ein Grund: ein Enttäuschungseffekt beim Thema Kaufkraft.
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Macrons Reform des öffentlichen Dienstes in Frankreich soll ungeachtet jeden Widerstands durchgesetzt werden. Dafür erntet er Kritik und büßt Popularität ein. Quelle: AFP
Umstrittene Reform

Macrons Reform des öffentlichen Dienstes in Frankreich soll ungeachtet jeden Widerstands durchgesetzt werden. Dafür erntet er Kritik und büßt Popularität ein.

(Foto: AFP)

ParisDie Beliebtheitswerte des französischen Präsidenten Emmanuel Macron sind zum Jahresanfang abgerutscht. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ifop für die Sonntagszeitung „Le Journal du Dimanche“ äußerten sich 44 Prozent der Befragten zufrieden mit dem Staatschef. Das sind sechs Prozentpunkte weniger als im Januar, acht Punkte weniger als im Dezember und die niedrigste Zustimmungsrate seit Oktober. 55 Prozent gaben an, unzufrieden mit Macron zu sein.

Ifop-Experte Frédéric Dabi sprach von einem Enttäuschungseffekt beim Thema Kaufkraft. Er sieht „eine Diskrepanz zwischen dem Diskurs von Macron und dem Versprechen, die Kaufkraft zu steigern, und auf der anderen Seite den realen Effekten seiner Politik“. Zum Jahreswechsel war eine Reihe von Steuer- und Abgabenreformen in Kraft getreten.

Die Regierung in Paris hatte Anfang Februar zudem angekündigt, den öffentlichen Dienst reformieren zu wollen. Dabei wird etwa nachgedacht über einen Stellenabbau auf freiwilliger Basis. Ministerpräsident Edouard Philippe erklärte, der Umbau werde ungeachtet jeglichen Widerstands durchgesetzt. Bei den Gewerkschaften sorgte das Vorhaben für heftige Kritik.

Auch mehrere andere Umfrageinstitute stellten zuletzt bröckelnde Zufriedenheitswerte für Macron fest. Bei Ifop schnitt er aber noch besser ab als im vergangenen Sommer, als zeitweise nur 40 Prozent der Befragten mit ihm zufrieden waren. Macron war unmittelbar nach seinen Erfolgen bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in den Umfragen abgestürzt, hatte in der zweiten Jahreshälfte jedoch wieder Boden gutgemacht.

Der sozialliberale Staatschef will in den kommenden Monaten weitere zentrale Reformvorhaben seines Programms anpacken, etwa bei der Arbeitslosenversicherung und der Ausbildung. Für heftige Kritik sorgten in den vergangenen Tagen erste Überlegungen zu Veränderungen beim staatseigenen Bahnkonzern SNCF.

  • rtr
  • dpa
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