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Geiselhaft Alles Ringen um die Freilassung von Betancourt hilft nichts

Die Bemühungen zur Freilassung der schwer kranken kolumbianischen Politikerin Ingrid Betancourt aus der Geiselhaft der Linksguerilla FARC stecken trotz internationalen Drucks in einer Sackgasse. Die Rebellen, aber auch der konservative Präsident Álvaro Uribe, beharren auf ihren Positionen – eine schnelle Lösung erscheint immer unwahrscheinlicher.
  • Klaus Ehringfeld
Die schwere Erkrankung Betancourts bringt die Rebellen der FARC in die Klemme. Foto: dpa Quelle: dpa

Die schwere Erkrankung Betancourts bringt die Rebellen der FARC in die Klemme. Foto: dpa

(Foto: dpa)

MEXIKO-STADT. Uribe betonte bei einer Rede in der Universität Javeriana von Bogota erneut, dass er der Forderung der FARC nach Einrichtung einer entmilitarisierten Zone nicht nachkommen werde. Die Guerilla macht eine solche Zone zur Voraussetzung für einen Austausch Betancourts sowie rund 40 weiterer Geiseln gegen 500 Rebellen aus kolumbianischen Gefängnissen.

Zudem lehnte der FARC-Sprecher Rodrigo Granda eine einseitige Freilassung der seit dem 23. Februar 2002 verschleppten Franco-Kolumbianerin Betancourt ab. Dies sei unannehmbar; auch weil erste kleine Fortschritte bei der Verhandlung über ihre Freilassung Anfang März zunichte gemacht wurden, als die kolumbianische Armee mit Raúl Reyes einen der wichtigsten FARC-Führer in einem Rebellenlager in Ecuador tötete.

Seither sind die Verhandlungskanäle zwischen der FARC auf der einen und dem Internationalen Roten Kreuz (IKRK) und Vermittlern aus der Schweiz, Spanien und Frankreich auf der anderen Seite verschlossen. Damit sind auch die Chancen auf eine schnelle Erlösung der 46-Jährigen aus ihrem Martyrium gesunken. Daran ändert auch die Mission nichts, die, bestehend aus zwei Ärzten und zwei Diplomaten, von Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy gemeinsam mit einem Lazarettflugzeug Ende voriger Woche nach Bogota entsandt wurde. Betancourt, die auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt, leidet nach übereinstimmenden Angaben unter Leberentzündung (Hepatitis), Malaria und einer Parasitenkrankheit.

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