Geert Wilders in Dresden Rechts und blond – Hoffnung für Pegida?

In den Niederlanden ist Geert Wilders politisch isoliert. Nun sucht der Rechtsaußen eine neue Bühne und Verbündete – wie bei Pegida in Dresden, wo er heute bei einer Massenkundgebung sprechen soll.
8 Kommentare
Geert Wilders soll der Pegida-Bewegung in Dresden neuen Schwung geben. Quelle: Reuters
Blick stramm nach rechts

Geert Wilders soll der Pegida-Bewegung in Dresden neuen Schwung geben.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfEr kommt so ganz anders daher als seine Gesinnungsgenossen aus Dresden oder Paris. Längst nicht so rustikal wie Pegida-Chef Lutz Bachmann und nicht so wütend im Ton wie Marine Le Pen, Chefin der französischen rechtsextremen Front National. Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders, in akkurat geschnittenem Anzug, wirkt stets gefasst und kommt bei seinen Auftritten ganz ohne Geschrei aus.

In Dresden wird der 51 Jahre alte Wilders an diesem Montag zu einer Kundgebung der anti-islamischen Pegida-Bewegung erwartet und will dort als Redner auftreten. Für die Polizei wird es ein weiterer Großeinsatz. Der schlanke Politiker aus Venlo soll die Pegida-Thesen in griffige Propaganda-Parolen pressen. Dass er darin gut ist, hat er in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt.

Er inszeniert sich gern als einer, der Themen anspricht, bei denen andere „wie der Vogel Strauß nur den Kopf in den Sand stecken“, wie er selbst sagt. Nur nette Worte hat Wilders deshalb auch nicht für Pegida-Chef Bachmann: „Das war sehr dumm von ihm. Aber wir machen alle Fehler“, sagte er zu Bachmanns „Hitler-Bärtchen-Selfie“. Doch das war’s auch schon mit der Kritik am Pegida-Chef.

Der Chef der niederländischen Partij voor de Vrijheid (PVV, Partei für die Freiheit) trägt in seiner Heimat den Spitznamen Mozart – wegen der weißblonden Haartolle. Tatsächlich wirkt er nicht ganz wie der Haudrauf-Politiker. Zumindest optisch. Brachial wird der Rechtspopulist mit seinen Parolen aber umso mehr.

Wilders versteht es, seine Ideen und Sichtweisen mit Appellen für Freiheit zu verbinden, zuletzt etwa bei einer Veranstaltung der rechtspopulistischen FPÖ Ende März in Österreich in der Wiener Hofburg. „Wir werden den Islam besiegen“, ist so eine griffige Parole. Oder „Kein Islam mehr. Genug ist genug.“ Solche Parolen verbindet er geschickt mit Sätzen wie „Lang lebe die Freiheit“ oder Fragen, die schwer zu verneinen sind: „Lieben Sie Ihre Frau? Lieben Sie Ihren Mann? Lieben Sie Ihre Kinder?“

Als Sohn einer indonesischen Mutter, der bereits viele Länder der arabischen Welt bereist hat, gilt er seinen Anhängerin als einer, der weiß wovon er spricht.

In seiner Heimat hat Wilders seine Rolle allerdings offenbar ausgespielt. Die Medien und die etablierten Parteien ignorieren ihn weitgehend. Hinzu kommt die erzwungene Isolation: Seit der islamische Fundamentalist Mohammed Bouyeri den Regisseur und Filmemacher Theo van Gogh am 2. November 2004 ermordet hat, steht Wilders wegen Morddrohungen unter ständigen Polizeischutz. Er und seine ungarische Frau Krisztina, die er angeblich nur „alle ein, zwei Wochen“ sieht, müssten in „safe houses“ leben oder gar in Gefängniszellen.

Doch auch diese Einschränkung weiß Wilders zu nutzen und sich damit als Märtyrer zu inszenieren. „Ich verspreche Ihnen, ich werde trotz alledem nichts anderes als die Wahrheit sagen“, sagte er in der Wiener Hofburg. Das kommt bei den österreichischen Rechten gut an. Das wird es auch bei Pegida, wo das Gefühl, man spreche Wahrheiten aus, an die sich sonst niemand heranwagt, ebenfalls groß ist.

Al-Qaida und die Behörden: „Alle gegen mich“
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Geert Wilders in Dresden - Rechts und blond – Hoffnung für Pegida?

8 Kommentare zu "Geert Wilders in Dresden: Rechts und blond – Hoffnung für Pegida?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • da war ich wohl zu schnell, die Seite gibt's wohl nicht mehr, aber dieses Zitat ist immer mal wieder im Netz zu finden. Diese Zitat auf die Realität in Europa gelegt passt einfach zu gut um falsch zu sein. Da werden die Bilderberge sich schon was bei gedacht haben, die alten Schlawiner.

  • Zitat vom NWO Anhänger und Globalisierungs- Fanatiker Thomas Barnett:

    “Das Endziel ist die Gleichschaltung aller Länder der Erde, …durch die Vermischung der Rassen, mit dem Ziel einer hellbraunen Rasse in Europa, dazu sollen in Europa jährlich 1,5 Millionen Einwanderer aus der dritten Welt aufgenommen werden.

