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Franziska Giffey Zweifel an Doktorarbeit – Familienministerin Giffey muss um ihre Karriere bangen

Die Bundesfamilienministerin soll sich ihre Promotion erschlichen haben. Die FU Berlin untersucht nun die Vorwürfe gegen die SPD-Politikerin.
13.05.2019 - 17:54 Uhr 1 Kommentar
Die Bundesfamilienministerin soll bei ihrer Doktorarbeit nicht sauber gearbeitet haben. Quelle: action press
Franziska Giffey

Die Bundesfamilienministerin soll bei ihrer Doktorarbeit nicht sauber gearbeitet haben.

(Foto: action press)

Berlin Franziska Giffey zieht ihr Programm durch, ohne sich etwas anmerken zu lassen: An diesem Montagabend verleiht die Bundesfamilienministerin den Deutschen Kita-Preis, steht neben „First Lady“ Elke Büdenbender und Moderatorin Barbara Schöneberger im Berliner Tempodrom auf der Bühne.

Doch der Druck auf die 41-jährige Sozialdemokratin nimmt zu. Ihre möglichen Dissertations-Schummeleien könnten ihr doch noch zum Verhängnis werden. So forderte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer nun den Rücktritt der Ministerin für den Fall, dass sich die Plagiatsvorwürfe bestätigen. Die SPD müsse an ihre eigene Ministerin die gleichen Maßstäbe anlegen, die sie an die Unionsminister angelegt habe.

Tatsächlich waren die Sozialdemokraten 2011 und 2012 in den Plagiatsverfahren gegen den damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) nicht gerade zimperlich. Beide Politiker traten schließlich zurück.

Im Falle von Giffey liegt bislang nur die Auswertung der Internet-Plagiatsjäger „Vroniplag“ vor. Demnach hat Giffey auf mehr als jeder dritten Seite ihrer politikwissenschaftlichen Doktorarbeit von anderen Quellen abgeschrieben und fehlerhaft gearbeitet.

Giffey wollte sich am Montag aktuell nicht zur Sache äußern. Sie hatte die Freie Universität Berlin (FU) am 7. Februar gebeten, ein formelles Prüfungsverfahren einzuleiten. Seitdem verweist sie darauf, das Ergebnis abwarten und dann „entsprechend damit umgehen“ zu wollen.

Die FU teilte auf Anfrage mit, die Prüfung von Giffeys Arbeit dauere noch an. Damit sind bereits 95 Tage ins Land gegangen. Doch hier arbeiten die Unis sehr unterschiedlich. Bei zu Guttenberg schloss die betroffene Uni Bayreuth bereits nach sieben Tagen eine vorläufige Prüfung ab, die zur Aberkennung des Doktorgrades führte. Bei Schavan dauerte das Prozedere 279 Tage, also gut neun Monate. Giffey könnte folglich trotz des erhöhten Drucks noch einige Zeit im Amt bleiben.

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1 Kommentar zu "Franziska Giffey: Zweifel an Doktorarbeit – Familienministerin Giffey muss um ihre Karriere bangen"

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  • Ihre Doktormutter am OSI versucht sicherlich noch verzweifelt nach Auswegen für sie selbst und natürlich für die Plagiatorin. An der FU gibt es so manche Seilschaften. Insbesondere bei den Geisteswissenschaften. Hier ist Gesinnung gefragt.

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