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Gazakonflikt Amnesty beschuldigt Israel der Kriegsverbrechen

50 Tage lang bekriegten sich das israelische Militär und Hamas-Anhänger im Juli und August in Gaza, mehr als 2100 Palästinenser kamen dabei ums Leben. Amnesty International wirft Israel „hartherzige Gleichgültigkeit“ vor.
Palästinenser stehen in den Trümmern ihrer Häuser in Gaza nach zwölfstündigen Angriffen im Juli. Quelle: ap

Palästinenser stehen in den Trümmern ihrer Häuser in Gaza nach zwölfstündigen Angriffen im Juli.

(Foto: ap)

Jerusalem Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Israel vorgeworfen, im jüngsten Gazakonflikt im Sommer Kriegsverbrechen begangen zu haben. Das Land habe bei Angriffen auf Familienhäuser im dicht besiedelten Gazastreifen „hartherzige Gleichgültigkeit“ an den Tag gelegt, kritisierte Amnesty in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht.

Das israelische Außenministerium wies die Erkenntnisse des Berichts zurück. Die Menschenrechtsorganisation ignoriere „dokumentierte Kriegsverbrechen, die von der Hamas verübt wurden“, hieß es. Bei dem 50-tägigen Krieg waren zwischen Anfang Juli und Ende August mehr als 2100 Palästinenser ums Leben gekommen, die meisten davon Zivilisten. Auf israelischer Seite starben 72 Menschen, darunter 66 Soldaten.

Der israelische Militäreinsatz im Gazastreifen begann, nachdem die Raketenangriffe von der im palästinensischen Küstenstreifen herrschenden Hamas zugenommen hatten. Israel nahm nach der Entführung und Ermordung dreier israelischer Teenager zudem Dutzende Hamas-Aktivisten im Westjordanland fest.

  • ap
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