Gary Cohn Goldman-Manager soll Trumps Top-Wirtschaftsberater werden

Der künftige US-Präsident Donald Trump will angeblich den Goldman-Sachs-Manager Gary Cohn zu seinem Top-Wirtschaftsberater machen. Trump setzt auch bei anderen wichtigen Posten auf einstige Goldman-Mitarbeiter.
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Soll Wirtschaftsberater unter dem zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump werden: Goldman-Sachs-Manager Gary Cohn. Quelle: Reuters
Gary Cohn im Trump Tower

Soll Wirtschaftsberater unter dem zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump werden: Goldman-Sachs-Manager Gary Cohn.

(Foto: Reuters)

WashingtonDer designierte US-Präsident Donald Trump will einem Medienbericht zufolge den Goldman-Sachs-Manager Gary Cohn zu seinem Top-Wirtschaftsberater machen. Trump habe den Präsidenten der Investmentbank, der auch für das Tagesgeschäft zuständig ist und als potenzieller Nachfolger von Vorstandschef Lloyd Blankfein gilt, gefragt, ob er den Nationalen Wirtschaftsrat leiten wolle, berichtete der Sender NBC News am Freitag. Das Gremium koordiniert die Wirtschaftspolitik der Regierung quer durch alle Behörden.

Trump setzt auch bei anderen wichtigen Posten auf einstige Goldman-Mitarbeiter: Das Finanzministerium soll an Steven Mnuchin gehen, Steve Bannon soll Chefstratege werden. Sollte der 56-jährige Cohn in die Politik wechseln, könnte das bei Goldman den Weg für Wall-Street-Manager freimachen, die seit Jahrzehnten bei der Bank sind, aber bislang in der zweiten Reihe Platz nehmen mussten. Bei der Bank war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Klima-Skeptiker, Milliardäre und ein Wall-Street-Anwalt
Dan Coats
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Der künftige US-Präsident Donald Trump will den früheren US-Botschafter in Deutschland, Dan Coats, zum Geheimdienstdirektor ernennen. Coats war von 2001 bis 2005 US-Botschafter in Berlin unter Präsident George W. Bush. 2011 warf er Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, sich mit der deutschen Enthaltung beim Militäreinsatz in Libyen isoliert zu haben. Als ehemaliger Senator vertrat der Konservative zudem den US-Bundesstaat Indiana im Kongress.

Jay Clayton
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Neuer Chef der US-Börsenaufsicht wird unter US-Präsident Donald Trump Jay Clayton. Clayton ist ein Mann der Wall Street. Er arbeitet bisher als Wirtschaftsanwalt in der renommierten Kanzlei Sullivan & Cromwell. Unter anderem war er an den Vorbereitungen für den Börsengang des riesigen chinesischen Internethändlers Alibaba beteiligt.

Robert Lighthizer
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Anfang Januar wurde bekannt, dass Donald Trump den 69-jährigen Robert Lighthizer zum Handelsbeauftragten der US-Regierung machen will. Lighthizer gilt als scharfer Kritiker der Handelsstrategien Chinas und als Protektionist. Der Politikveteran hat als Handelsattaché in der Reagan-Ära zahlreiche bilaterale Abkommen ausgehandelt und den Umfang unfairer Einfuhren in die USA deutlich reduziert.

Carl Icahn
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Trump wird sich zukünftig beim Starinvestor Carl Icahn Tipps zu Regulierungsfragen holen. Icahn wird kein offizieller Regierungsmitarbeiter und für seine Dienste auch nicht bezahlt, sagte ein Trump-Sprecher. Nach Trumps Wahl setzen viele darauf, dass der 70-jährige Immobilien-Milliardär die Wirtschaft unter anderem mit einer Deregulierungswelle in Schwung bringen will. Icahn ist Großaktionär mehrerer Konzerne und vielen für ein aggressives Geschäftgebaren bekannt.

Peter Navarro
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Der durch seine Bücher wie „Tod durch China“ bekanntgewordene Ökonom Peter Navarro wird in den Nationalen Handelsrat des Weißen Hauses berufen. Der 67-jährige Wirtschaftsprofessor der University of California beriet Trump bereits im Wahlkampf. In seinem Buch „Tod durch China: Wie Amerika seine industrielle Basis verlor“, das die Grundlage für einen Dokumentarfilm lieferte, wirft er der Volksrepublik beispielsweise den Diebstahl geistigen Eigentums vor.

Innenminister: Ryan Zinke
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Der Kongressabgeordnete war Kommandeur der Marine-Infanterie-Elitetruppe Navy SEALs. Das Ministerium verwaltet rund ein Fünftel der öffentliche Flächen des Landes, darunter Nationalparks. Es ist in den USA nicht für die innere Sicherheit zuständig. Das übernehmen die Ministerien für Justiz und Heimatschutz. Zinke ist gegen die Privatisierung von öffentlichem Grundbesitz, hat aber auch für Gesetze gestimmt, die Umweltauflagen in solchen Gebieten aufweichen. Trump will auf Staatsgebiet verstärkt Ölbohrungen und Bergbau erlauben.

Rex Tillerson (l.) - Außenminister
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Der Chef des US-Ölkonzerns Exxon Mobil, Rex Tillerson, soll Außenminister werden. Das ist aus dem Umfeld von Donald Trump zu hören. Der 64-Jährige hat gute Beziehungen zu Russland, das Bild zeigt Tillerson im Jahr 2012 bei einem Aufeinandertreffen mit dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin.

Trump sucht gerade vor der Amtsübernahme am 20. Januar Kandidaten für sein Kabinett. Einige wichtige Posten sind noch offen, darunter das Außenministerium. Das Innenministerium soll nach Angaben von Insidern an die Kongressabgeordnete Cathy McMorris Rodgers gehen. Sie ist eine Unterstützerin der Öl- und Gasindustrie und Klimawandel-Skeptikerin. Sollte sie ernannt werden, könnte die Branche leichteren Zugang zu mehr als einem Viertel des US-Territoriums bekommen, auf dem Nationalparks oder Indianerreservate liegen. Diese sind besonders geschützt. Ölbohrungen oder Bergbau sind dort schwierig oder verboten.

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