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Gegen den IS Pentagon unterstützt syrische Rebellen mit Luftschlägen

Die USA dehnen ihr militärisches Engagement im Kampf gegen den IS in Syrien aus. Erstmals wurden von den Vereinigten Staaten ausgebildete Rebellen unterstützt. Russland verurteilte die „Einmischung“.
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Die USA unterstützen mit Luftangriffen erstmals von ihnen ausgebildete Rebellen. Quelle: dpa
Kampf gegen den IS

Die USA unterstützen mit Luftangriffen erstmals von ihnen ausgebildete Rebellen.

(Foto: dpa)

Washington Die USA haben nach eigenen Angaben erstmals eine von ihnen ausgebildete Rebellengruppe in Syrien mit einem Luftangriff unterstützt. Der Luftangriff vom Freitag sei zum Schutz der Gruppe Neues Syrien erfolgt, teilte das US-Verteidigungsministerium am Montag in Washington mit. Das Weiße Haus hatte zuvor den syrischen Machthaber Baschar al-Assad davor gewarnt, die vom US-Militär ausgebildeten Einheiten zu behindern.

„Wir werden handeln, um die Gruppe Neues Syrien, die wir ausgebildet und ausgerüstet haben, zu verteidigen“, erklärte Pentagon-Sprecher Bill Urban. Zuvor hatte ein Regierungsvertreter erklärt, die US-Armee habe Stellungen der islamistischen Al-Nusra-Front bombardiert und damit auf einen Angriff der Islamisten auf von den USA ausgebildete Rebellen reagiert.

Mitte Juli waren mehr als 50 von den USA ausgebildete und ausgerüstete Rebellen mit dem Namen Division 30 in den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien gezogen. Die Al-Nusra-Front soll die Rebellengruppe angegriffen und einige ihrer Kämpfer getötet oder verschleppt haben.

Vor Bekanntgabe des US-Luftangriffs hatte der Sprecher von US-Präsident Barack Obama, Josh Earnest, am Montag Assad ausdrücklich davor gewarnt, den vom US-Militär ausgebildeten Einheiten beim Kampf gegen den IS in die Quere zu kommen. Die USA seien zu „zusätzlichen Schritten“ bereit, um die verbündeten Rebellen zu unterstützen, sagte Earnest. Ein Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur AFP, Obama habe dieser Strategie auf Anraten seiner Militärberater zugestimmt.

Die USA fliegen seit dem vergangenen Sommer gemeinsam mit Verbündeten Luftangriffe auf IS-Stellungen. Für den Kampf am Boden setzt Washington auf die irakischen Streitkräfte, kurdische Verbände sowie die moderate Opposition gegen Assad. Der seit mehr als vier Jahren andauernde syrische Bürgerkrieg hatte den Aufstieg von IS begünstigt, der mittlerweile große Gebiete in Syrien und im Irak kontrolliert.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow kritisierte die Äußerungen des Weißen Hauses als „kontraproduktiv“. Nach einem Treffen mit US-Außenminister John Kerry in Doha forderte Lawrow eine „sofortige Beendigung der Einmischung von außen in die syrische Krise“.

Russland ist einer der letzten verbliebenen Verbündeten von Assad. Der US-geführte Militäreinsatz richtet sich gegen den IS und nicht gegen die syrische Regierung, Washington verlangt aber Assads Rückzug von der Macht.

Die Strafmaßnahmen gegen das syrische Regierungslager weitete Washington am Montag aus. Das US-Finanzministerium setzte zusätzlich sieben Institutionen und vier Einzelpersonen auf die Sanktionsliste, zudem wurden sieben Frachter beschlagnahmt.

Das sind die gefährlichsten Länder der Welt
Libyen
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Das Land ist vom Krieg zerrissen. Seit dem Sturz von Diktator Muhammad Gaddafi gilt Libyen als sogenannter „failed state“. Eine funktionierende Regierung gibt es nicht, Investoren machen um das Land einen großen Bogen. Mittlerweile ist das Land auch ins Visier der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ gerückt. Kein Wunder also, dass Libyen laut der aktuellen Karte des Gesundheitsrisikos von „International SOS“ auch hinsichtlich der medizinischen Versorgung eines der gefährlichsten Länder der Welt ist.

