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G7-Treffen der Finanzminister Kein Wachstum auf Pump, keine schnelle Lösung für Athen

Die Wirtschaftsmächte setzen auf Wachstum ohne neue Schulden – wie es Bundesfinanzminister Schäuble will. Griechenland bleibt Problemthema Nummer eins. IWF-Chefin Lagarde spricht vom Grexit als „Möglichkeit“.
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Lagarde: „Der Grexit wäre kein Spaziergang“

Dresden Die Top-Wirtschaftsmächte sind sich einig: Wachstum auf Pump soll es nicht geben. „Es herrscht Einigkeit darüber, dass schuldenfinanziertes Wachstum keine Alternative zu Strukturreformen ist“, verlautete am Donnerstag aus den Verhandlungen der G7-Finanzminister und -Notenbankchefs in Dresden.

An diesem Freitag gehen die zweitägigen Beratungen der Vertreter aus Deutschland, den USA, Japan, Großbritannien, Frankreich, Kanada und Italien (G7) zu Ende. Am Mittag wollen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundesbankpräsident Jens Weidmann als Gastgeber Bilanz ziehen.

Ausgelotet wurden in Dresden unter anderem neue Verhaltensregeln für Banker („Banker's Code of Conduct“) und weitere Schritte im Kampf gegen Steuertricks international agierender Konzerne.

Das einhellige Votum der G7-Länder gegen Konjunkturspritzen auf Pump kann Schäuble als Erfolg verbuchen. Der Bundesfinanzminister hatte vor dem Minister-Treffen vor einer weiteren Schuldenspirale gewarnt. „Wir werben für unseren Ansatz: Strukturreformen sind der Erfolgsschlüssel für nachhaltiges Wachstum, Schuldenberge hingegen eine Wachstumsbremse“, sagte Schäuble der Deutschen Presse-Agentur.

Einigkeit herrschte auch beim Thema Griechenland: Während sich Athen weiter zuversichtlich zeigte, dass bis zum kommenden Sonntag eine Übereinkunft mit den Geldgebern erzielt wird, dämpften die Verhandlungspartner die Hoffnung auf eine rasche Einigung über weitere Hilfen für das pleitebedrohte Euroland.

Der Handelsblatt Expertencall
Ein Grexit bedeute wohl nicht „das Ende des Euro“
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5 Kommentare zu "G7-Treffen der Finanzminister: Kein Wachstum auf Pump, keine schnelle Lösung für Athen"

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  • Warum Nationen wie die USA, Deutschland et al. Schulden machen dürfen, und die Griechen nicht, fragen Sie? Gegenfrage: Halten Sie es für angemessen, die drittgrößte und größte Industrienationen der Welt mit so einem kleinen, durch und durch korrupten Land wie Griechenland, zu vergleichen?
    Länder, die seit Jahrzehnten für ihr wirtschaftliches Wachstum berühmt sind, kommen natürlich auch wesentlich leichter an frisches Kapital - auch für den Fall, dass sie sich erneut verschulden. Denn in der Regel verschulden sich Industrienationen, um ihre Wirtschaft und Industrie auch weiterhin wettbewerbsfähig zu halten (davon können sie im Falle Griechenlands noch in 1000 Jahren nichts bemerken). Grundsätzlich ist es, wie im richtigen Leben: Ein solventer Bankkunde bekommt jederzeit einen Kredit in der Höhe, die seinem Einkommen angemessen ist. Der Bankkunde jedoch, der lediglich mit seinem Einkommen in der Lage ist, seine monatlichen Belastungen zu decken, bekommt eben nichts. Und das ist auch sehr, sehr gut so!

  • Kein Wachstum auf Pump??
    Ich weiss nicht wer da realitätsfremder ist. Derjenige der es sagt, oder derjenige der es dann noch auf Papier schreibt.
    Wie würd HB jetzt dazu sagen: Es kann nur besser werden, doch es könnte auch schlimmer kommen.

  • Siehe Sendungen vom 28. Mai 2015 zu den Banken und Goldman Sachs !!! auf Phoenix. !!
    Oder Wiederholung 29. Mai 2015
    07.30 Goldman Sachs - Eine Bank lenkt die Welt
    08.15 Banken unter Kontrolle?

    http://www.phoenix.de/content/phoenix/tv_programm/1

    oder weitere Detail-Berichte und Sendungen zu Goldman Sachs und Griechenland.

    Noch Fragen?

  • Na, diese Aussage ist doch mal was! ... nach dem Austritt Griechenlands werden die Aktienmärkte durch die Luft gehen. Wer kann da noch Nein zum Austritt sagen? Die Griechen haben ihre Aktien-Optionen schon gesetzt. Wer also jetzt den Austritt noch verweigert, treibt die Griechen raus ins Meer.

  • "Kein Wachstum auf Pump, ..."

    Wofür sollen, wofür dürfen Staaten dann noch neue Schulden machen? Bis wann wollen USA, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien u.a. ihre Haushalte ohne neue Staatsschulden aufstellen? Darüber wurde gar nicht gesprochen. Schließlich gab es kein Abkommen. Das Schuldenmachen geht also ungebremst weiter.

    Aber jetzt werden die Zinsen in den USA stark steigen sagt Nobelpreisträger Robert Shiller. Na endlich!