Front-National-Erfolge Belgier setzen Städte-Partnerschaft mit Frankreich aus

Der Erfolg der rechtsextremen Front National (FN) bei den Kommunalwahlen in Frankreich löst Konsequenzen aus. In Belgien haben Gemeinden die Städtepartnerschaft mit zukünftig FN-regierten Städten auf Eis gelegt.
Update: 31.03.2014 - 16:14 Uhr 6 Kommentare
Die FN-Präsidentin Marine Le Pen im Wahlkampf. Belgische Städte ziehen ihre Konsequenzen aus dem Wahlerfolg der Rechtsextremen. Quelle: AFP

Die FN-Präsidentin Marine Le Pen im Wahlkampf. Belgische Städte ziehen ihre Konsequenzen aus dem Wahlerfolg der Rechtsextremen.

(Foto: AFP)

BrüsselDas starke Abschneiden der rechtsextremen Partei Front National (FN) bei der Kommunalwahl in Frankreich belastet die Freundschaft mit Gemeinden im Nachbarland Belgien. Die belgischen Kleinstädte Farciennes und Arlon wollen die Zusammenarbeit mit ihren französischen Partnergemeinden suspendieren, weil diese künftig von einem FN-Bürgermeister regiert werden. „Politisch können wir nicht mit Leuten weiter zusammenarbeiten, die derartige Sichtweisen verbreiten", sagte der Bürgermeister von Farciennes, Hugues Bayet, am Montag im Rundfunk. In der südfranzösischen Partnerstadt Beaucaire hatte sich am Sonntag der FN-Kandidat Julien Sanchez durchgesetzt.
Die engen Verbindungen zwischen Farciennes und Beaucaire gehen bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurück, als Einwohner der belgischen Stadt in Südfrankreich Zuflucht fanden. Bayet sagte, er verstehe die Menschen in Beaucaire nicht. "Das sind großzügige Leute. Sie haben uns während des Krieges aufgenommen", erklärte der sozialistische Bürgermeister. Bei einer Stadtratssitzung am Dienstag soll die Aussetzung der Städtepartnerschaft formal beschlossen werden.
Auch das mit der Gemeinde Hayange im Département Moselle verbundene Arlon zieht Konsequenzen aus dem Ergebnis der FN, die bei der Kommunalwahl zwölf Rathäuser erobern konnte. „Wir teilen nicht die gleichen Werte", sagte Arlons Bürgermeister Vincent Magnus der Zeitung "L'Avenir". In Hayange gewann der FN-Politiker Fabien Engelmann. Auch wenn die politischen Kontakte eingefroren würden, sei die Tür für eine Zusammenarbeit von Vereinen weiter offen, betonte Magnus.

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6 Kommentare zu "Front-National-Erfolge: Belgier setzen Städte-Partnerschaft mit Frankreich aus"

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  • Demokratische Entscheidungen der Wähler fallen langsam unter Zwangsmassnahmen. Brüssel scheint sich vorzubereiten.

    Fehlt nur noch ein "völkische Einheitspressereferat" von Junckers Partei-Gnaden. Mir wird Angst vor diesen angeblich demokratischen Nazischattengewächsen.

    Merkel hat ja früher mal von "neuen demokratischen Zeiten im Krisenfall EU" gesprochen.

  • Wie ich das sehe ist so: Die belgischen (meist sozialistischen) Städte setzen Partnerschaften mit französischen FRONT NATIONAL-Städten aus. Also sind die Einwohner dieser französischen Städte keine Demokraten und ich stemple sie als "rassistisch" ab, so wie die Schweizer von diesen braven EU-Bürgern abgestempelt werden. So einfach und logisch ist das.

  • Das habe ich schon seit den Neunziger Jahren befürchtet. Die Politik unserer Polit-Darsteller treibt das Volk in die Arme von Rechten (damit meine ich WIRKLICH Rechte, wie die Holocaustleugner Front Nacional). Die gegen den Nationalstaat Deutschland gerichtete Politik seit Kohls Zeiten wird sich fürchterlich rächen.
    Gerade wir Deutschen haben unsere Erfahrungen mit einer schlimmen Diktatur gemacht. Da brauchen wir nicht auch noch eine EU-Diktatur.

  • Zitat : Belgier setzen Städte-Partnerschaft mit Frankreich aus

    - daraus erkennt man auch, wozu diese Partnerschaften gut sind : Essen und Trinken gehen auf Steuerkosten bei den Stadtverwaltungen.

    Die Bürger interessieren hier keinen !

    Diese ganzen Schmarotzerpartnerschaften der Städte und Gemeinden sollte man abschaffen !

    Die bringen dem Bürger NICHTS und kosten nur seine Steuergelder !

  • Das war erst der Anfang in Frankreich. Die Europawahlen werden den FN nochmals massiv stärken. Dazu kommen die neuen Bewegungen in vielen weiteren Ländern. Was die EU und der Euro den Völkern bietet, haben wir ja gesehen: Arbeitlosigkeit, Jugendarbeitslosigkeit, Rechtsbrüche des Maastrichtvertrages, Schuldenvergemeinschaftung, Unterstützung eines Umsturzes in der Ukraine, Provokationen Russlands, weitere Griechenland-Milliarden, alles durch nicht vom Volk legitimierte Diktat-Politiker. Das muss beendet werden! Deutschland muss sich wieder mehr auf sich selbst besinnen. Hunderte Milliarden fehlen in der deutschen Infrastruktur, weil die Politik Deutschland hasst und ausverkauft. Kein Wunder, wenn sich neue Bewegungen massiv durchsetzen werden.

  • Mal ehrlich, - wen kratzt das schon das die Partnerschaften auf Eis gelegt werden sollten ?

    Niemanden, - am wenigsten die französichen Städte.

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