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Geiselnahme in Nairobi Warum Israel in Kenia kämpft

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Angriffe auf israelische Bürger in Kenia

Und die guten Beziehungen der beiden Staaten haben lange Tradition. Die spätere israelische Ministerpräsidentin Golda Meir war erstmalig 1963 auf Staatsbesuch in Kenia – damals noch als Außenministerin. Mehr als eine Dekade später kooperierten die beiden Staaten auch auf Sicherheitsebene. Während der „Operation Entebbe“ 1976 erlaubte Kenia der israelischen Luftwaffe den Überflug über den kenianischen Luftraum. Im Nachbarstaat Uganda hielten deutsche und palästinensische Terroristen damals die Passagiere eines Fluges der Air France gefangen, um die Freiheit von mehreren inhaftierten Mitgliedern der palästinensischen PLO zu erzwingen. Bei einer spektakulären Militäraktion befreiten die Israelis damals die Geiseln.

Im November 2002 gab es dann zwei Anschläge in der zweitgrößten kenianischen Stadt Mombasa, die auf israelische Staatsbürger abzielte. Dabei wurde eine Rakete auf ein startendes Flugzeug der israelischen Airline Arkia abgefeuert, die ihr Ziel aber verfehlte. Fast gleichzeitig fuhr ein mit Sprengstoff beladenes Auto in ein Hotel, das einen israelischen Eigentümer hat. 18 Menschen kamen bei dem Attentat ums Leben.

Es gehört darüber hinaus zur israelischen Tradition, sich zu auswärtigen Einsätzen nicht oder allenfalls vage zu äußern. So war es im vergangenen Mai, als die Luftwaffe militärische Ziele in Syrien angriff. Und so war es auch im Oktober 2012, als es zu einer Explosion in einer Waffenfabrik im sudanesischen Khartoum kam. Sudan hatte die israelische Luftwaffe als möglichen Urheber des Militärschlages benannt. Mit einem einzigen Satz nahmen die Israelis zu den Vorwürfen Stellung: Sudan sei ein „gefährlicher Terrorstaat“, sagte General Amos Gilad dem israelischen Soldatensender Galatz damals.

Diesen Traditionen folgend, beließ es Israel am Sonntag daher dann auch bei einer Beileidsbekundung ihres Präsidenten Schimon Peres an Kenia. In einem Brief an seinen kenianischen Amtskollegen Uhuru Kenyatta schrieb Peres: „Ich spreche den Menschen in Kenia angesichts der entsetzlichen Terrorattacke in Nairobi meine tiefstes Beileid aus. Wir beten für die Befreiung der Geiseln, die Genesung der Verletzten und Trost für die Familien der Opfer.“

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