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G20-Gipfel Trump sagt Treffen mit Putin ab

Wegen der Ukraine-Krise hat US-Präsident Donald Trump sein für Samstag geplantes Treffen beim G20-Gipfel mit dem russischen Präsidenten Putin abgesagt.
Update: 29.11.2018 - 20:47 Uhr 1 Kommentar
Ein bilaterales Gespräch zwischen dem US-Präsidenten und dem russischen Präsidenten wird es in Buenos Aires nicht geben. Quelle: dpa
Donald Trump und Wladimir Putin (v.l.)

Ein bilaterales Gespräch zwischen dem US-Präsidenten und dem russischen Präsidenten wird es in Buenos Aires nicht geben.

(Foto: dpa)

Buenos Aires Wegen des Ukrainekonflikts hat US-Präsident Donald Trump sein für Samstag geplantes Treffen beim G20-Gipfel mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin abgesagt. Er begründete die Entscheidung am Donnerstag auf Twitter damit, dass die von Russland festgenommenen ukrainischen Seeleute bisher nicht freigelassen worden seien. Seit Tagen wurde das Verhältnis der beiden Staatschefs immer angespannter.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires mit Putin über den Konflikt beraten. Trump hatte Merkel zuvor ausdrücklich als Vermittlerin ins Gespräch gebracht. Die Ukraine kündigte Beschränkungen für Russen an, nannte aber keine Details.

„Da die Schiffe und Matrosen nicht aus Russland in die Ukraine zurückgeführt wurden, habe ich beschlossen, dass es für alle Beteiligten das Beste wäre, mein zuvor geplantes Treffen in Argentinien mit Präsident Wladimir Putin abzusagen“, twitterte Trump. „Ich freue mich auf einen sinnvollen Gipfel, sobald diese Situation gelöst ist!“ Trumps Tweet war eine plötzliche Wende. Etwa eine Stunde zuvor sagte er Reportern, dass er sich wahrscheinlich mit Putin auf dem Gipfel treffen würde, es sei „ein sehr guter Zeitpunkt, das Treffen abzuhalten“.

Trump sagte allerdings auch, dass er während des Fluges nach Argentinien einen Abschlussbericht über die Spannungen in der Region erhalten würde, nachdem Russland am Sonntag ukrainische Schiffe vor der Krim beschlagnahmt hatte. Die Differenzen über die Ukraine und die Rolle Moskaus im Bürgerkrieg in Syrien sind seit Jahren Konfliktpunkte in den amerikanisch-russischen Beziehungen.

Trumps Vorgänger Barack Obama hatte wegen der Annexion der Krim im Jahr 2014 Sanktionen gegen Russland verhängt. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko beschuldigte Putin, sein ganzes Land annektieren zu wollen, und forderte die Nato auf, Kriegsschiffe zu schicken.

Angela Merkel schließt sich Vorwürfen an

Russland blockiere die beiden großen ukrainischen Häfen in Mariupol und Berdjansk am Asowschen Meer, kritisierte der ukrainische Infrastrukturminister Wolodymyr Omeljan auf Facebook. 18 Schiffen, die in die Häfen einlaufen wollten, werde die Zufahrt ins Asowsche Meer verweigert. Andere Schiffe könnten nicht auslaufen. Russland wies diesen Vorwurf zurück.

Die Ukraine und die USA verschärften am Donnerstag deshalb den Druck auf die EU, weitere Sanktionen gegen Russland zu verhängen. „Wir wollen, dass Europa russische Schwarzmeerhäfen unter Sanktionen stellt“, forderte der ukrainische Transportminister Wolodymyr Olmejan in einem Interview mit dem Handelsblatt.

Auch Merkel warf Russland vor, Mariupol abschneiden zu wollen. Trump hatte Merkel zuvor zur Vermittlung im Ukrainekonflikt aufgefordert. „Lasst uns Angela einbeziehen“, sagte er in einem Interview der „New York Post“. Auch Poroschenko plädierte für Merkel als Vermittlerin. Sie sei eine große Freundin der Ukraine, sagte er der „Bild“. „Im Jahr 2015 hat sie durch ihre Verhandlungen in Minsk schon einmal unser Land gerettet. Wir hoffen darauf, dass sie uns zusammen mit unseren anderen Alliierten noch einmal so sehr unterstützt.“

Putin wirft Ukraine Provokation vor

Sie wolle mit Putin darüber reden, wie die Rechte der Ukraine im Asowschen Meer gewahrt werden könnten, sagte Merkel. Sie hatte bereits kurz nach dem militärischen Zusammenstoß vor der Krim mit Putin telefoniert.

Der seit Jahren schwelende Konflikt war am Sonntag in der Meerenge von Kertsch eskaliert, als Russland mit einem Frachtschiff drei ukrainischen Marinebooten die Einfahrt ins Asowsche Meer verwehrte. Russische Grenzschutzboote beschossen die ukrainischen Schiffe und verletzten mehrere Matrosen. Dann beschlagnahmten sie die Boote.

Poroschenko kündigte in einem Tweet Restriktionen für russische Bürger im Land an. Sein Büro konnte zunächst aber nicht darlegen, worin diese Beschränkungen bestehen werden. In den Grenzgebieten der Ukraine gilt seit Mittwoch Kriegsrecht.

  • dpa
  • rtr
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1 Kommentar zu "G20-Gipfel : Trump sagt Treffen mit Putin ab"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Trump hat mal wieder einen Vorwand konstruiert in Tateinheit mit Poroschenko. Die werden
    sich auch immer aehnlicher.

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