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Freude bei Homosexuellen-Organisationen Oberstes US-Gericht erlaubt Ehe von Schwulen und Lesben

Das Oberste Gericht der USA hat die so genannte Homo-Ehe für rechtens erklärt und einen anderslautenden Antrag abgelehnt. Schwule und lesbische Paare können nun heiraten.

HB BERLIN. In den USA können sich homosexuelle Paare künftig trauen lassen. Der Oberste Gerichtshof der USA machte am Wochenende den Weg dafür frei, begründete die Entscheidung jedoch nicht. Die Richter lehnten einen Eilantrag ab, wonach die so genannte Homo-Ehe in Massachusetts in letzter Minute verboten werden sollte.

Der Oberste Gerichtshof des Staates Massachusetts hatte die Homo-Ehe bereits im November für zulässig erklärt. Abgeordnete und konservative Gruppen hatten zunächst bei einem Bundesgericht gegen die Zulassung geklagt und nach dessen ablehnendem Urteil Beschwerde beim Obersten Gerichtshof eingelegt. Die Richter hätten den Begriff «Ehe» falsch ausgelegt, argumentierten die Kläger. Über die Homo-Ehe dürfe nicht ein Gericht entscheiden, dies sei vielmehr Sache der Abgeordneten von Massachusetts.

Organisationen, die sich für die Rechte von Schwulen und Lesben einsetzen, begrüßten die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs. «Das ist nicht nur ein historischer Moment in Massachusetts», sagte der Direktor der Organisation Lambda Legal, Kevin Cathcart. «Es ist der Anfang einer langen Zeit der Fortschritte und Durchbrüche.» US-Präsident George W. Bush hat angekündigt, im Falle seiner Wiederwahl im November die so genannte Homo-Ehe per Verfassungszusatz verbieten.

Tausende homosexuelle Paare ließen sich bereits in den vergangenen Wochen in San Francisco, Portland/Oregon und anderen Städten trauen. In diesen Fällen ist jedoch nicht klar, ob die Verbindung rechtlich anerkannt werden. Am Montag wollen sieben schwule und lesbische Paare in Boston und anderen Städten in Massachusetts heiraten. Sie hatten die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs ungeduldig erwartet.

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