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Gasstreit Kiew überweist erste Rate an Moskau

Kiew setzt ganz auf eine militärische Lösung im Konflikt mit den Separatisten. Diese sorgen inzwischen für ein neues Verwirrspiel um vermisste Beobachterteams der OSZE. Im Gasstreit zeichnet sich ein Fortschritt ab.
30.05.2014 Update: 31.05.2014 - 01:10 Uhr 4 Kommentare

Die Angst geht um in Donezk

Kiew/Lugansk In den Wirren der Kämpfe in der Ostukraine hat die OSZE zuletzt gleich zwei Beobachterteams vermisst – obwohl eines angeblich von Separatisten auf freien Fuß gesetzt wurde. Nach den verlustreichen und blutigen Gefechten der vergangenen Tage kündigte die Regierung in Kiew an, der Kampf gegen die Separatisten werde bis zur vollständigen Befreiung des Ostens fortgesetzt. In Berlin erzielten Vertreter Russlands und der Ukraine erste Fortschritte bei den Gesprächen über Moskauer Gaslieferungen.

Bewaffnete Kräfte im Osten der Ukraine brachten ein weiteres Beobachterteam der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in ihre Gewalt. Der Kontakt zu den vier internationalen Beobachtern und einem ukrainischen Übersetzer sei Donnerstagabend gegen 19.00 Uhr abgebrochen, teilte die OSZE am Freitag in Wien und Kiew mit. Die Bewaffneten hätten die Gruppe, die in zwei Fahrzeugen unterwegs gewesen sei, in der Stadt Sewerodonezk gestoppt, die etwa 100 Kilometer von Lugansk entfernt ist.

Ein anderes Team mit vier Beobachtern wird in der Ostukraine bereits seit dem 26. Mai vermisst. Berichte über deren angebliche Freilassung durch prorussische Separatisten in Lugansk wollte die OSZE nicht bestätigen. Man habe keinen Kontakt zu dem Team und könne die Angaben nicht verifizieren, sagte am Nachmittag ein OSZE-Sprecher in Wien. Zuvor hatte der Separatistenführer Alexej Tschmilenko der russischen Agentur Interfax gesagt, die Beobachter seien auf freien Fuß gesetzt worden. Man habe sie gewarnt, sich künftig nicht mehr ohne Voranmeldung auf dem Gebiet der „Volksrepublik Lugansk“ aufzuhalten.

„Moskau wird immer falsch spielen“

Die prowestliche Führung in Kiew bekräftigte nach den schweren Kämpfen mit Dutzenden Toten ihr Ziel einer vollständige Befreiung der Ostukraine von den Aufständischen. Der „Anti-Terror-Einsatz“ gegen prorussische Separatisten werde erst nach einer vollständigen Stabilisierung der Lage beendet, sagte der kommissarische Verteidigungsminister Michail Kowal. „Wir werden weitermachen, solange die Region nicht normal lebt und arbeitet.“

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    Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk forderte den Westen auf, sich dem russischen Vorgehen in der Ostukraine entschlossen entgegenzustellen. „Russland nicht abzuschrecken hätte desaströse Folgen“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Gleichzeitig warf er Moskau vor, für „Spannungen und Terroranschläge“ im Osten der Ukraine verantwortlich zu sein. Für direkte Gespräche zwischen Russland und der Ukraine gebe es momentan kein Vertrauen. „Moskau wird immer falsch spielen.“

    576 Millionen Euro überwiesen
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    4 Kommentare zu "Gasstreit: Kiew überweist erste Rate an Moskau "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • ist doch genial :-)

      da werden Sanktionen gegen Russland ausgesprochen - notfalls sogar wirtschaftliche. Diese Sanktionen schaden dann Europa, denn durch die Hinter/Fordertür erhält Russland über die Ukrainischen Gasdschulden, Geld von Europa. Keine Rubel, sondern Fremdwährungen - Dollars oder Euros. Damit kann dann Russland bequem weiter so wirtschaften wie es möchte. Nur Deutschland leidet gleich zweimal. Einmal durchj die Sanktionen, ein zweites Mal durch die Zahlungen an die Ukraine.

      Himmel, laßt das Land doch pleite gehen. Danach eine saubere! Wahl - dann darf Europa gerne helfen das Land zu entwickeln. Nur bitte, laßt Buchhalter die Pläne machen und keine BWLer oder Controller oder ähnliche. Buchhalter gehen nämlich sorgfältig mit dem Ihnen anvertrauten Geld um.

    • Wie erwartet bezahlt also die EU und damit auch der deutsche
      Steuerzahler fuer die Schulden der Ukraine. Und der lachende
      Dritte ist wieder mal Putin. Ein weiterer sensationeller Erfolg
      unserer Aussenpolitik.

    • Zitat : Im Gasstreit zwischen Moskau und Kiew zeichnete sich aus ukrainischer Sicht ein Kompromiss ab. Der ukrainische Versorger Naftogas habe 786 Millionen US-Dollar (576 Millionen Euro) zur Begleichung von Gasschulden überwiesen

      Na, wer sagt es denn...? Hat die Junta doch weiche Knie bekommen...:-)

      Da muss wohl Öttinger der Junta klar gemacht haben, dass die EU im Winter nicht frieren will und die IWF - Kredite auch einen bestimmten Sinn hatten.

    • Woher das Geld wohl kommen mag. Hat irgend jemand eine Idee?

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