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Gasstreit Moskau wirft Kiew „Erpressung“ vor

Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine droht endgültig zu eskalieren. Bei ausbleibender Zahlung am Montag könnte Gazprom der Ukraine den Gashahn zudrehen - was auch eine Versorgung der EU gefährden würde.
12.06.2014 - 20:02 Uhr 1 Kommentar
Der Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller (links), droht bei einer ausbleibenden Zahlung bis zum Montag den 16. Juni die Gaslieferung einzustellen. Quelle: dpa

Der Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller (links), droht bei einer ausbleibenden Zahlung bis zum Montag den 16. Juni die Gaslieferung einzustellen.

(Foto: dpa)

Moskau Im Streit um unbezahlte Gaslieferungen hat Russland der Ukraine „Erpressung“ und „absurde Forderungen“ vorgeworfen. Moskau erwarte bis Montag (16. Juni), 8.00 Uhr MESZ, von Kiew ultimativ die Zahlung von 1,951 Milliarden US-Dollar (rund 1,44 Milliarden Euro), sagte der Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller, am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge.

Moskau droht Kiew damit, Gas nur noch gegen Vorkasse zu liefern oder den Gashahn abzudrehen. Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für russisches Gas - eine Lieferunterbrechung könnte daher auch die Versorgung der EU gefährden. Der seit Monaten schwelende Streit belastet das seit der Einverleibung der Krim durch Russland ohnehin schwer angespannte Verhältnis beider Länder zusätzlich.

In dem Konflikt sei Gazprom der Ukraine auch auf Bitten der EU-Kommission wiederholt entgegengekommen, sagte Miller. „Damit ist jetzt Schluss, die Frist ist endgültig“, betonte er. Derzeit fordert Gazprom den vertraglich vereinbarten Preis von 485,5 US-Dollar je 1000 Kubikmeter Gas. In Verhandlungen hatten die Russen einen Preis von rund 385 US-Dollar angeboten. Die Ukraine will aber nur 268 US-Dollar zahlen. EU-Energiekommissar Günther Oettinger schloss zuletzt eine Eskalation nicht aus: „Wir bereiten uns auf alles vor.“

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    1 Kommentar zu "Gasstreit: Moskau wirft Kiew „Erpressung“ vor"

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    • "Moskau wirft Kiew „Erpressung“ vor. Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine droht endgültig zu eskalieren. Bei ausbleibender Zahlung am Montag könnte Gazprom der Ukraine den Gashahn zudrehen - was auch eine Versorgung der EU gefährden würde."

      Welch eine IRONIE! Bulgarien wurde gerade vor 2 Tage von der EU *erpresst*, um den Bau von South Stream zu stoppen. Und der South Stream wurde genau deshalb ins Leben gerufen, damit keine Leitung mehr durch die Ukraine gehen muss.

      Hier gibt es nur ein Erpresser und das ist Brüssels. Es werden EU-Staaten und Russland erpresst, damit die Ukraine weiterhin auf Kosten von Russland leben kann, solange man dieses Land geschluckt hat.

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