Freihandelsabkommen Kanada hofft auf „konstruktive“ Nafta-Gespräche mit USA bei UN-Konferenz

Bisher kommen Kanada und die USA beim Freihandelsabkommen zu keiner Einigung. Könnte es am Rande der UN-Vollversammlung zu einem Durchbruch kommen?
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Kanadas Premier Justin Trudeau Quelle: Reuters
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Kanadas Premier Justin Trudeau

(Foto: Reuters)

MontrealDie stockenden Gespräche der USA und Kanadas über eine Reform des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta könnten am Rande der UN-Vollversammlung in dieser Woche neuen Schwung erhalten.

Da zahlreiche Unterhändler beider Seiten zeitgleich in New York sein werden, sei es sehr wahrscheinlich, dass die Gespräche auf konstruktive, aber weniger formelle Weise fortgesetzt würden, sagte der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau am Sonntag.

So sollen Kanadas Außenministerin Chrystia Freeland und der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer - die beiden Spitzenvertreter bei den Verhandlungen - am Montag und Dienstag an der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York teilnehmen. Es seien aber noch keine konkreten Treffen vereinbart, sagte Trudeau.

US-Präsident Donald Trump hatte neue Verhandlungen über den 24 Jahre alten Nafta-Pakt durchgesetzt, weil er sein Land benachteiligt sieht. Mit Mexiko haben sich die USA Ende August auf eine neue Vereinbarung geeinigt. Kanada war in der vorläufigen US-Handelsvereinbarung mit Mexiko zunächst außen vor gelassen worden.

Die darauffolgenden Verhandlungen mit Kanada sind aber in eine Sackgasse geraten, vor allem wegen der US-Drohung mit Zöllen auf Autoimporte.

Gespräche von Freeland und Lighthizer in der vergangenen Woche in Washington hatten keine Fortschritte gebracht. Trump hat Kanada mit einem Alleingang mit Mexiko gedroht und eine Frist bis zum 1. Oktober gesetzt.

Am Mittwoch leitet Trump eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats, bei der es um die Eindämmung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen gehen wird. Für die Bundesregierung nimmt Außenminister Heiko Maas die ganze Woche an dem Treffen teil, zu dem rund 130 Staats- und Regierungschefs erwartet werden.

  • rtr
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