    Das Ergebnis ist eine Bevölkerung mit einem durchschnittlichen IQ von 90, zu dumm zu Begreifen, aber Intelligent genug um zu Arbeiten.”

    “Jawohl, ich nehme die Vernunftwidrigen Argumente unserer Gegner zur Kenntnis, doch sollten sie Widerstand gegen die Globale Weltordnung leisten, fordere ich „We shall kill them“ (wir werden sie töten).”

    Quelle: gefunden bei eisenblatt.net

    Ist da was dran?

  • An Herrn Franz Greulich,
    Sie meinen, mein "Artikel" sei nicht sachlich. Scheinbar ist Ihnen nicht der Unterschied zwischen einem Bericht und einem Kommentar bekannt. Ein Bericht hat immer sachlich zu bleiben, ein Kommentar lebt sehr wohl davon, die Meinung des Kommentators widerzuspiegeln.
    Sie beschweren sich über den sogenannten Hass, der von Pegida ausgeht. Nun ist es leider nicht so, dass Menschen alles billigen, was man mit Ihnen macht. Sie glauben wohl, dass der "Sich Luft verschaffene Hass" nur von Ihrer linkspopulistischen Seite ausgehen darf, damit er wohligen Anklang in den Mainstream-Medien-Propaganda findet.
    Wer auf der Mainstream-Seite rudert, ist permanent abgesichert durch die breite Öffentlichkeit. Auch Sie werden sich eines Tages fragen, wie konnte ich nur ein System unterstützen, dass derartige menschenverachtende verfassungswidrige Organisationen und Glaubensgemeinschaften wie den Islam bedingungslos billigt.
    Frauen schulden keiner einzigen Religion Dank für auch nur einen Impuls der Freiheit.
    (Susan Brownell Anthony, am. Pionierin der Frauenbewegung, 1820-1906)

  • Deutschland ist zum Sozialamt für die Welt geworden.
    MP Geerd Wilders und die Pegida Anhänger haben für Islamisten kein Verständnis. Die sozialen Zuwendungen für Ausländer sprengen den wirtschaftlichen Haushalt. Die Praxis zeigt, dass viele Ausländer die Hände aufhalten und die deutsche Sprache nicht lernen wollen, so dass sie niemals vermittelbar sind.
    Europa sollte Entwicklungs- und Krisenländer unterstützen, so dass sich dort eine vernünftige Industrie aufbauen lässt. Was macht das für einen Sinn, dass die Fachkräfte abgeworben werden, die doch in deren Länder dringend nötig sind. Damit verschärft sich die wirtschaftliche und politische Situation in den Entwicklungsländern noch mehr.

  • @ Greulich

    Die Kirche und die Religionen waren stets die schlimmste Geißel in der Geschichte der Menschheit.

    Was geschieht denn, wenn ein Muslim Schweinefleisch frisst? Fährt er dann in die Hölle ein?


    Verschonen Sie uns mit dieser kranken Ideologie namens Religion - egal, woher sie kommt.

    Und der Islam gehört zurück in die Mottenkiste, mitsamt dessen Betbrüdern und Schwestern.

  • Wenn der Typ blond ist bin ich grün.

  • An Hern Axel Cordi mit dem EIntrag vor mir: Ihr Artikel ist ebenso nicht mehr sachlich: "Einfach nur billig und antifa-linksextrem" hat werder einen sachlichen Inhalt, noch passt er auch nur enfernt zum Artikel. Leider habe ich diese seltsame Doppelmoral bei PEGIDA nun schon oft erlebt; zum letzten "Abendspaziergang" wurden Kirchenmitarbeiter mit "Kehle durchschneiden" bedroht. Vermutlich sind läutende Kirchenglocken im Sinne von PEGIDA tatsächlich links-grüner Terror.
    Das ist mehr als Peinlich; das ist gefährlich dumm. Bei so viel Hass können wir die Frauenkirche 2045 wieder als Ruine besichtigen.

  • Totgesagte leben länger. Wenn man sich die Machrichten so anschaut und durchliest, könnte man meinen, in Dresden tritt heute Abend Adolf Hitler persönlich auf.
    Schon allein die Überschrift hier "Rechts und blond - Hoffnung für Pegida" zeigt klar, dass hier sachlich gar nicht mehr argumentiert wird. Einfach nur billig und antifa-linksextrem.

    "In seiner Heimat hat Wilders seine Rolle allerdings offenbar ausgespielt. Die Medien und die etablierten Parteien ignorieren ihn weitgehend."

    Nur äußerst merkwürdig, dass seine Bücher auf den Bestsellerlisten in den Ländern zählen, wo man sie denn bekommt.
    Selbst der Dümmste hier wird irgendwann mal merken, dass die Lügereien der Saison-Politiker und Medien nur dazu dienen, sich selbst solange wie möglich an der Macht zu halten und dem Islam seinen Machtanspruch schleichend zu gewähren.

    Komisch auch, dass beispielsweise eine IGMG (Islampartei) durch den Verfassungsschutz beobachtet wird.
    Vielleicht mag es daran liegen, dass die deutsche Polizei besser darüber informiert ist, von welchen Gruppen die meisten kriminellen Verbrechen ausgehen. Verschwiegenheit, unsachliche Berichterstattungen und Belügungen werden diese Probleme jedenfalls nicht lösen

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%