Schuldenkrise 38 Milliarden Dollar für arabische Länder

Die sieben wichtigsten Industrieländer und Russland einigen sich auf Hilfe für die arabischen Länder. Im Kampf gegen den Abschwung kommen sie nicht zu konkreten Maßnahmen.
Update: 10.09.2011 - 13:26 Uhr 16 Kommentare
Die Finanzminister der sieben wichtigsten Industriestaaten in Marseille. Quelle: dpa

Die Finanzminister der sieben wichtigsten Industriestaaten in Marseille.

(Foto: dpa)

MarseilleDie arabischen Reformstaaten können auf weitere Milliardenhilfen beim demokratische Wandel bauen. Internationale Finanzinstitutionen wollen Ägypten, Tunesien, Marokko und Jordanien mit insgesamt 38 Milliarden Dollar unterstützen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstag in Marseille am Rande der Beratungen der Finanzminister der sieben wichtigsten Industriestaaten und Russlands (G8).

Mit den Zusagen wird das Hilfspaket für Reformländer in Nordafrika und im Nahen Osten nun auch auf Marokko und Jordanien ausgedehnt. Damit soll nach dem „arabischen Frühling“ der demokratische Aufbruch gestützt und zu einem dauerhaften Erfolg geführt werden.

Ende Mai hatten die Staats- und Regierungschefs der G8-Länder bei ihrem Gipfel im französischen Deauville zunächst Tunesien und Ägypten Hilfen von 40 Milliarden US-Dollar (28 Milliarden Euro) zugesagt. Die Hälfte davon entfällt auf Kredite von Förderbanken, ein weiterer Teil auf bilaterale Hilfe sowie auf Geld aus den Golfstaaten Saudi-Arabien, Kuwait und Katar.

Auch auf eine „starke Antwort“ gegen den Wirtschaftsabschwung und die Finanzmarktturbulenzen haben sich die sieben wichtigsten Industrieländer (G7) verständigt. Ein konkretes Maßnahmenpaket gegen die Konjunktur- und Schuldenkrise haben die G7-Finanzminister und -Notenbankchefs allerdings nicht geschnürt. Es gehe um die Balance zwischen konjunkturstützenden Maßnahmen und einem weiteren Schuldenabbau. Dabei solle jedes Land entsprechend seiner Bedingungen handeln.

Mit der eher allgemein gefassten Formulierung wollen die G7-Länder USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada weiteren Streit über geeignete Maßnahmen gegen die Rezessionsängste vermeiden. Vor allem die USA und der Internationale Währungsfonds (IWF) hatten entschiedenere Schritte gegen den Abschwung angemahnt. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundesbank-Präsident Jens Weidmann lehnten Konjunkturprogramme erneut ab und warnten vor einer Dramatisierung. Der Kurs der maßvollen Defizitreduzierung müsse fortgesetzt werden, betonten sie.

Die G7 verständigten sich darauf, „starke Anstrengungen zu unternehmen, um Finanzstabilität zu erhalten, Vertrauen wiederherzustellen und Wachstum zu unterstützen“. In dem G7-Papier werden Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft ebenso angesprochen wie die generelle Notwendigkeit des Abbaus der Staatsdefizite.

In der vom französischen Finanzminister François Baroin verlesenen Erklärung heißt es: „Es gibt nun klare Anzeichen für eine weltweite Verlangsamung des Wachstums. Wir sind entschlossen, dieser Herausforderung eine starke und koordinierte internationalen Antwort entgegenzusetzen.“ Zu den Problemen zählten die riesigen Haushaltsdefizite und die Schuldenkrise. Die beteiligten Länder wollten ihr Vorgehen untereinander eng abstimmen.

Bei den entsprechenden Maßnahmen sollen aber die jeweiligen Bedingungen in den einzelnen Ländern berücksichtigt werden. Angesichts der schwächelnden Konjunktur gelte es, die Ziele der Haushaltssanierung mit denen einer wirtschaftlichen Wachstumsförderung unter einen Hut zu bringen, heißt es. Die Geldpolitik werde Preisstabilität aufrechterhalten, die Zentralbanken stünden bereit, bei Bedarf die Liquidität der Banken abzusichern.

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16 Kommentare zu "G8-Treffen in Marseille: 38 Milliarden Dollar Hilfen für arabische Länder"

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  • Die arabischen Völker müssen endlich wieder in ein neues osmanisches Reich integriert werden.Nur so herrscht Ordnung und Ruhe in diesem geopolitischen Raum.

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    Ich war fair,
    jetzt könnt ihr mal winken.
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    Seht ihr doch
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    Ja, ich sitze am Computer.
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  • die deutschen haben von den türken gelernt wie man andere völker beseitigt. warum fallen mir hierbei immer die armenier , aber auch griechen und kurden ein ?

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    Mord ist das richtige Stichwort.
    Wenn es wieder ein großdeutsches Reich gäbe, gnade den Immigranten, die Juden haben es hinter sich.

    Wer keinen Halt vor eigenen behinderten Verwandten findet, findet auch keinen Halt vor kulturell anders ausgestatten.

    Das muß wohl in den Genen stecken.
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  • der ganze blödsinn kommt nur daher,dass das osmanische reich schlapp gemacht hat.hätte es weiter bestand gehabt,wäre die gesamte region befriedet und könnte prosperieren.

  • --@ ari,

    bitte keine Beleidigungen gegen diese lieben Mitbürger. Oder wollen sie genau so gräßlich zu denen sein, wie die sesshaften Türken, die gewisse Elemete aus der Türkei "abgeschoben" haben, weil sie dort auch nicht erwünscht waren. Es gibt eben Menschgruppen, die mag keiner. Und selbst die Türken in der Türkei haben ihren Stolz.

    Ich mag (echte- in der Türkei wohnenden) Türken und ich arbeite mit ihnen gerne zusammen. Diese echten Türken haben allerdings eine extrem negative Meinung über die ausgewiesenen, abgeschobenen "Türken"(Pseudotürken).

    Diese echten Türken können nicht verstehen, warum wir uns das von den Pseudotürken alles gefallen lassen. Sie würde damit kurzen Prozess machen und diese Pseudo-Türken wieder in Hochland von Anatolien zurück schicken.

    Aber so sind es arme Menschen, zwischen den Welten udn ausgestoßen. Sie in ihre wahre Heimat zurück zu schicken, wäre Mord.






  • Wieviele denn noch ?
    Vielleicht sollte ihr euch etwas mehr an eure echten Schlächter halten.

    Sonst verliert ihr nämlich den Überblick und wisst dann nicht mehr wer Zukünftig außer uns euch noch auf dem Gewissen haben wird.
    .

  • vorher sollten wir vielleicht ein paar freche türken schlachten,wenn sie wieder im gazastreifen stänkern wollen.

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