(Foto: dpa)
Sierra Leone
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In kaum einem anderen afrikanischen Land wütete hat das Ebola-Virus so brutal, wie im westafrikanischen Sierra Leone, eines der ärmsten Länder der Welt. Die fehlende medizinische Versorgung und das zu späte Einschreiten der internationalen Staatengemeinschaft haben erst möglich gemacht, dass das Virus derart tödliche Ausmaße annahm. Die Ebola-Epidemie konnte mittlerweile eingedämmt werden. Dennoch ist Sierra Leone nach wie vor kein risikoloses Reiseziel.

(Foto: AFP)
Liberia
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Wie Sierra Leone leidet auch Liberia unter der Ebola-Epidemie. Auch hier wurde zu spät reagiert. Zur fehlenden medizinischen Versorgung kommen noch katastrophale hygienische Zustände und die fehlende Sensibilisierung der Bevölkerung hinzu. Viele Liberianer blieben in Kontakt mit erkrankten Angehörigen und weigerten sich, auf Beerdigungszeremonien zu verzichten, weshalb sich das Virus immer weiter verbreiten konnte.

(Foto: AFP)
Simbabwe
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Während Simbabwes Diktator Robert Mugabe in Saus und Braus lebt, lässt er seine Bevölkerung in bitterer Armut darben. Eine absurd hohe Inflation, eine hohe Sterblichkeitsrate und fehlende öffentliche Investitionen – das alles interessiert den greisen Diktator wenig. Zwar leidet Simbabwe nicht unter dem Ebola-Virus, angesichts der Armut des Landes ist es als Reiseziel allerdings nicht empfehlenswert.

(Foto: dpa)
Syrien
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Der Bürgerkrieg in Syrien hat bisher Tausende Menschenleben gekostet. Frieden ist nicht in Sicht. Besonders problematisch ist, dass die ungeordneten Verhältnisse in Syrien eine Brutstätte für Terrorismus sind. Für Reisende ist das Land daher besonders gefährlich. Auch die desolate Gesundheitsversorgung macht Syrien zu keinem sicheren Reiseziel.

(Foto: dpa)
Irak
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Irakische Fußballfans in den Straßen der Hauptstadt Bagdad: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sorgt in dem krisengeschüttelten Land für bürgerkriegsähnliche Zustände. Wilde Flüchtlingslager, eine schlechte medizinische Infrastruktur und die erhöhte Unsicherheit durch Anschläge und Bombendrohungen machen die Lebensumstände im Irak besonders prekär. Das ist keine Reise wert.

(Foto: dpa)
Gaza
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Zerstörungen in Gaza: Palästina ist nicht sicher. Insbesondere der Gazastreifen gilt als Pulverfass. Hier kommt es immer wieder zu Scharmützeln zwischen der radikal-islamischen Hamas und der israelischen Armee. Außerdem sorgen die durch das jüngste Bombardement zerstörten Gebäude für Gefahr. Aufgrund zerstörter Leitungen, Schwelbränden und offener Kanalisationen empfiehlt sich das eingemauerte Gaza derzeit umso mehr nicht für Reisende aus dem Ausland.

(Foto: dpa)

Die Institutionen seien größtenteils von der syrischen Regierung und ihren Unterstützern dazu genutzt worden, um die bestehenden US- und EU-Sanktionen zu umgehen, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. „Diese gezielten Sanktionen intensivieren den wirtschaftlichen und finanziellen Druck auf die syrische Regierung, ihre Kampagne der Gewalt gegen ihr Volk zu beenden“, erklärte das Finanzministerium.

In Syrien wütet seit mehr als vier Jahren ein Bürgerkrieg zwischen Assads Truppen und gemäßigten sowie islamistischen Aufständischen. Seit Beginn der Kämpfe im März 2011 wurden nach nicht überprüfbaren Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte bereits etwa 230.000 Menschen getötet.

  • afp
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  • Dazu sollte man wissen, dass die russische Mittelmeerflotte ihren Stützpunkt in Syrien hat.

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