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Gedenktag Landesweite Proteste am Juneteeth-Tag in den USA

Am 19. Juni gedenken die Amerikaner dem Ende der Sklaverei. Angesichts der rassistischen Vorfälle in den vergangenen Wochen protestierten Tausende im ganzen Land.
20.06.2020 Update: 20.06.2020 - 12:17 Uhr Kommentieren
Der Juneteeth-Tag erinnert an die historische Verkündung eines Dekrets zum Ende der Sklaverei. Quelle: Reuters
Menschen demonstrieren am 19. Juni in Seattle

Der Juneteeth-Tag erinnert an die historische Verkündung eines Dekrets zum Ende der Sklaverei.

(Foto: Reuters)

Atlanta, San Francisco In den USA haben Demonstranten im ganzen Land an das Ende der Sklaverei vor 155 Jahren erinnert und gegen Rassismus protestiert. Von New York über Chicago bis nach Oakland standen die Kundgebungen, Märsche und Autokorsos anlässlich des „Juneteenth"-Tages dieses Jahr im Zeichen der seit vier Wochen anhaltenden Proteste gegen Polizeibrutalität und Diskriminierung.

Deren Auslöser war die Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz am 25. Mai in Minneapolis. Weil wegen der Corona-Pandemie zahlreiche offizielle Veranstaltungen abgesagt werden mussten, gab es stattdessen diesmal auch viele virtuelle Treffen im Internet.

Anti-Rassismus-Demonstration hat es am Freitag nicht nur auf den Straßen sondern auch im Wasser gegeben. In der Bucht von San Francisco stürzten sich viele Hundert Schwimmer für eine Protestaktion ins Meer. Vor der Kulisse der historischen Alcatraz-Gefängnisinsel hielten sie schwimmend ein großes „Black Lives Matter“-Schild hoch.

Auch in der Innenstadt von San Francisco, am Hafen von Oakland und an zahlreichen anderen Orten versammelten sich Zehntausende, um gegen Rassismus, Diskriminierung und Polizeigewalt zu demonstrieren.

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    Protestler stürzen Statue in Washington

    Demonstranten haben die einzige Statue eines Südstaatengenerals in Washington gestürzt. Sie zerrten das 3,4 Meter hohe Standbild von Albert Pike (1809 bis 1891) am Freitag, dem Gedenktag an die Abschaffung der Sklaverei in den USA, vom Sockel, zündeten ein Feuer an und riefen: „Keine Gerechtigkeit, kein Frieden“ und „Keine rassistische Polizei“. Die meisten Demonstranten gingen nach dem Sturz der Statue friedlich in den Lafayette-Park in der Nähe des Weißen Hauses zurück. Die Polizei beobachtete die Szene, griff aber nicht ein.

    US-Präsident Donald Trump kritisierte Bürgermeisterin Muriel Bowser und forderte die sofortige Festnahme der Beteiligten. Die Polizei tue ihre Arbeit nicht, twitterte er. Es sei eine Schade für das Land, dass die Statue „verbrannt“ worden sei. Das Strandbild ist aus Bronze, deren Schmelzpunkt bei mehr als 800 Grad Celsius liegt.

    Pike hatte im Sezessionskrieg 1861 bis 1865 aufseiten der Südstaaten gefochten, die für den Erhalt der Sklaverei kämpften. Sie wurde nach dem Sieg der Nordstaaten in den gesamten USA aufgehoben.

    „Juneteeth“ setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern für „Juni“ und „neunzehnter“, also „June“ und „nineteenth“. Am 19. Juni 1865 verlas ein General der siegreichen Unionsarmee nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs in Texas die Proklamation zur Abschaffung der Sklaverei. 1980 wurde „Juneteenth“ zum offiziellen Feiertag in Texas, es folgten 45 weitere Bundesstaaten und der Regierungsbezirk Washington D.C.

    Mehr: Morgan Stanley muss sich gegen eine Klage ihrer ehemaligen Diversity-Managerin wehren. Aber auch andere Unternehmen müssen sich auf Rassismus-Klagen einstellen, berichtet Handelsblatt-Korrespondentin Katharina Kort.

    • rtr
    • ap
    • dpa
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