Freizügigkeit in der EU „Wir Bulgaren sind nicht die größte Gefahr“

Droht Deutschland eine Armutszuwanderung aus Osteuropa? Missbrauchen Bulgaren und Rumänen die neue Freizügigkeit? Ein bulgarischer Unternehmer spricht über das Gefühl seiner Landsleute, nicht verstanden zu werden.
26 Kommentare
Der Unternehmer Tzvetan Vassilev erwirtschaftet über sein Konglomerat über zehn Prozent des bulgarischen Bruttoinlandsprodukts.

Der Unternehmer Tzvetan Vassilev erwirtschaftet über sein Konglomerat über zehn Prozent des bulgarischen Bruttoinlandsprodukts.

In Europa geht die Angst um. Deutschland und andere westeuropäische Länder fürchten einen Ansturm von „Armutsmigranten“ aus Bulgarien und Rumänien. Ist diese Angst begründet?
Die Regel der Europäischen Union besagen seit Jahrzehnten: Das ist eine Union mit freiem Verkehr von Menschen, Dienstleistungen und Kapital. Heute ist aber die EU nicht bereit, die Rahmenbedingungen den alten Prinzipien anzupassen. Das bedeutet, in den vergangenen Jahren ging einiges schief.

Was ist denn schief gelaufen?
Nach der Erweiterung der EU durch Länder in Südosteuropa sollten die alten Mitgliedsländer nicht überrascht sein, dass Bulgaren ihre Heimat verlassen. Das ist normal, wenn die Gehälter in Westeuropa zehn Mal so hoch sind wie die in Bulgarien beziehungsweise Rumänien.




Glauben Sie, dass Deutschland und Westeuropa zu ängstlich in Sachen Migration sind?
Westeuropa ist ängstlich, weil Westeuropa sich den eigenen Problemen stellen muss. Ich glaube nicht, dass bulgarische oder rumänische Immigranten die größte Herausforderung in Europa sein werden.

Warum hinken Bulgarien und Rumänien in der EU so hinterher?
Wenn Bulgarien und Rumänien so viele Fördermittel aus Brüssel bekommen hätten, wie beispielsweise Spanien, Portugal oder Griechenland stünden sie heute besser. Ich begreife diese Ungleichbehandlung als Ungerechtigkeit. Ich akzeptiere nicht die Meinung einiger, dass wir Bulgaren oder Rumänen als die größte Gefahr der Europäischen Union dargestellt werden. Das ist überhaupt nicht wahr.

Bulgarien kassiert doch viele EU-Subventionen. Müssen Sie sich nicht auch Kritik gefallen lassen?
Nach meinen Berechnungen erhält Bulgarien derzeit nicht mehr Fördermittel als es in die EU-Kasse einzahlt. Statt die sozialen Unterschiede zwischen den reichen und den armen EU-Ländern zu verringern, wurden sie in den vergangenen Jahren noch vergrößert.

„Heute ist Solidarität sehr viel unpopulärer geworden“
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26 Kommentare zu "Freizügigkeit in der EU: „Wir Bulgaren sind nicht die größte Gefahr“"

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  • @ [...] Moderator bzw. Zensor oder sonstiger [...] !

    Ich habe folgenden Kommemntar geschrieben :

    "Zitat : „Wir Bulgaren sind nicht die größte Gefahr“

    - das ist eine
    absolut RICHTIGE AUSSAGE !

    Die GROESSTE GEFAHR in Europa ist die EU
    !!!!"

    Und das ist meine Meinung, an der ihr [...] nichts umzudeuten habt ! Das ist eben meine Meinung, die ihr zu akzeptieren habt, und nicht zu loeschen !

    [...] ? Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • meine Sarina,
    Ihnen wird entgangen sein, dass SIE keine Argumente haben. Ihre Meinung ist somit bedeutungslos. Sie sind eine klagende Auslaendehasserin! [...]

