Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Friedensnobelpreis – unsere Favoriten Es kann nur einen geben

Seite 8 von 8:
Mario Draghi
Mario Draghi ist der Präsident der Europäischen Zentralbank. Quelle: ap

Mario Draghi ist der Präsident der Europäischen Zentralbank.

(Foto: ap)

Allzu lange muss ich nicht überlegen, wem ich den diesjährigen Friedens-Nobelpreis geben würde: Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Seit fünf Jahren leben wir nun in Europa mit der Finanz- und Euro-Krise. Fünf Jahre haben unsere Politiker an der Bewältigung dieser Krise gearbeitet und leider nicht allzu viel zustande gebracht. Die Euro-Zone stand sogar kurz vor ihrem Ende, im vergangenen Jahr war der Zusammenbruch extrem nahe gekommen.

Erst mit der „Dicken Bertha“ von Mario Draghi haben sich die Finanzmärkte beruhigt und wieder Vertrauen in den Euro und dessen Mitgliedsstaaten gewonnen. Mit seiner Ansage, den Euro „mit allen Mitteln“ zu halten, ist dem EZB-Präsidenten der entscheidende Schritt zur Verteidigung der Euro-Zone gelungen. Wer weiß, wenn Draghi diesen Schritt nicht gegangen wäre: Dann würden wir heute vielleicht schon wieder mit der D-Mark bezahlen.

Die EU und der Euro sind die zentralen Bestandteile der europäischen Friedensordnung. Zwei gewaltige Kriege haben unserem Kontinent im vergangenen Jahrhundert unbeschreibliches Leid zugefügt. Ein wesentlicher Auslöser war dafür übersteigertes nationales Denken, das besonders in Deutschland zur Perversion getrieben worden ist.

Die Antwort darauf kann nur lauten, die europäische Integration weiter voranzutreiben. Dabei spielt der Euro eine ganz entscheidende Rolle. Mario Draghi hat dafür gesorgt, dass die Gemeinschaftswährung wieder eine Zukunft hat. Danke, Mr. President! (Stefan Menzel)

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • zel
  • ck
  • chk
  • ses
  • elg
  • dkl
  • alm
Startseite
Seite 12345678Alles auf einer Seite anzeigen

34 Kommentare zu "Friedensnobelpreis – unsere Favoriten: Es kann nur einen geben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Hallo! Die OPCW ist keine UNO - Organisation. Das sollte in der Liste der Friendsnobelpreistraeger berichtigt werden.

    Schoenen Gruss!

  • Och, da finden sich noch mehr Kandidaten: Pol Pot, Idi Amin, Che Guevara, Mohammed, aber auch die jüngere USA-Geschichte liefert mit Ted Bundy oder Charles Manson geeignete Kandidaten.
    Organisationen wie die Roten Khmer, der Vietcong, die HIsbollah, die Taliban oder die IRA bieten sich ebenfalls an, auf deutscher Seite wäre noch die RAF zu nennen, das gäbe ein Freudenfest bei den Grünen und Linken.

    Und da die EU ausgezeichnet wurde, sollten die untergegangene DDR und die UdSSR nicht vergessen werden, denn die haben schließlich auch für Frieden in Europa gesorgt...

  • Der Preis ist auf den Hund gekommen, seit Obama ihn für Lau erhielt - ich jedenfalls würde den Preis unter diesen Umständen nicht annehmen!

  • Wenn ich mir die Geschichte des Friedensnobelpreises ansehe, dann muß ich sagen, Hannibal Lector ist jetzt endlich mal dran!

  • Es gibt auch Finanz - Terroristen. Dazu passt das Brecht/Weiland Lied,: und der Haifisch, der hat Zähne.

  • Draghi passt schon, vor allem als Vorschlag von Herrn Menzel. Ohne Herrn Draghi hätten wir nach seiner These nicht nur wieder die DM, sondern befänden uns auch mit hoher Wahrscheinlichkeit im dritten Weltkrieg.

    Der Euro als "Friedensprojekt", niemand hat dieses schräge
    Dogma so verinnerlicht wie Herr Menzel, dem man zu seinem "Scharfsinn" gratuliere darf.

    Herr Menzel hat allerdings erfolgreich verdrängt, dass die EU und deren Vorlaüfer EWG und EG Jahrzehnte ohne das mißratene Währungskonstrukt sehr friedlich und erfolgreich existiert haben.

  • Nein, meine Favoriten wären Goldmann & Sachs oder die Al Quida. Kommt auf selbe raus, Ernsthaft.

  • Draghi???
    Herr Menzel, Sie laufen ganz offensichtlich mit Scheuklappen durch die Gegend und lesen nicht mal die Zeitung, für die sie schreiben.
    Ihre Begründung (Frieden wegen ger. Euro durch Draghi und Europ. Integration) ist an Realitätsverlust kaum zu überbieten.
    Wieviele gegen den Willen der Völker zusammengefaßte Großreiche haben noch mal überlebt und sind heute noch zu bewundern? Die UDSSR und Jugoslawien gibt es seit 20 Jahren nicht mehr, in Jugoslawien sind während des Auflösungsprozesses tausende Menschen gestorben. Selbst die eher verwandten Tschechen und Slowaken haben sich getrennt. Historisch gibt es zig Beispiele, aber mir fällt gerade auch noch aus jüngerer Vergangenheit die ägyptisch-syrische Union ein.
    Während überall auf der Welt größere Staaten zerbrechen, weil ethische Konflikte das Zusammenleben unmöglich machen (jüngst der Sudan, demnächst Nigeria, auch Ägypten könnte sich in einen koptischen und einen islamischen Teil spalten), wollen Sie ein Großeuropa?
    In völliger Verkennung der Tatsachen, daß es selbst in Europa demnächst "neue" (eigentlich ja alte) Staaten geben könnte (Schottland, Kastilien, Tirol; auch die Trennung Belgiens in Flandern und Wallonien ist nicht abwegig)!
    Es gab da schon verschiedene Menschen, die von einem Großeuropa träumten, fast alle Bemühungen endeten in Krieg und Austerität. Sollen die auch jetzt posthum den FNP bekommen?

    Jetzt bekommen Sie noch einen Satz von mir:
    "Das Einzige, was wir wirklich aus der Geschichte lernen können, ist, daß absolut nichts aus der Geschichte gelernt wird."
    Copyright by me, aber Sie dürfen den ruhig weiterverbreiten. Aber bitte vorher drüber nachdenken...

  • Draghi.
    Friedensnobelpreis.

    Erinnert mich sofort wieder an das Neusprech und die Benennung der Ministerien in Orwells Jahrhundertwerk.


  • HB eröffnet die Kölner Karnevalsaison, "Draghi kütt in die Bütt".

    Zumindest verlieren wir nicht unseren Resthumor. Ein gutes Zeichen.

Alle Kommentare lesen