Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Gabriel zu Yücel „Es gibt keine schmutzigen Deals“

Außenminister Gabriel hat ausgeschlossen, dass die Freilassung des in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel durch Tauschgeschäfte erreicht werden soll. Gleichzeitig rief er zu mehr gegenseitigem Respekt auf.
Kommentieren
Der Außenminister betont, dass er sich nicht unterstellen lässt, dass man im Fall Yücel „irgendwie Nebengleise betreten“ will. Quelle: dpa
Sigmar Gabriel

Der Außenminister betont, dass er sich nicht unterstellen lässt, dass man im Fall Yücel „irgendwie Nebengleise betreten“ will.

(Foto: dpa)

BerlinAußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich von den Äußerungen des in der Türkei inhaftierten „Welt“-Korrespondent Deniz Yücels zu möglichen Tauschgeschäften für seine Freilassung distanziert. Yücel hatte in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur gesagt, dass er schmutzige Deals zwischen Berlin und Ankara für seine Freilassung ablehne. Schmutzige Deals gebe es nicht, entgegnete Gabriel am Mittwoch in Berlin. „Es ist übrigens auch gegenüber der Türkei nicht sinnvoll, auch nur in solchen Kategorien zu denken.“ Wenn man sich wirklich um bessere Beziehungen bemühen wolle, müssten beide Länder Respekt voreinander haben und sich nicht unterstellen, man wolle „irgendwie Nebengleise betreten“.

Yücel hatte der dpa gesagt, er wolle seine Freiheit nicht „mit Panzergeschäften von Rheinmetall oder dem Treiben irgendwelcher anderen Waffenbrüder befleckt wissen“. Auch wolle er keinen Austausch mit Anhängern der Gülen-Bewegung, nach denen die Türkei fahndet.

„Ich hab das gelesen von Herrn Yücel, ich verstehe aus seiner Sicht sein Interview“, sagte Gabriel. „Ich kann nur sagen: Es gibt doch gar keinen Anlass dafür.“ Beide Länder hätten ein Interesse, dass sich die Beziehungen normalisierten und man auch in Bündnissen wie der Nato wieder normal miteinander umgehe. „Das hat mit Herrn Yücel erstmal gar nicht zu tun.“

Der Fall Yücel ist der größte Streitpunkt im angespannten Verhältnis mit Ankara. Gabriel hatte dem „Spiegel“ kürzlich gesagt, man werde weiterhin eine große Zahl an Rüstungsexporten ins Nato-Land Türkei blockieren, solange der Fall Yücel nicht gelöst sei. Er betonte danach allerdings, er habe damit nicht gemeint, dass die Bundesregierung Rüstungslieferungen als Reaktion auf eine Freilassung Yücels genehmigen würde.

Die regelmäßigen Konsultationen zwischen den Regierungen Deutschlands und der Türkei werden einem Bericht zufolge wieder aufgenommen. Wie die „Welt“ meldet, ist für diesen Mittwoch ein Treffen zwischen Vertretern des Bundesinnenministeriums und ranghohen türkischen Beamten in Berlin geplant. Es gebe ein Interesse daran, dass man wieder in bessere Gesprächsfäden komme, sagte Gabriel am Mittwoch.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Gabriel zu Yücel - „Es gibt keine schmutzigen Deals“

0 Kommentare zu "Gabriel zu Yücel: „Es gibt keine schmutzigen Deals“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%