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Seit 2 Jahren darf ich beruflich mit Kollegen aus Bulgarien zusammenarbeiten und dufte des öfteren nach Sofia reisen. Ich muss sagen, dass ich sehr angenehm überrascht von der Gastfreundlchkeit der Leute dort war. Mal ganz abgesehen davon, dass meine Kollegen dort sehr gut ausgebildet und fleissig sind...
    Umso beschämender finde ich es, welche ausländerfeindliche Parolen den Traum von einem gemeinsamen Europa bedrohen.
    Und macht sich von uns jemand Gedanken, was die Menschen in Bulgarien bewegt? Viele ihrer gut ausgebildeten Ärzte, Pflegekräfte, Ingenieure, usw. machen sich auf den Weg in unser reiches Land - und eben nicht nur Armutsflüchtlinge. Mit entsprechenden Folgen für die Versorgung und Wirtschaft in Bulgarien.
    Sicher gilt es das Problem dieser Armutsschicht und Gettoisierung zu lösen - aber wir sollten nicht mit einer Pauschaliserung der Osteuropäer als Schmarotzer ein uns freundlich gestimmtes Volk vor den Kopf stossen. Ansonsten wird ein gemeinsames Europa, das uns viele Vorteile beschert, eine Illusion bleiben.
    Ich für meinen Teil schäme mich für die ausländerfeindlichen Parolen einer Lokalpartei im Süden unserer Republik.

  • An CZK:

    Der Begriff „Tschechei“ wird/wurde von verschiedenen Menschen benutzt. Genauso wie die Begriffe Böhmen und Mähren. Die Tschechei ist ein Land der zweiten Welt (Es gibt eine Schwankungsbandbreite und darum gehört dieses Land in der zweiten Welt)

    Das ein Land anders genannt wird ist schwierig: Die Bundesrepublik Deutschland (Deutsch= Teutsch (Italienische Herkunft) wird in anderen Ländern als Alemania bezeichnet (Einer der Stämme von uns Deutschen) dabei bestehen wir auch nicht darauf das mein Land als Bundesrepublik Deutschland übersetzt wird. In manchen Ländern finden sie sogar das Wort (Germany). Es gibt viele Namen für das Land zwischen Maas und Memel und Etsch und Belt aber am Ende weiß jeder welches Volk und welche Länder gemeint sind.

    Genauso finden sie in der ersten Welt Länder wie Japan, USA, Bundesrepublik Deutschland genauso wie England oder Luxemburg. Dabei ist das Bsp. Von England deutlich geringer als von den führenden Industrienationen.

    Ein Land wie Albanien wird noch der Zweiten Welt zugerechnet, wobei dieses Land eher der Dritten Welt zugehörig ist (Albanien ist das ärmste Land in Europa

  • Komme eben aus der Münchener Innenstadt. Schätze, dass sich dort die Zahl der knienden oder sitzenden Bettler, offensichtlich osteuropäischer Herkunft, seit Weihnachten locker verdoppelt hat. Laut hiesiger Presse, SZ und AZ, sind die meisten organisiert.
    Von dem, was uns europäische oder deutsche Politiker erzählen, glaube ich nichts. Ich mache nur meine Augen auf.

  • Die Konstruktionsfehler in der EU sind episch.

    Wenn die Kriminalität besorgniserregend steigt und wir immer mehr geschröpft werden, dann ist das beängstigend.

    Was müssen wir noch alles ertragen?

  • Hallo CZK,
    nehmt es nicht schwer. Auch ich (DDR-Ossi) kenne die Tschechei als Tschechei und denke mir nix dabei. Dabei war schon oft dort.

  • Ich akzeptiere nicht die Meinung einiger, dass wir Bulgaren oder Rumänen als die größte Gefahr der Europäischen Union dargestellt werden. Das ist überhaupt nicht wahr.
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    Ist überhaupt nie nicht wahr?
    Wenn ich mir die "Argumente" dieses Bulgaren anschaue, komme ich zu dem Schluss, dass man da auch gleich die Frösche fragen kann, ob der Teich trockengelegt werden soll!

  • Ich akzeptiere nicht die Meinung einiger, dass wir Bulgaren oder Rumänen als die größte Gefahr der Europäischen Union dargestellt werden. Das ist überhaupt nicht wahr.
    -------------------------------------------------------
    Ist nicht wahr? Da kann man ja gleich die Frösche fragen, ob der Teich trockengelegt werden soll!

  • CZK ist zuzustimmen. Tschechien in einen Topf mit Bulgarien und Rumänien zu werfen, passt nicht. Ungarn liegt irgendwo dazwischen.

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