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Gebietsreform in Frankreich Hollande plant Zusammenlegung einzelner Regionen

Schlanker gleich günstiger, lautet das Motto: Frankreichs Staatschef Hollande will zügig eine Gebietsreform umsetzen. Für Regionen wie das Elsass und Lothringen dürfte die Zeit der Eigenständigkeit bald vorbei sein.
02.06.2014 Update: 03.06.2014 - 03:45 Uhr 3 Kommentare
Schrumpf-Reform: Frankreichs Staatschef Hollande will die Zahl der französischen Regionen von 22 auf nur noch 14 verringern. Quelle: AFP

Schrumpf-Reform: Frankreichs Staatschef Hollande will die Zahl der französischen Regionen von 22 auf nur noch 14 verringern.

(Foto: AFP)

Paris Im Zuge einer großen Gebietsreform soll die Zahl der französischen Regionen von 22 auf nur noch 14 schrumpfen. Präsident François Hollande schlug am Montagabend vor, unter anderem das Elsass und Lothringen sowie den Burgund und die Franche-Comté zusammenzulegen. Unter anderem sei die Fusion der Regionen Picardie und Champagne-Ardenne sowie Auvergne und Rhône-Alpes vorgesehen. Nach Angaben des Elysée-Palastes sollen auch die Regionen Midi-Pyrénées und Languedoc zusammengehen.

Das Projekt ermögliche es, Regionen von „europäischer Größe“ zu schaffen, sagte er. Unverändert in ihrem Zuschnitt sollen demnach lediglich die Regionen Bretagne, Pays-de-la-Loire, Aquitaine, Nord-Pas-de-Calais, Korsika, Île-de-France und Provence-Alpes-Côte d'Azur bleiben.

Damit sollten die Regionen gestärkt werden, die fortan zudem "mehr Verantwortung" bekommen sollten, schreibt Hollande in einem Meinungsbeitrag, der am Dienstag in mehreren regionalen Tageszeitungen erscheint. Als Beispiele nannte er Bereiche wie die Wirtschaftsförderung und Verkehrsfragen. Die Gebietsreform solle dem Pariser Parlament vorgelegt werden.

Als Hintergrund der geplanten Reform gelten vor allem die Schuldenprobleme Frankreichs. Die Verschlankung der Verwaltung soll einen Beitrag dazu leisten, bis 2017 rund 50 Milliarden Euro einzusparen. Für die Überseegebiete gibt es bislang keine Zusammenlegungspläne. Dort gibt es fünf weitere Regionen.

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    Einen konkreten Termin für die Gebietsreform nannte Hollande nicht. Er kündigte jedoch an, die im März anstehenden Regionalwahlen auf den Herbst 2015 zu verschieben, um bereits Vertreter für die neuen Strukturen bestimmen zu können.

    Die Parlamentarier auf nationaler Ebene forderte Hollande auf, dem Projekt keine Steine in den Weg zu legen - dazu sei es für die Zukunft des Landes zu wichtig.

    Neben der Gebietsreform schlug Hollande zudem für den Zeithorizont 2020 die Auflösung der Generalräte vor, die oberstes Organ der unter den Regionen angesiedelten Départements sind. Dafür ist jedoch eine Verfassungsänderung erforderlich.

    • dpa
    • afp
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    3 Kommentare zu "Gebietsreform in Frankreich: Hollande plant Zusammenlegung einzelner Regionen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • So etwas wäre in Deutschland nicht möglich!
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      Selbst eine Zusammenlegung von Hamburg mit Niedersachsen oder Berlin mit Brandenburg wird abgelehnt.
      Uns jetzt soll das im sozialistisch regierten Frankreich funktionieren? Das sind wohl Wunschträume von Hollande, oder ist das dem Wahlerfolg der FN geschuldet?
      Und will er dann die überflüssigen Beamten in die Frühpension schicken?

    • Fragt sich nur was Hollande mit den frei werdenden Angestellten machen will. Die kann er kaum ohne große Demonstrationen einfach nach Hause schicken. Er wird sie weiter gut füttern müssen... und damit ist diese Reform wieder nur Makulatur.

    • Wäre ausnahmsweise mal was gutes vom Turbo-Sozialisten Hollande.

      Und Deutschland könnte sich davon was abschauen: Denn Mini-Länder wie Saarland oder Bremen, verursachen auch bei uns nur gewaltige Verwaltungskostenkosten.

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