Frauenquote Noch mehr Frauen, bitte!

Die Tinte des ersten Gesetzesentwurfs für mehr Frauen in Führungspositionen ist noch nicht trocken. Doch EU-Justizkommissarin Reding will mehr - und nimmt sich nach den Aufsichtsräten jetzt die Vorstände vor.
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Justizkommissarin Viviane Reding gibt sich nicht mit einer Quote zufrieden.

Justizkommissarin Viviane Reding gibt sich nicht mit einer Quote zufrieden.

BrüsselJustizkommissarin Viviane Reding will sich nicht damit zufrieden geben, eine Frauenquote allein für Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen gesetzlich festzuschreiben. Auch Vorstände könnten im kommenden Jahr von einer ähnlichen Regelung erfasst werden. Das geht aus einem Strategiepapier hervor, das Reding voraussichtlich kommende Woche zusammen mit dem Gesetzesentwurf zur geplanten Quote in der EU präsentieren wird.

2013 werde die Kommission die „laufende Gesetzgebung zur Gleichberechtigung von Männern und Frauen in Aufsichtsratsgremien börsennotierter Unternehmen um einen Vorschlag für ein Rechtsinstrument für Vorstandsgremien ergänzen“, heißt es in dem Papier, das dem Handelsblatt vorliegt.

Dies ist umso erstaunlicher, als dass schon der Vorschlag zu den Aufsichtsräten für massiven Widerstand sorgt. So haben neun Mitgliedstaaten der EU vehement gegen eine Quotenregelung für Aufsichtsräte opponiert und in der Vergangenheit mit der Blockade des gesamten Projekts gedroht. Die Mitgliedstaaten müssen den Plänen mehrheitlich zustimmen, Einstimmigkeit ist nicht notwendig.

Vor allem Großbritannien versucht, die Skeptiker zu einer Phalanx zu schmieden. Neben den Briten sind dabei: Estland, Litauen, Lettland, Bulgarien, Tschechien, Ungarn, Malta und die Niederlande. Als „Aufstand der Zwerge“ bezeichnen Anhänger der Frauenquote den Widerstand. In elf Ländern der EU gibt es bereits Frauenquoten.

Auch innerhalb des Kollegiums der Kommissare ist Redings Vorhaben nicht unumstritten. Während die Kommissare für Arbeit, Währung, Industrie und Binnenmarkt die Luxemburgerin unterstützen, haben vor allem die Amtskolleginnen aus Dänemark und Schweden, Connie Hedegaard und Cecilia Malmström sowie die EU-Chefdiplomatin, die Britin Catherine Ashton, Bedenken. Und auch der deutsche Kommissar Günther Oettinger habe Vorbehalte, heißt es in der Kommission, er werde aber wohl nicht gegen die Pläne Redings votieren.

Reding will bis 2020 europaweit 40 Prozent Frauen in Aufsichtsräten
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57 Kommentare zu "Frauenquote: Noch mehr Frauen, bitte!"

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  • Grundsätzlich finde ich das BEIDE ELTERN zu HAUSE sein sollten.
    Was habe ich von Menschen in Amt und Behörde - Gericht
    die ihren Verstand zu Hause lassen und mit den Kindern
    in sich - zur Arbeit gehen?

  • das ist nicht verständlich. welche sprache soll das sein?

  • Häh, was? ich nix verstehe deine Sprach!

  • Dann ist da noch etwas: Nur weil der Mann es ablehnt
    eine Frau zu sprechen die er nicht sehr gut kennt -
    heisst das nicht: Das er und oder er und seine Kollegen
    einsam und allein im Kreis richtig lägen.
    Es zeigt sich einfach: Ob mit oder ohne eine Frau als Alibi
    er leistet sich zu Viele Fehler aus unterschiedlichen Gründen - er macht er will Ärger Probleme Hass -
    er reagiert sich ab - ... Er ist ein einziges Problem
    Frauen als Klägerinnen oder Beschwerdeührerinnen werden
    abgelehnt ... usw.

  • FAkt ist: Das die XY-Chromosomen eine Menge Schwierigkeiten
    haben. -
    Schicken Sie eine XX zu 1x XY
    Es gibt sofort Probleme!
    FAkt ist: Arbeiten Frauen mit Männern in Amt Behörde
    Gericht etc werden sie sofort genau so eh
    ehem ja ... und da setzt das ein was Sie als
    "Unwissenschaftlichkeit" der Gender-Institute
    bezeichnen ...Vielleicht will man nur nicht
    zu offen sein - hält sich zurück.
    m.E. sollten Männer gar nicht bis kaum mit Menschen
    arbeiten ...
    Nehmen Sie nur: "Gegenteil dagegensein ist alles!"
    das sind aber nicht die Männer die das sagen /machen
    Das sind doch die Frauen die "nein sagen- wenn sie
    ja meinen!"
    MANN versteht es ausgezeichnet sich hinter Frau zu versteck
    Mann nimmt automatisch an die Frau müsse ihm untertan sein
    Begründen lässt sich das kaum - da rastet er aus.

  • Frage am Rande:

    In was für einem verkorksten familiären Millieu ist eigentlich Frau Redding aufgewachsen?

    Wahrscheinlich wie die Emma-Schwarzer bei einer alleinerziehenden Mutter, die im Dauerhass dem Ex wie allen Männern Rache geschworen hat.

    Schon ziemlich dämlich, dass ausgerechnet solch verkorkste Lebensläufe mit ihren verschrobenen Denkschablonen die Leitlinien 'GESUNDER' Gesellschaftspolitik flankierend formulieren dürfen.

    Gibt es eigentlich keine maßgebenden Selbst-Checker, welche die Destruktivität des Emanzentums mal in Frage stellen?

    Wieso lässt man diesen frustrierten Übrigbleibseln soviel Macht und Raum?

  • @ goeasyway-sabbler

    Wenn es Ihr Ego hochzieht, sei es Ihnen gegönnt.

    Ansonsten gilt: Was schert es die Eiche, wenn....

    Schönes Wochenende trotzdem :-)

  • orwell würde sich sicher wundern wie genau er es getroffen hat.
    gleichberechtigung bedeutet jetzt also quoten für eine gruppe einzuführen damit auch ja ein gewünschtes ergebnis herrauskommt.

    bin mal gespannt wie lange das dauert bis dagegen geklagt wird und der unsinn einkassiert werden muß.

    in skandinavien werden gender-institute dicht gemacht wegen offensichtlicher unwissenschaftlichkeit und in brüssel merkt das wieder keiner.

    halt wieder einmal ein bsp dafür warum das derzeitige konstrukt europa abzulehnen ist.

  • @goeasyway

    Haben Sie ein schwerwiegenderes Problem? Ich habe keine verschiedenen Nicks. Anonym schreiben Sie hier...

    Ist Ihnen Ihr Abendessen nicht bekommen? Wenn Sie etwas zur Sache beizutragen haben, dann können Sie das gerne tun. Steht jedem frei. Wenn Sie nur pöbeln wollen, dann beschäftigen Sie sich mit Ihrem Spiegelbild ;-)

  • Phrasen-Hardie67

    Nee, Sie meinte ich mit "Larmoyanz und Trägheit".





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