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G20-Gipfel G20-Dinner: Tischgeplauder nicht gefragt

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Wenn die Kanzlerin dann am nächsten Morgen im Excel-Konferenz-Zentrum der Londoner Docklands das über Nacht verhandelte Dokument liest, weiß sie, ob und wie stark sie sich durchgesetzt hat. "Eigentlich wird die Messe beim Abendessen gesungen", heißt es in Regierungskreisen. Der "Alptraum ist, wenn am nächsten Tag nichts davon im Dokument steht". Beim Frühstück noch nachzuverhandeln gilt als schwierig.

Allerdings sind die Gepflogenheiten bei dem zweiten G20-Gipfel auch ganz anders als etwa bei Spitzenrunden in Brüssel. Während die EU-Regierungschefs durchaus einmal selbst Textarbeit an wichtigen Dokumenten leisten, wäre das für den indischen oder chinesischen Premierminister schlicht unvorstellbar.

Doch der Druck der Krise hat auch Bewegung in kulturelle Gewohnheiten der Regierungschefs gebracht. "Das wird schon etwas interaktiver", hat man in Berlin beobachtet. Sogar der saudische König, der normalerweise nicht selbst spricht, sondern reden lässt, solange nicht mindestens ein anderer König im Raum ist, muss in London höchstpersönlich das Wort ergreifen.

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