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Frankreichs Umweltministerin Barbara Pompili kommt eine für die mögliche Wiederwahl Macrons entscheidende Rolle zu

Die frisch ernannte Ministerin Barbara Pompili soll Frankreichs Umweltpolitik voranbringen – und zugleich das grüne Aushängeschild von Präsident Emmanuel Macron sein.
07.07.2020 - 13:14 Uhr Kommentieren
Nachdem sie zum Mitglied der neuen Regierung befördert wurde, fiel ihre Reaktion lakonisch aus: „An die Arbeit!“ Quelle: AFP
Barbara Pompili

Nachdem sie zum Mitglied der neuen Regierung befördert wurde, fiel ihre Reaktion lakonisch aus: „An die Arbeit!“

(Foto: AFP)

Paris Frankreichs neue Umweltministerin ist der breiten Öffentlichkeit noch kaum bekannt. Doch die aus Nordfrankreich stammende 45-Jährige, die in Lille studierte,  hat bereits bewiesen, dass sie politische Erfahrung, Zielstrebigkeit und eine gewisse Dosis Risikofreude aufweist.

Unter Emmanuel Macrons Vorgänger François Hollande war sie Staatssekretärin im Umweltministerium und verantwortlich für die Annahme eines Gesetzes über Biodiversität. Ministerin war damals Ségolène Royal, die frühere Lebenspartnerin Hollandes. Mit ihrem Vor-Vorgänger François de Rugy hat Pompili 2015 die französischen Grünen verlassen und die „Parti Ecologique“ gegründet. 2017 stieß sie zu Macrons Bewegung „En Marche“ und wurde in die Nationalversammlung gewählt.

Im Parlament leitete sie bislang den Ausschuss für nachhaltige Entwicklung. Nachdem der Präsident sich nicht allzu intensiv für die Ökologie einsetzte, spielte Pompili kurz mit dem Gedanken, die En-Marche-Fraktion zu verlassen. Doch sie blieb und gründete ihre eigene Strömung, „Für ein ökologisches und soziales Frankreich“, der sich bislang rund 50 Abgeordnete angeschlossen haben.

Pompili kommt eine für die mögliche Wiederwahl Macrons entscheidende Rolle zu: Sie soll sein grünes Aushängeschild sein. Ihre Gegner haben sich bereits auf sie eingeschossen. Die einen giften, sie sei allein wegen ihres guten Aussehens ernannt worden; die anderen, wie die Konservative Nadine Morano, sagen ihr nach, sie sei „eine Katastrophe, die Verkörperung einer lediglich bestrafenden Umweltpolitik“.

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    Zunächst muss Pompili nun die fast 150 Vorschläge des „Bürgerkonvents für Klima“ durchgehen und strukturieren, damit sie in Gesetzesform gebracht werden können. Macron hat zugesagt, er wolle sie alle anwenden, ohne sich um mögliche Konflikte mit anderen Politikern zu kümmern.

    Ende vergangener Woche, bevor sie von ihrer Ernennung wusste, mahnte Pompili, es müsse nun wirklich versucht werden, einen „ökologischen und solidarischen Weg aus der Krise“ zu finden. Dabei wünsche sie dem neuen Premier Jean Castex viel Erfolg. Nachdem sie zum Mitglied der neuen Regierung befördert wurde, fiel ihre Reaktion lakonisch aus: „An die Arbeit!“

    Mehr: Wie Macron das neue Kabinett in Frankreich zusammengestellt hat.

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