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Geheimdienst-Operation NSA und GCHQ stahlen Codes für SIM-Karten

Laut einer neuen Snowden-Enthüllung haben der US-Abhördienst NSA und sein britisches Pendant GCHQ den weltgrößten SIM-Karten-Anbieter gehackt. Dabei entwendeten sie massenhaft Verschlüsselungscodes für Mobiltelefone.
Update: 20.02.2015 - 15:13 Uhr 2 Kommentare
Das niederländische Unternehmen Gemalto produziert jährlich rund zwei Milliarden SIM-Karten. Quelle: AFP

Das niederländische Unternehmen Gemalto produziert jährlich rund zwei Milliarden SIM-Karten.

(Foto: AFP)

New York Die NSA und ihr britischer Gegenpart GCHQ sollen in großem Stil Verschlüsselungscodes für SIM-Karten gestohlen haben. Die Geheimdienste hätten dabei vor allem den weltweit führenden Kartenhersteller Gemalto aus den Niederlanden attackiert, berichtete die Enthüllungswebsite „The Intercept“ am Donnerstagabend. Die mit Hacker-Methoden erbeuteten Schlüssel zu den SIM-Karten ermöglichten es, unauffällig die Kommunikation von Nutzern zu überwachen.

Den geheimen Unterlagen aus den Beständen des Whistleblowers Edward Snowden zufolge wurde aber auch der deutsche SIM-Kartenhersteller Giesecke & Devrient ins Visier genommen. „Wir haben keine Anzeichen dafür, dass bei uns ein Einbruch versucht wurde“, sagte ein Sprecher des Münchner Unternehmens.

Durch die Angriffe im Auftrag der anglo-amerikanischen Geheimdienste könnte auch die Sicherheit von elektronischen Personalausweisen und Pässen, Bank- und Kreditkarten oder Schlüssel-Generatoren für das Online-Banking ausgehebelt worden sein. In diesen Bereichen werden ähnliche Chips mit geheimen Schlüsseln wie in den SIM-Karten verwendet.

Gemalto, Hersteller von rund zwei Milliarden SIM-Karten im Jahr, zeigte sich sehr besorgt. Jetzt sei das Wichtigste zu verstehen, wie der Angriff passieren konnte, um eine Wiederholung zu verhindern, erklärte das Unternehmen am Freitag. „Gemalto untersucht derzeit mit Hochdruck den möglichen Diebstahl von Verschlüsselungscodes.“

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2 Kommentare zu "Geheimdienst-Operation: NSA und GCHQ stahlen Codes für SIM-Karten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ Lisa Anders „....weil diese alten Herren eigentlich überhaupt keine Ahnung von dieser Materie haben.“

    Da gibt es nicht nur „alte Herren“, die diesbezüglich keine Ahnung haben.

    „Diese Inkompetenz ist verheerend für uns und unsere Wirtschaft.“

    Richtig, siehe Ausstieg aus der Kernkraft, EEG, Verbandsklagerecht, Eurorettung, Lissabon-Verträge, Schengenvertrag usw., hier haben die Inkompetenten gnadenlos zugeschlagen, um die Republik zu lähmen dem Verbrechen die Grenzkontrollen zu ersparen und die ungeregelte Einreise Unerwünschter Personengruppen zu ermöglichen.

    „Für diese "Vereine" gelten unsere Gesetze nicht.“

    Richtig, siehe Alliierte Direktive JCS 1067, Deutschlandvertrag, 2+4-Vertrag. Die dürfen hier machen, was sie wollen. Wer solche „Freunde“ hat, braucht keine Feinde mehr.

    „.....um Edward Snowden hier zu befragen und ihm in Deutschland Asyl zu gewähren.“

    Dessen Überlebenschance wäre höchsten bei 3 Monaten anzusiedeln, oder glauben Sie, daß die „Freunde“ dieses Asyl respektieren würden?

  • Die Sorglosigkeit, die unsere Regierung an den Tag legt, wenn es um Datensicherheit geht, erschreckt mich immer wieder. Wahrscheinlich kommt es daher, weil diese alten Herren eigentlich überhaupt keine Ahnung von dieser Materie haben. Diese Inkompetenz ist verheerend für uns und unsere Wirtschaft.
    Hinzu kommt die große Angst vor den Geheimdiensten der USA und der Briten.
    Deshalb wehrt man sich hier nicht. Für diese "Vereine" gelten unsere Gesetze nicht.
    Schade, dass unserer Regierung der Mumm fehlt, um Edward Snowden hier zu befragen und ihm in Deutschland Asyl zu gewähren. Wir würden uns sicherlich alle wundern, was die NSA schon so alles infiltriert hat.

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