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Gasfeld in Groningen „Unangenehme Überraschung“: Niederlande verärgert über deutschen Wunsch nach mehr Gaslieferungen

Der niederländische Wirtschaftsminister Stef Blok verabschiedet sich mit einem geharnischten Brief an seinen Kollegen Robert Habeck aus dem Ministeramt.
10.01.2022 - 17:20 Uhr
Der Wirtschaftsminister der Niederlande zeigte sich von Deutschland „unangenehm überrascht“. Quelle: imago images/ANP
Stef Blok

Der Wirtschaftsminister der Niederlande zeigte sich von Deutschland „unangenehm überrascht“.

(Foto: imago images/ANP)

Berlin Deutschland versucht derzeit vehement, seine Gasversorgungslage zu verbessern. Deutsche Ferngasnetzbetreiber haben im Dezember in Absprache mit dem Bundeswirtschaftsministerium und der Bundesnetzagentur bei ihren niederländischen Kollegen für den jetzigen und künftigen Winter höhere Liefermengen angefragt. Das wiederum hat bei der niederländischen Regierung für Befremden gesorgt.

In einem Schreiben des niederländischen Wirtschaftsministers Stef Blok an seinen Amtskollegen Robert Habeck (Grüne), das dem Handelsblatt vorliegt, heißt es, man empfinde die Anfrage aus Deutschland als „unangenehme Überraschung“. Blok schied allerdings am Montag aus dem Amt. Der Brief datiert vom 27. Dezember.

Eine Erhöhung der Lieferungen nach Deutschland stelle „ein Risiko für die niederländische Versorgungssicherheit dar“ und könnte erhebliche Debatten in den Niederlanden auslösen, schreibt Blok. „Wie Sie sich vorstellen können, wäre den Bürgern von Groningen jede Produktionssteigerung im Groninger Gasfeld schwer zu erklären“, heißt es in dem Brief.

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