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Friedensnobelpreis – unsere Favoriten Es kann nur einen geben

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Edward Snowden
Edward Snowden hat die Machenschaften der NSA öffentlich gemacht. Quelle: dpa

Edward Snowden hat die Machenschaften der NSA öffentlich gemacht.

(Foto: dpa)

Es wäre eine Sensation, ein Skandal – und ein wichtiges Zeichen: Das Nobelpreiskomitee in Norwegen sollte Edward Snowden den Friedensnobelpreis verleihen.

Der Whistleblower hat einen großangelegten Angriff auf die Privatsphäre enthüllt. Die Geheimdienste in den USA und Großbritannien überwachen die digitale Kommunikation in einem ungeahnten, monströsen Ausmaß, das sich mit dem „Kampf gegen den Terror“ schon lange nicht mehr rechtfertigen lässt. Ungestörte und anonyme Kommunikation ist ein Menschenrecht. Wenn Staaten es einschränken wollen, müssen sie das gut begründen und die Überwacher überwachen.

Snowden hat den Scheinwerfer angeknipst, um Licht in diese dunklen Aktivitäten zu werfen. Dabei hat er sich von hohen ethischen Werten leiten lassen. Er wolle nicht in einer Welt leben, in der es keine Privatsphäre mehr geben, sagte er. Und: „Du kannst nicht darauf warten, dass jemand anders handelt.“ Also handelte er, auf Kosten seiner eigenen Freiheit. Ein Leben im Asyl in Russland war sicher nicht der Lebenstraum des jungen Amerikaners.

Wahrscheinlich ist eine Entscheidung für Snowden indes nicht. Das Komitee zeichnet lieber Staatsleute und Menschenrechtsaktivisten aus, der 30-jährige IT-Spezialist passt nicht ins Schema. Zumal die USA in ihm einen kriminellen Geheimnisverräter sehen. Das Gremium könnte aber ein wichtiges Zeichen für Whistleblower setzen: Wer in der eigenen Organisation kein Gehör findet, wenn er auf Missstände hinweist, muss den Weg an die Öffentlichkeit suchen. (Christof Kerkmann)

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Nicholas Winton
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34 Kommentare zu "Friedensnobelpreis – unsere Favoriten: Es kann nur einen geben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Hallo! Die OPCW ist keine UNO - Organisation. Das sollte in der Liste der Friendsnobelpreistraeger berichtigt werden.

    Schoenen Gruss!

  • Och, da finden sich noch mehr Kandidaten: Pol Pot, Idi Amin, Che Guevara, Mohammed, aber auch die jüngere USA-Geschichte liefert mit Ted Bundy oder Charles Manson geeignete Kandidaten.
    Organisationen wie die Roten Khmer, der Vietcong, die HIsbollah, die Taliban oder die IRA bieten sich ebenfalls an, auf deutscher Seite wäre noch die RAF zu nennen, das gäbe ein Freudenfest bei den Grünen und Linken.

    Und da die EU ausgezeichnet wurde, sollten die untergegangene DDR und die UdSSR nicht vergessen werden, denn die haben schließlich auch für Frieden in Europa gesorgt...

  • Der Preis ist auf den Hund gekommen, seit Obama ihn für Lau erhielt - ich jedenfalls würde den Preis unter diesen Umständen nicht annehmen!

  • Wenn ich mir die Geschichte des Friedensnobelpreises ansehe, dann muß ich sagen, Hannibal Lector ist jetzt endlich mal dran!

  • Es gibt auch Finanz - Terroristen. Dazu passt das Brecht/Weiland Lied,: und der Haifisch, der hat Zähne.

  • Draghi passt schon, vor allem als Vorschlag von Herrn Menzel. Ohne Herrn Draghi hätten wir nach seiner These nicht nur wieder die DM, sondern befänden uns auch mit hoher Wahrscheinlichkeit im dritten Weltkrieg.

    Der Euro als "Friedensprojekt", niemand hat dieses schräge
    Dogma so verinnerlicht wie Herr Menzel, dem man zu seinem "Scharfsinn" gratuliere darf.

    Herr Menzel hat allerdings erfolgreich verdrängt, dass die EU und deren Vorlaüfer EWG und EG Jahrzehnte ohne das mißratene Währungskonstrukt sehr friedlich und erfolgreich existiert haben.

  • Nein, meine Favoriten wären Goldmann & Sachs oder die Al Quida. Kommt auf selbe raus, Ernsthaft.

  • Draghi???
    Herr Menzel, Sie laufen ganz offensichtlich mit Scheuklappen durch die Gegend und lesen nicht mal die Zeitung, für die sie schreiben.
    Ihre Begründung (Frieden wegen ger. Euro durch Draghi und Europ. Integration) ist an Realitätsverlust kaum zu überbieten.
    Wieviele gegen den Willen der Völker zusammengefaßte Großreiche haben noch mal überlebt und sind heute noch zu bewundern? Die UDSSR und Jugoslawien gibt es seit 20 Jahren nicht mehr, in Jugoslawien sind während des Auflösungsprozesses tausende Menschen gestorben. Selbst die eher verwandten Tschechen und Slowaken haben sich getrennt. Historisch gibt es zig Beispiele, aber mir fällt gerade auch noch aus jüngerer Vergangenheit die ägyptisch-syrische Union ein.
    Während überall auf der Welt größere Staaten zerbrechen, weil ethische Konflikte das Zusammenleben unmöglich machen (jüngst der Sudan, demnächst Nigeria, auch Ägypten könnte sich in einen koptischen und einen islamischen Teil spalten), wollen Sie ein Großeuropa?
    In völliger Verkennung der Tatsachen, daß es selbst in Europa demnächst "neue" (eigentlich ja alte) Staaten geben könnte (Schottland, Kastilien, Tirol; auch die Trennung Belgiens in Flandern und Wallonien ist nicht abwegig)!
    Es gab da schon verschiedene Menschen, die von einem Großeuropa träumten, fast alle Bemühungen endeten in Krieg und Austerität. Sollen die auch jetzt posthum den FNP bekommen?

    Jetzt bekommen Sie noch einen Satz von mir:
    "Das Einzige, was wir wirklich aus der Geschichte lernen können, ist, daß absolut nichts aus der Geschichte gelernt wird."
    Copyright by me, aber Sie dürfen den ruhig weiterverbreiten. Aber bitte vorher drüber nachdenken...

  • Draghi.
    Friedensnobelpreis.

    Erinnert mich sofort wieder an das Neusprech und die Benennung der Ministerien in Orwells Jahrhundertwerk.


  • HB eröffnet die Kölner Karnevalsaison, "Draghi kütt in die Bütt".

    Zumindest verlieren wir nicht unseren Resthumor. Ein gutes Zeichen.

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