Gedenkfeier Putin rügt "Geschichtsfälschung"

Wladimir Putin hat bei einer Gedenkveranstaltung vor "Geschichtsfälschung" gewarnt.
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Medwedew und Putin am Grab des Unbekannten Soldaten in Moskau. Quelle: Reuters

Medwedew und Putin am Grab des Unbekannten Soldaten in Moskau.

(Foto: Reuters)

MoskauDer russische Regierungschef Wladimir Putin hat am 70. Jahrestag des Angriffs von Hitler-Deutschland auf die Sowjetunion erneut scharf vor „Geschichtsfälschung“ gewarnt. Wer die Verdienste Russlands bei der Befreiung Europas infrage stelle, ziehe „die moderne Weltordnung in Zweifel“. Das sagte Putin nach Angaben des Staatsfernsehens bei einer Gedenkveranstaltung am Mittwoch in Moskau.

Auch Kremlchef Dmitri Medwedew warnte bei einem Treffen mit Veteranen vor einer „Umdeutung der Geschichte“. Gemeinsam mit Putin legte der Staatschef Blumen am Grabmal des Unbekannten Soldaten nieder. Auch andere Ex-Sowjetrepubliken gedachten des Angriffs 1941.

Vertreter deutscher Stiftungen eröffneten im Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges in Moskau eine Ausstellung über NS-Zwangsarbeiter. Am 22. Juni 1941 waren rund drei Millionen deutsche Soldaten in die Sowjetunion einmarschiert.

Schätzungen zufolge wurden bis 1945 etwa 27 Millionen Sowjetbürger getötet. Damit beklagte die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg mehr Opfer als jedes andere Land. Anders als der Tag des Sieges über Nazi-Deutschland am 9. Mai wird der Tag des Kriegsbeginns in Russland eher verhalten begangen.

  • dpa
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4 Kommentare zu "Gedenkfeier: Putin rügt "Geschichtsfälschung""

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  • Von Befreiung Eurpas kann wohl nicht so ganz die Rede sein.
    Denn die Sowjets haben die europ. Länder nicht befreit sndern besetzt.
    Aber der lupenreine Demokrat Putin muß es ja so drehen.
    Und das inzwischen sozialsitische Deutschland macht ja fröhlich mit. Ganz DDR eben.
    Denn schließlich war ja auch da die Sowjetunion der große Bruder und Kriegsaufarbeitung fand ind er DDR nciht statt

  • Das verbietet der Opportunismus und könnte den "lupenreinen Demokraten" Putin (Zit. G. Schröder) sehr erzürnen. Die uns verkündeten "Wahrheiten" sind inzwischen mit denen vergleichbar, die in der früheren DDR offiziell verkündet wurden. Deren Ende ist bekannt, die Folgeschäden sind bis heute nicht beseitigt. Ironie der Geschichte: Die Polen sollen nun für die Sicherheit Deutschlands im Osten sorgen.

  • Alle Völker aller Länder, die die Russen "befreit" hatten sind inzwischen mehr als froh, diese loszusein. Für wie lange ist nun die primäre Frage. Kein Wort zu den von den Russen okkupierten Gebieten Finnlands, von der Gebietverlagerung Polens, zur Okkupation der baltischen Staaten bis in die 90er Jahre hinein. Die Verkürzung der historischen Wahrheiten ist auch Geschichtsfälschung.

  • Ah, und wie wäre es mit einer Ausstellung über deutsche Zwangsarbeiter, z.B. in der ehemaligen Sowjetunion, oder auch Frankreich?

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