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G-20-Vorstoß aus Argentinien Ein neuer Markt für Infrastruktur

Argentinien will im Rahmen der G-20 ein großes Angebot für Investoren aufbauen. Versicherern und Pensionskassen dürfte das entgegenkommen
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Neue Wege zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten sucht Argentiniens Zentralbankchef Federico Sturzenegger. Er will den neuen Infrastrukturmarkt im Rahmen der G-20-Staaten einführen. Quelle: Reuters
Argentiniens Zentralbankchef Federico Sturzenegger

Neue Wege zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten sucht Argentiniens Zentralbankchef Federico Sturzenegger. Er will den neuen Infrastrukturmarkt im Rahmen der G-20-Staaten einführen.

(Foto: Reuters)

New YorkArgentinien möchte den Vorsitz in der Organisation der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) nutzen, um ein neues Kapitalmarktsegment aufzubauen. Federico Sturzenegger, Chef der Zentralbank des Landes, machte diese Ankündigung nach einer Sitzung der G-20 in Washington. Argentinien übernimmt den Vorsitz von Deutschland.

„Es gibt einen riesigen Bedarf an Infrastruktur, vor allem Schwellenländern, und ein großes Angebot an Ersparnissen, vor allem in den entwickelten Ländern“, sagte Sturzenegger. „Wenn es gelingt, das zusammenzuführen, ist beiden Seiten gedient.“

Der Notenbankchef nannte keine Details. Er bezeichnete als Vorbild aber die Entwicklung der Staatsanleihen in den letzten 30 Jahren, die heute einen der wichtigsten Bereiche des Kapitalmarkts bilden. Gemessen daran dürften die Pläne auf eine gewisse Vereinheitlichung der Konditionen hinauslaufen. Und für die Ratingagenturen könnte, trotz der Kritik an ihrer Rolle in der letzten Finanzkrise, ein spannendes Aufgabenfeld hinzukommen.

Großinvestoren wie Versicherungen und Pensionskassen haben seit langem ein großes Interesse an Infrastruktur. Weil fast alle Bereiche des Kapitalmarkts sehr hoch bewertet sind und Staatsanleihen teilweise sogar negative Renditen abwerfen, sind gerade diese Anleger verzweifelt auf der Suche nach stabilen Erträgen in ausreichender Höhe.

Es gibt bisher schon so genannte Infrastruktur-Bonds, die aber zum Teil nicht direkt mit Einnahmen aus den betreffenden Anlagen verknüpft sind. Außerdem gibt es in dem Bereich seit langem Projektfinanzierungen, bei denen direkt Erträge, zum Beispiel aus Brücken, Straßen oder Leitungssystemen, an die Investoren fließen. Wenn es gelingt, diese direkte Verbindung mit einer hohen Standardisierung und guter Liquidität zu verbinden, könnte in der Tat ein spannender Markt entstehen. Denn viele Staaten haben nicht genug finanziellen Spielraum, Infrastruktur aus dem Haushalt zu finanzieren.

US-Präsident Donald Trump hat ebenfalls große Investitionen in Infrastruktur angekündigt. Dabei will er offenbar private Firmen einsetzen, setzt dabei aber auf Steuererleichterungen.

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1 Kommentar zu "G-20-Vorstoß aus Argentinien: Ein neuer Markt für Infrastruktur"

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  • Jetzt soll der ÖPP-Irrsinn also von der G20 geadelt werden. In einem Umfeld, in dem „Staatsanleihen teilweise sogar negative Renditen abwerfen“, würde der Staat sogar an der Infrastruktur verdienen. Gleichzeitig wird absurderweise behauptet, „viele Staaten haben nicht genug finanziellen Spielraum, Infrastruktur aus dem Haushalt zu finanzieren“. „Großinvestoren wie Versicherungen und Pensionskassen“ in diesem Umfeld sichere und hohe Renditen mit windigsten Begründungen zuzuschieben, ist offene Korruption – aber was soll man von der neoliberalen Macri-Regierung erwarten? Quelle Nachdenkseiten

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