Gastkommentar Ohne die Jugend ist Europa verloren!

Europas Zukunft entscheidet sich nicht auf dem Finanzmarkt, sondern auf dem Arbeitsmarkt. Die eskalierende Jugendarbeitslosigkeit in den meisten Mitgliedsstaaten muss überwunden werden, damit Europa nicht scheitert.
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Wolfgang Clement war Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit. Quelle: dpa

Wolfgang Clement war Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit.

(Foto: dpa)

DüsseldorfEs scheint im Widerspruch zu allem, was derzeit die Schlagzeilen bestimmt. Und dennoch ist es wohl keine überzogene Einschätzung: Die Zukunft Europas entscheidet sich letztlich nicht auf den Finanzmärkten. Über sie wird auf den europäischen Arbeitsmärkten entschieden. Denn ein Europa, dem sich die Bürger Europas verweigerten, müsste scheitern. Und sie werden sich verweigern, wenn es nicht gelingt, die derzeit in den meisten Mitgliedstaaten der Europäischen Union wieder teils drastisch ansteigende Arbeitslosigkeit und namentlich die buchstäblich den Atem verschlagende Eskalation der Jugendarbeitslosigkeit zu überwinden.

In Brüssel wird seit nunmehr fast 20 Monaten über alles und jedes, was „die Märkte“ angeht, intensivst diskutiert und jetzt auch entschieden, wenn auch nicht immer in logischer Abfolge. Nur eines stand bisher auf keiner aktuellen Tagesordnung, nämlich die Tatsache, dass in Spanien und Griechenland inzwischen jeder zweite Jugendliche ohne Ausbildungsplatz oder Arbeitsplatz ist, dass es in Portugal und selbst im reichen Italien nicht wesentlich besser ist und dass auch in der Mehrheit der anderen Mitgliedstaaten – in Frankreich wie in Großbritannien – längst die Alarmglocken über die wachsende Zahl von jugendlichen Arbeitsuchenden schrillen müssten.

Ein Skandal ist, dass dies nicht längst zu einem herausgehobenen Thema europäischer Erörterungen geworden ist, und es ist durchaus geeignet, den europäischen Einigungsprozess in der Substanz zu gefährden. Wenn der Euro scheitert, scheitert Europa, lautet das Credo von Merkozy. Richtiger ist: Wenn Europa die Jugend verliert, ist Europa verloren!

Dieses Europa war einmal eine Hoffnung, auf Frieden, auf Freiheit und auch auf einen fairen Wohlstand seiner Bürgerinnen und Bürger. Zumindest auf dem Kontinent standen die Volkswirtschaften, auch wenn man es hier oder da in den nationalen Programmen anders las, unter dem Rubrum einer Sozialen Marktwirtschaft. Heute aber wirkt dieses Europa auf die Mehrheit seiner Bürger nach allem, was man aus der Meinungsforschung ablesen kann, wie ein bürokratisches Monstrum, das einer wachsenden Zahl junger Leute keine Zukunftsperspektive vermittelt und sich mehr um Wohl und Wehe der Finanzmärkte sorgt als um seine Arbeitsmärkte. Das ist verheerend!

Europaweites Programm für Wachstum nötig
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21 Kommentare zu "Gastkommentar: Ohne die Jugend ist Europa verloren!"

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  • @MaWo

    Sehen Sie unsere Jugend denn nicht als gefährdet an?

    Die Jugend hat auch aus einem anderen Grund keine Chance. Aufgrund der egoistischen, unsozialen Arbeit der Rot/Grünen-Regierung muss man heute schon von einer Gnade einer frühen Geburt sprechen. Kein "Alter" hat einen Grund mit einem "Jungen" tauschen.

    Die aktuelle Regierung setzt noch einen drauf. Sie verschuldet die Jugend noch mehr. Noch nie waren die Steuereinnahmen so hoch wie jetzt und sie ist so undiszipliniert selbst mit diesen extrem hohen Steuereinnahmen über die Ründe zu kommen.

    Man muss sich nur vorstellen, dass die Parteien (CDU, CSU, FDP, SPD, Grünen) quasi geschlossen für einen "alternativlosen" Rettungsschirm stimmten, um reichen Griechen eine weitere Gelegenheit zu geben, große Barvermögen außer Landes zu schaffen. Während besagte Griechen ihr Geldvermögen zu 100 % retteten, sollen hiesige Steuerzahler einen Großteil des Desasters bezahlen.

    Das Thema muss nachbearbeitet werden! Handelten unsere Abgeordneten vorsätzlich oder sind sie einfach so dumm? Beides Gründe, die Konsequenzen zu ziehen. Guttenbergen und Wulffen dürften gegenüber diesem Problem nur als Ablenkungsmanöver erscheinen.

    Ob es dabei bleiben kann, dass es nur in Athen brennt? So, hat die Jugend jedenfalls keine Chance!

  • 30 - 250 % Jugendarbeitslosigkeit in den Euro-Südländern.

