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G20 China will keine Wachstumslokomotive sein

Die Wachstumsraten in China sinken. Ein Wachstum von sieben bis acht Prozent hält die chinesische Regierung für realistisch. Zu wenig, um damit die Weltkonjunktur zu dominieren.
23.02.2014 - 16:11 Uhr Kommentieren
Chinesisches Kleinkind: Sinkt das Wachstum in Zukunft weiter? Quelle: dpa

Chinesisches Kleinkind: Sinkt das Wachstum in Zukunft weiter?

(Foto: dpa)

Sydney China sieht sich nicht mehr als die hauptverantwortliche Wachstumslokomotive für die Weltwirtschaft. Zuwachsraten wie in den Jahren 2009 und 2010, als China 50 Prozent zum Wachstum der Weltwirtschaft beigetragen habe, seien nicht nachhaltig, sagte Finanzminister Lou Jiwei am Sonntag.
Dies habe er auch bei einem Treffen mit seinen Kollegen aus der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländern (G20) am Wochenende in Sydney erklärt. Hoffnungen, dass China mit Raten wie 2009 und 2010 der Wachstumsmotor der Weltwirtschaft bleibe, seien unrealistisch.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt peilt ein Wachstum von sieben bis acht Prozent an, wie Notenbankchef Zhou Xiaochuan sagte. Dies sei ein Niveau, das sowohl gut für die Volksrepublik als auch für die Weltwirtschaft sei. Einen Zeitraum dafür nannte er nicht.

Für dieses Jahr hat die Führung in Peking noch keine Zielvorgabe ausgegeben. Sie will die Wirtschaft umbauen und den Binnenkonsum stärken. Dafür nimmt sie auch ein geringeres Wachstum in Kauf. 2013 hatte sich das Wachstum nach dem Boom der vergangenen Jahre auf 7,7 Prozent abgeschwächt. Ein geringeres Plus hatte es zuletzt 1999 gegeben.

Für dieses Jahr sagen Experten ein Wachstum von 7,4 Prozent voraus. Solche für Europa unerreichbar anmutenden Zahlen gelten in China als Minimum, um eine Krise am Arbeitsmarkt und soziale Unruhen in dem Milliardenvolk zu vermeiden.

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    Die von der US-Notenbank eingeleitete Straffung der Geldpolitik begrüßte China. Dies sei auch gut für sein Land, denn dies zeige, dass sich die weltgrößte Volkswirtschaft erhole, sagte Finanzminister Lou. Allerdings könnte es dadurch in einigen weniger stabilen Schwellenländern kurzfristig zu Liquiditätsproblemen kommen.

    Der Kurswechsel der Fed führte bereits zu Turbulenzen in einigen aufstrebenden Volkswirtschaften. Auf der Jagd nach lukrativen Renditen zogen Investoren dort massiv Kapital ab, weil Geldanlagen in den USA wieder attraktiver wurden. Dies führte zu Sorgen vor einer Schwellenländer-Krise, die auf die Industriestaaten überschwappen könnte. Zuletzt hatte sich die Lage aber wieder etwas beruhigt.

    • rtr
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