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Friedensnobelpreis – unsere Favoriten Es kann nur einen geben

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Wael Ghonim
Wael Ghonim steht für den Freiheitskampf im Arabischen Frühling. Quelle: dapd

Wael Ghonim steht für den Freiheitskampf im Arabischen Frühling.

(Foto: dapd)

Wael Ghonim wird im Februar 2011 aus einem ägyptischen Gefängnis entlassen – und Hunderttausende Menschen feiern auf dem Tahrir-Platz in Kairo seine Freiheit. Dabei ist Ghonim kein Held, das betont er zumindest selbst immer wieder. Doch auf jeden Fall ist er ein Gesicht des wichtigsten Aufstands- und Friedensprozesses der vergangenen Jahre.

Ghonims Geschichte und die eines Kapitels der arabischen Revolution beginnt mit dem Tod des Bloggers Khaled Said. Der 28-Jährige wird Mitte 2010 von Polizisten in Alexandria aus einem Café gezerrt und auf offener Straße zu Tode geprügelt. Ein Foto seines misshandelten Körpers wurde daraufhin im Internet veröffentlicht.

Für den heute 32-jährigen Computeringenieur Ghonim und viele junge Menschen seiner Generation ist dieses schockierende Dokument ein Weckruf für den Widerstand – gegen das autoritäre Regime, gegen die untragbaren Menschenrechtsverletzungen in Ägypten und auch anderen Ländern.

Die Aktivisten erstellen die Facebook-Seite „We are all Khaled Saeed“, versammeln Hunderttausende hinter ihrer Bewegung und Wael Ghonim wird zu ihrem Gesicht. Diese jungen Menschen organisieren sich in virtuellen sozialen Netzwerken, diskutieren die Probleme ihres Landes und tragen ihren zumeist friedlichen Protest auf den Straßen, in die Realität.

Gemeinsam haben sie reagiert und viele Dinge geändert. Die politische und humanitäre Lage in Ägypten und anderen Ländern im arabischen Raum hat sich nicht schlagartig verbessert und ist noch immer hochproblematisch. Doch Menschen wie Wael Ghonim haben einen Anfang gewagt.

Ghonim selbst ist Anfang 2011 bei Protesten verhaftet und ohne Prozess oder Anhörung in ein Gefängnis gebracht worden. Auf Druck seiner Unterstützer wurde er jedoch nach elf Tagen unversehrt entlassen. (Daniel Klager)

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34 Kommentare zu "Friedensnobelpreis – unsere Favoriten: Es kann nur einen geben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Hallo! Die OPCW ist keine UNO - Organisation. Das sollte in der Liste der Friendsnobelpreistraeger berichtigt werden.

    Schoenen Gruss!

  • Och, da finden sich noch mehr Kandidaten: Pol Pot, Idi Amin, Che Guevara, Mohammed, aber auch die jüngere USA-Geschichte liefert mit Ted Bundy oder Charles Manson geeignete Kandidaten.
    Organisationen wie die Roten Khmer, der Vietcong, die HIsbollah, die Taliban oder die IRA bieten sich ebenfalls an, auf deutscher Seite wäre noch die RAF zu nennen, das gäbe ein Freudenfest bei den Grünen und Linken.

    Und da die EU ausgezeichnet wurde, sollten die untergegangene DDR und die UdSSR nicht vergessen werden, denn die haben schließlich auch für Frieden in Europa gesorgt...

  • Der Preis ist auf den Hund gekommen, seit Obama ihn für Lau erhielt - ich jedenfalls würde den Preis unter diesen Umständen nicht annehmen!

  • Wenn ich mir die Geschichte des Friedensnobelpreises ansehe, dann muß ich sagen, Hannibal Lector ist jetzt endlich mal dran!

  • Es gibt auch Finanz - Terroristen. Dazu passt das Brecht/Weiland Lied,: und der Haifisch, der hat Zähne.

  • Draghi passt schon, vor allem als Vorschlag von Herrn Menzel. Ohne Herrn Draghi hätten wir nach seiner These nicht nur wieder die DM, sondern befänden uns auch mit hoher Wahrscheinlichkeit im dritten Weltkrieg.

    Der Euro als "Friedensprojekt", niemand hat dieses schräge
    Dogma so verinnerlicht wie Herr Menzel, dem man zu seinem "Scharfsinn" gratuliere darf.

    Herr Menzel hat allerdings erfolgreich verdrängt, dass die EU und deren Vorlaüfer EWG und EG Jahrzehnte ohne das mißratene Währungskonstrukt sehr friedlich und erfolgreich existiert haben.

  • Nein, meine Favoriten wären Goldmann & Sachs oder die Al Quida. Kommt auf selbe raus, Ernsthaft.

  • Draghi???
    Herr Menzel, Sie laufen ganz offensichtlich mit Scheuklappen durch die Gegend und lesen nicht mal die Zeitung, für die sie schreiben.
    Ihre Begründung (Frieden wegen ger. Euro durch Draghi und Europ. Integration) ist an Realitätsverlust kaum zu überbieten.
    Wieviele gegen den Willen der Völker zusammengefaßte Großreiche haben noch mal überlebt und sind heute noch zu bewundern? Die UDSSR und Jugoslawien gibt es seit 20 Jahren nicht mehr, in Jugoslawien sind während des Auflösungsprozesses tausende Menschen gestorben. Selbst die eher verwandten Tschechen und Slowaken haben sich getrennt. Historisch gibt es zig Beispiele, aber mir fällt gerade auch noch aus jüngerer Vergangenheit die ägyptisch-syrische Union ein.
    Während überall auf der Welt größere Staaten zerbrechen, weil ethische Konflikte das Zusammenleben unmöglich machen (jüngst der Sudan, demnächst Nigeria, auch Ägypten könnte sich in einen koptischen und einen islamischen Teil spalten), wollen Sie ein Großeuropa?
    In völliger Verkennung der Tatsachen, daß es selbst in Europa demnächst "neue" (eigentlich ja alte) Staaten geben könnte (Schottland, Kastilien, Tirol; auch die Trennung Belgiens in Flandern und Wallonien ist nicht abwegig)!
    Es gab da schon verschiedene Menschen, die von einem Großeuropa träumten, fast alle Bemühungen endeten in Krieg und Austerität. Sollen die auch jetzt posthum den FNP bekommen?

    Jetzt bekommen Sie noch einen Satz von mir:
    "Das Einzige, was wir wirklich aus der Geschichte lernen können, ist, daß absolut nichts aus der Geschichte gelernt wird."
    Copyright by me, aber Sie dürfen den ruhig weiterverbreiten. Aber bitte vorher drüber nachdenken...

  • Draghi.
    Friedensnobelpreis.

    Erinnert mich sofort wieder an das Neusprech und die Benennung der Ministerien in Orwells Jahrhundertwerk.


  • HB eröffnet die Kölner Karnevalsaison, "Draghi kütt in die Bütt".

    Zumindest verlieren wir nicht unseren Resthumor. Ein gutes Zeichen.

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