    Könnte das irgendwie mit unserem auf Wettbewerb aufgebauten Wirtschaftssystemen zusammenhängen? Bei Wettbewerben gibt es Gewinner und Verlierer, so einfach ist Tennis.

    Dazu steigt permanent die Produktivität. Immer weniger Menschen produzieren immer mehr Güter.

    Was bitte, sollen/können diese Länder zusätzlich produzieren und auf den Märkten erfolgreich anbieten?

    Wenn man diese Fragen löst, werden sich Investoren finden und diese Menschen wieder in Beschäftigung kommen.

  • Hartz iV und dümmliche Weiterbildungen z.B Verkäufer in einen Pseudo- Einkaufmarkt wo man lernt Waren ohne Ihnhalt über den Scanner zu ziehen. Deutschland hat den Vorteil in wenigen Jahrzehnten keine eigene Jugend mehr zu haben. Dann werden Alte Alte Pflegen und ihr eigenes Grab ausheben müssen. Die Jugend die in Hartz IV ihr Frührentner
    dasein pflegen sind eine Schande wenn man sich das weltweite Elend ansieht.

  • @Realo. Ich stimme Ihnen absolut zu. Sie gehören offenbar zu den wenigen welche wissen was hier in Fernost und Südost Asien los ist. Ich sehe das täglich. Da mault keiner weil es 35° im Schatten ist und die Luftfeuchtigkeit knapp unter 100% liegt.

    Eine Freundin die kürzlich in Deutschland war fragte mich, wie arm ist dein Land geworden. Wir wollen alle deutsche Autos fahren und in Deutschland sah ich so viele Radfahren. Haben die alle kein Geld für ein Auto?

    Noch Fragen an die Gemeinde?

  • "..damit Europa nicht scheitert"

    Dummes Gelaber einer abgehalfterten BRD-Politnutte. Jeder Angehörige des BRD-Prekariats (Parteimitglied von CDU, GRÜNE, SPD, LINKE, ..) sollte spätestens in 2012 kapiert haben, daß es kein "Europa" als politischen Raum gibt.

    Ich habe das Geschwafel von BRD-Politnutten endgültig satt.

  • Jetzt dachte ich, ich bin den Kerl los ... und was ist?

    Das häßliche Gesicht der SPD springt mir aus dem HB entgegen. Na danke ...

    Langweilen Sie sich, Herr Clement? Und warum müssen Sie dann Ihre Umwelt auch noch langweilen?

    Könnten Sie sich bitte in ein kleines Logikwölkchen auflösen, bitte!

  • Zu WAS soviel Blabla?
    Hier ist der Ursprung der Sache:

    http://ec.europa.eu/europe2020/pdf/ags2012_annex3_de.pdf

    So.Nun guckt mal schön,was der Artikel NICHT sagt.Macht doch auf "EU-Kommission" ein Lesezeichen.

  • Erstaunlich, dass so ein Dummkopf mal Wirtschaftsminister war. Es kann doch nicht sein, dass D für Förderung der Arbeitsplätze der Jugend in anderen Staaten auch noch zahlen muss? Als ein ehemaliger Wirtschaftsminister müssten Sie doch die einfache Logik verstanden haben, dass ohne Investitionen keine Arbeitsplätze geschaffen werden können. Mit Investitionen meine ich nicht Subventionen. In diesen Ländern, die sie erwähnen, findet gerade ein Kapitalflucht statt, sprich keiner will investieren!!! Wenn keiner investieren will, womit sollen dann die Arbeitsplätze entstehen. Wieviel Geld haben die Griechen aus ihrem Land rausgeschafft????

  • Wenn ich mir manche Kommentare hier ansehe, komme ich sofort auf DIE Lösung: ALLE Staaten exportieren, soviel sie können - natürlich bei gleichzeitigem Clementschem Gürtelengerschnallen - und häufen nach deutschem Vorbild Jahr für Jahr weltmeisterliche Überschüsse an. Wirklich ausnahmslos ALLE Staaten. Schuldenmachen? Importüberschuß? STRENG VERBOTEN!

    Und jetzt möge man mich aufkären, welche Marsmännchen eigentlich die ganzen Exportüberschüsse aufkaufen sollen, damit die Welthandelsströme mathematisch ausgeglichen sind.

    Und wenn wir schon bei offenen Fragen sind: Was passiert eigentlich mit Staaten, die unter Schulden zusammenbrechen? "Verschwinden die dann vom Markt" wie ein Unternehmen? Und die Einwohner gleich mit? Oder wechseln die dann einfach zum Exportweltmeister? Das dürften bei einigen hier Abwehrreflexe auslösen, oder?

    Glaubt mal alle weiter an die Betriebswirtschaft, die wirds schon richten.

  • Geld kann man nicht fressen.

    Aber wenn die CDU weiterhin gegen uns so kämpft (Internet), muss sie sich net wundern, wenn wir erst die Piraten wählen und dann wissen,e s geht auch ohne SPD, CDU, FDP

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