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Friedensnobelpreis – unsere Favoriten Es kann nur einen geben

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Helmut Kohl
Helmut Kohl ist der Kanzler der deutschen Wiedervereinigung. Quelle: Reuters

Helmut Kohl ist der Kanzler der deutschen Wiedervereinigung.

(Foto: Reuters)

Jahr für Jahr ist er nominiert, der Kanzler der Einheit. Für Menschen wie mich, 1979 geboren, hat Kohl die Kindheit und Jugend geprägt wie kein anderer Politiker. Es war die Zeit, wo Deutschland immer wieder den Kopf schüttelte über Pfälzer Saumagen, den breiten Dialekt und die Körperfülle des Kanzlers. Ein Mann, der neben dem würdevollen, feingliedrigen Richard von Weizsäcker im Amt des Bundespräsidenten einen plumpen Eindruck hinterließ.

Doch Kohl regierte 16 Jahre lang. Die Lieblingszielscheibe der Titanic trotzte bei den Wahlen jeder Kritik. Und kein deutsches Regierungsoberhaupt hat solch einen positiven Effekt auf die Welt gehabt. Erstaunlich ist, dass Helmut Kohl im Ausland vielfach mehr Ansehen genießt als in der Heimat. Dass die Wiedervereinigung in seine Amtszeit fiel, ist kein Zufall. Nein, vielmehr ist es Kohls besonnener, aber auch sturer und breitschultriger Art zu verdanken, dass die Friedensbemühungen aus Ost und West in Deutschland auf fruchtbaren Boden fielen und ohne lautstarke Agitation reiften und letztlich geerntet werden konnten. Da ist es nur konsequent, dass Kohl auch einer der geistigen Väter des Euro ist.

Man muss ihn nicht mögen, den 83-Jährigen, der heute nur noch ein Schatten der eindrucksvollen Gestalt von einst ist. Aber man muss ihn respektieren. Dafür, dass er den Dialog mit Feinden gesucht hat. Dafür, dass er die Idee einer engen, europäischen Gemeinschaft nicht nur hochgehalten, sondern auch praktisch vorangetrieben hat. Und auch dafür, dass er mit der lange Zeit angemessenen, demütigen Rolle der Bundesrepublik brach und der Welt bewiesen hat, dass das moderne Deutschland es als seine Aufgabe sieht, demokratische Verantwortung zu übernehmen.

Es wäre nicht die Würdigung einer großen Persönlichkeit, die Helmut Kohl vielleicht, vielleicht aber auch nicht ist. Es wäre die Würdigung eines großen Politikers mit großen Verdiensten. (Alexander Möthe)

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Mario Draghi
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34 Kommentare zu "Friedensnobelpreis – unsere Favoriten: Es kann nur einen geben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Hallo! Die OPCW ist keine UNO - Organisation. Das sollte in der Liste der Friendsnobelpreistraeger berichtigt werden.

    Schoenen Gruss!

  • Och, da finden sich noch mehr Kandidaten: Pol Pot, Idi Amin, Che Guevara, Mohammed, aber auch die jüngere USA-Geschichte liefert mit Ted Bundy oder Charles Manson geeignete Kandidaten.
    Organisationen wie die Roten Khmer, der Vietcong, die HIsbollah, die Taliban oder die IRA bieten sich ebenfalls an, auf deutscher Seite wäre noch die RAF zu nennen, das gäbe ein Freudenfest bei den Grünen und Linken.

    Und da die EU ausgezeichnet wurde, sollten die untergegangene DDR und die UdSSR nicht vergessen werden, denn die haben schließlich auch für Frieden in Europa gesorgt...

  • Der Preis ist auf den Hund gekommen, seit Obama ihn für Lau erhielt - ich jedenfalls würde den Preis unter diesen Umständen nicht annehmen!

  • Wenn ich mir die Geschichte des Friedensnobelpreises ansehe, dann muß ich sagen, Hannibal Lector ist jetzt endlich mal dran!

  • Es gibt auch Finanz - Terroristen. Dazu passt das Brecht/Weiland Lied,: und der Haifisch, der hat Zähne.

  • Draghi passt schon, vor allem als Vorschlag von Herrn Menzel. Ohne Herrn Draghi hätten wir nach seiner These nicht nur wieder die DM, sondern befänden uns auch mit hoher Wahrscheinlichkeit im dritten Weltkrieg.

    Der Euro als "Friedensprojekt", niemand hat dieses schräge
    Dogma so verinnerlicht wie Herr Menzel, dem man zu seinem "Scharfsinn" gratuliere darf.

    Herr Menzel hat allerdings erfolgreich verdrängt, dass die EU und deren Vorlaüfer EWG und EG Jahrzehnte ohne das mißratene Währungskonstrukt sehr friedlich und erfolgreich existiert haben.

  • Nein, meine Favoriten wären Goldmann & Sachs oder die Al Quida. Kommt auf selbe raus, Ernsthaft.

  • Draghi???
    Herr Menzel, Sie laufen ganz offensichtlich mit Scheuklappen durch die Gegend und lesen nicht mal die Zeitung, für die sie schreiben.
    Ihre Begründung (Frieden wegen ger. Euro durch Draghi und Europ. Integration) ist an Realitätsverlust kaum zu überbieten.
    Wieviele gegen den Willen der Völker zusammengefaßte Großreiche haben noch mal überlebt und sind heute noch zu bewundern? Die UDSSR und Jugoslawien gibt es seit 20 Jahren nicht mehr, in Jugoslawien sind während des Auflösungsprozesses tausende Menschen gestorben. Selbst die eher verwandten Tschechen und Slowaken haben sich getrennt. Historisch gibt es zig Beispiele, aber mir fällt gerade auch noch aus jüngerer Vergangenheit die ägyptisch-syrische Union ein.
    Während überall auf der Welt größere Staaten zerbrechen, weil ethische Konflikte das Zusammenleben unmöglich machen (jüngst der Sudan, demnächst Nigeria, auch Ägypten könnte sich in einen koptischen und einen islamischen Teil spalten), wollen Sie ein Großeuropa?
    In völliger Verkennung der Tatsachen, daß es selbst in Europa demnächst "neue" (eigentlich ja alte) Staaten geben könnte (Schottland, Kastilien, Tirol; auch die Trennung Belgiens in Flandern und Wallonien ist nicht abwegig)!
    Es gab da schon verschiedene Menschen, die von einem Großeuropa träumten, fast alle Bemühungen endeten in Krieg und Austerität. Sollen die auch jetzt posthum den FNP bekommen?

    Jetzt bekommen Sie noch einen Satz von mir:
    "Das Einzige, was wir wirklich aus der Geschichte lernen können, ist, daß absolut nichts aus der Geschichte gelernt wird."
    Copyright by me, aber Sie dürfen den ruhig weiterverbreiten. Aber bitte vorher drüber nachdenken...

  • Draghi.
    Friedensnobelpreis.

    Erinnert mich sofort wieder an das Neusprech und die Benennung der Ministerien in Orwells Jahrhundertwerk.


  • HB eröffnet die Kölner Karnevalsaison, "Draghi kütt in die Bütt".

    Zumindest verlieren wir nicht unseren Resthumor. Ein gutes Zeichen.

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