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Gaza-Streifen Wirtschaft „am Rande des Zusammenbruchs“

Die Lage im Gaza-Streifen ist laut Weltbank dramatisch: Die Arbeitslosigkeit ist so hoch wie in kaum einer anderen Gegend, viele Menschen leben in Armut. Die Organisation fordert nun, dass Israel seine Blockade lockert.
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Wiederholte Kriege haben die Wirtschaft in dem kleinen Palästinensergebiet stark geschwächt. Quelle: AFP
Kämpfe im Gaza-Steifen

Wiederholte Kriege haben die Wirtschaft in dem kleinen Palästinensergebiet stark geschwächt.

(Foto: AFP)

Tel Aviv Der Gaza-Streifen mit seinen rund 1,8 Millionen Einwohnern steht nach einem Bericht der Weltbank wirtschaftlich am Rande des Zusammenbruchs. Die Arbeitslosenquote in dem kleinen Palästinensergebiet sei mit 43 Prozent „wahrscheinlich die höchste weltweit“, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag. Vier von zehn Menschen lebten unter der Armutsgrenze.

Das Pro-Kopf-Einkommen ist den Angaben zufolge heute 31 Prozent niedriger als zu Beginn der Selbstverwaltung 1994. Als Hauptgründe werden wiederholte Kriege in dem Gebiet sowie die Blockaden von Israel und zum Teil auch Ägyptens angeführt.

Diese Zahlen seien „sehr beunruhigend und die wirtschaftliche Lage besorgniserregend“, sagte der für Gaza und das Westjordanland zuständige Weltbank-Länderchef Steen Lau Jorgensen. Der Weltbank-Bericht soll offiziell in der kommenden Woche in Brüssel vorgestellt werden.

Die Organisation forderte eine Lockerung der Blockade, damit Gazas Wirtschaft sich entwickeln könne. Trotz der „legitimen Sicherheitsbedenken von Nachbarländern“ müssten Wege gefunden werden, um die Einfuhr von Baumaterialien zu verbessern.

Israel hat den Gazastreifen seit 2007 fast vollständig für den Güter- und Personenverkehr abgeriegelt. Damals übernahm die radikal-islamische Hamas nach einem blutigen Kampf die Macht. Zuletzt hatte Ägypten seine Grenze zum Gazastreifen geschlossen.

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  • dpa
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