G20-Frauengipfel Ivanka Trump trifft Merkel in Berlin

„First Daughter“ Ivanka Trump trifft kommenden Dienstag auf Bundeskanzlerin Merkel und IWF-Chefin Lagarde. Auf dem G20-Frauengipfel soll unter anderem über die weltweite Förderung von Unternehmerinnen diskutiert werden.
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Im vergangenen März trafen Ivanka Trump und Angela Merkel in Washington bereits aufeinander. Quelle: dpa
Ivanka Trump und Angela Merkel

Im vergangenen März trafen Ivanka Trump und Angela Merkel in Washington bereits aufeinander.

(Foto: dpa)

BerlinIvanka Trump wird kommenden Dienstag in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und IWF-Chefin Christine Lagarde zusammentreffen. Auf dem zweitägigen G20-Frauengipfel wird die Tochter von US-Präsident Donald Trump an einer Podiumsdiskussion zum Thema weltweite Förderung von Unternehmerinnen teilnehmen. Daran nehmen nach Angaben der Veranstalter neben Merkel und Lagarde auch die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland, die Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller und die niederländische Königin Maxima teil.

Ivanka Trump ist als „First Daughter“ und Beraterin des US-Präsidenten angekündigt. Sie hatte Ende März mitgeteilt, dass sie den unbezahlten Posten als Beraterin ihres Vaters übernimmt und auch ein Büro im Weißen Haus erhält. Sie ist zudem Modeunternehmerin. Dies hat in den USA eine Debatte über Interessenskonflikte ausgelöst.

Merkel hatte Ivanka Trump bereits bei ihrem Besuch in Washington getroffen. Beide saßen bei einem Wirtschaftsdialog über Ausbildungsfragen im Weißen Haus nebeneinander. Ivanka Trump gilt als eine der einflussreichsten Beraterinnen des Präsidenten. Merkel organisiert seit einigen Jahren regelmäßige Treffen im Kanzleramt, zu denen sie Frauen aus aller Welt einlädt, um über gesellschaftliche Fragen wie Benachteiligungen von Frauen in der Wirtschaft zu diskutieren.

Das Imperium der Ivanka Trump bekommt Risse
Fleißige Geschäftsfrau
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Ivanka Trump hat sich mit ihrem gleichnamigen Unternehmen eine eigene Existenz aufgebaut. Nach ihrem Wirtschaftsstudium entwarf sie eine eigene Schmuckkollektion und verkauft seit 2011 auch Mode unter ihrem Namen. Der wird jetzt zum Problem: Die Unbeliebtheit ihres Vaters Donald Trump schlägt sich auch in den Verkaufszahlen der eigenen Mode nieder, zudem werden Boykottaufrufe gegen die Produkte von Ivanka Trump laut.

Mama und Model
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Auf diesem Bild posiert Ivanka Trump in einem ihrer eigenen Outfits. Auf ihrer Homepage werden auch Schuhe und Handtaschen unter dem Namen Ivanka Trump angeboten. Neben der Mode widmet sie ihre Zeit auch ihren drei Kindern Arabella, Joseph und Theodore. Verheiratet ist sie mit dem Unternehmer und Politikberater Jared Kushner. Vor ihrer Karriere als Geschäftsfrau modelte Trump für zahlreiche internationale Designer und war sogar Gastjurorin in Heidi Klums Show „Project Runway.“

Aus den Läden verbannt
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Die Politik ihres Vaters Donald Trump schadet offenbar der Marke Ivanka Trump. Die Kaufhauskette Nordstrom nahm die Produkte von Ivanka Trump aus dem Programm. Offizielle Begründung sind die mangelhaften Verkaufszahlen – inoffiziell wird vermutet, dass das Unternehmen damit auf landesweite Boykottaufrufe reagiert, um wirtschaftlichen Schaden abzuwenden.

Andere Kaufhäuser ziehen mit
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Auch andere Kaufhausketten reagierten auf den Trump-Boykott. So wie auf diesem Bild wird die Marke Ivanka Trump künftig bei einigen Händlern nicht mehr beworben. Die Einzelhandelskette TJ Maxx beispielsweise wies ihre Mitarbeiter an, sämtliche Werbeschilder für die Marke Ivanka Trump zu entfernen. Die Produkte bleiben allerdings vorerst im Verkauf. Auch der Händler Marshalls entschied sich zu diesem Schritt.

Kritik von ganz oben
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Via Twitter griff US-Präsident Donald Trump die Kaufhauskette Nordstrom, nachdem bekannt wurde, dass die Marke Ivanka Trump aus dem Sortiment entfernt wird, scharf an: „Meine Tochter Ivanka wurde von Nordstrom so unfair behandelt. Sie ist ein so wunderbarer Mensch – sie bringt mich immer dazu, die richtigen Dinge zu tun! Schrecklich!“

Made in China vs. Make America Great Again
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Donald Trump verteidigt die Mode seiner Tochter – dabei entspricht die so gar nicht seinen Vorstellungen eines amerikanischen Unternehmens: Wie auf diesem Etikett zu sehen ist, lässt Ivanka Trump ihre Produkte auch in China herstellen. Noch im Wahlkampf wetterte der US-Präsident gegen Firmen, die ihre Produkte in China herstellen lassen, und kündigte Strafzölle für chinesische Produkte an.

Ivanka braucht Alternativen
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Neben ihrer Modekollektion betreibt Ivanka Trump noch zwei Juweliergeschäfte in exklusiver Lage in New York. Ob sich die Produkte hier besser verkaufen, ist fraglich. Allerdings kann ihre Ware hier sicher nicht aus dem Programm genommen werden. Sollte das negative Image ihres Vaters Donald weiterhin für Umsatzrückgänge und Boykottaufrufe sorgen, wird sich Ivanka Trump bald nach einem neuen Standbein umsehen müssen. Aber als erfahrene Geschäftsfrau und Mitglied des milliardenschweren Trump-Clans, wird ihr da sicher etwas einfallen.

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