Gelöbnis vor 5.000 Gästen Putin für vierte Amtszeit vereidigt – Wirtschaftsreformen in Fokus

Wladimir Putin hat den Eid für eine vierte Amtszeit als russischer Präsident abgelegt, er will sich vor allem um die Wirtschaft kümmern. Unter den Gästen im Kreml war auch Altkanzler Schröder.
Update: 07.05.2018 - 12:43 Uhr 3 Kommentare

Putin für vierte Amtszeit vereidigt – Gerhard Schröder in vorderster Reihe

MoskauDer russische Präsident Wladimir Putin hat am Montag den Eid für eine vierte Amtszeit abgelegt. Vor etwa 5.000 Gästen im Kreml in Moskau gelobte er, „dem Volk treu zu dienen“, wie es in der Eidesformel heißt. Putin sich vorrangig um eine bessere Wirtschaftslage zu kümmern. Russland müsse zuerst das Problem seiner inneren Entwicklung lösen. Es gehe um wirtschaftliche und technische Durchbrüche und um Wettbewerbsfähigkeit auf den Gebieten, in denen die Zukunft entschieden werde. „Wir müssen alle gegebenen Chancen nutzen“, sagte er.

„Russland muss mit den globalen Veränderungen Schritt halten und offen bleiben zum Dialog“, sagte Putin. Die Sicherheit und Verteidigungsbereitschaft des Landes seien gewährleistet. „Wir werden diesen Fragen künftig weiter Aufmerksamkeit schenken.“

Zu den Gästen gehörte der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder. Bilder des russischen Fernsehens zeigten, dass der SPD-Politiker prominent in der Nähe des Ministerpräsidenten Dimitri Medwedew und des orthodoxen Patriarchen Kirill stand. Schröder war auch einer der wenigen Gäste, denen Putin nach der Vereidigung die Hand gab. Seit seinem Ausscheiden 2005 arbeitet der Ex-Bundeskanzler für russische Energiekonzerne.

Russland steckt seit Jahren in einem immer komplizierter werdenden Konflikt mit dem Westen. Auslöser waren unter anderem die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 und der folgende Ukraine-Konflikt. Später kamen unter anderem Vorwürfe einer russischen Einmischung in US-Wahlen sowie zuletzt der Vergiftung eines Ex-Agenten in Großbritannien hinzu. Moskau dementiert dies.

Putin beherrscht die Politik im größten Land der Erde seit 18 Jahren. Bei der Präsidentenwahl im März hatte die Wahlbehörde dem 65-Jährigen ein Rekordergebnis von knapp 77 Prozent der Stimmen zugesprochen. Putins neue Amtszeit dauert bis 2024, bevor er laut Verfassung ausscheiden muss.

Überschattet wurde die Amtseinführung von der Gewalt, mit der die russische Polizei am Samstag Kundgebungen von Regierungsgegnern aufgelöst hatte. Landesweit waren etwa 1.600 Anhänger des Oppositionellen Alexej Nawalny festgenommen worden. Die meisten wurden wieder freigelassen. Doch das Bürgerrechtsportal OVD-Info zählte am Montag immer noch Dutzende Demonstranten in Gewahrsam.

  • dpa
  • ap
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3 Kommentare zu "Gelöbnis vor 5.000 Gästen: Putin für vierte Amtszeit vereidigt – Wirtschaftsreformen in Fokus"

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  • Hat Putin sich eigentlich mal dazu geäussert, ob er nun mit den Attacken auf westliche Demokratien weitermachen will wie beisher? Hackerangriffe, Desinformationskrieg, Einmischung in demokratische Wahlkämpfe? Big Bullshit a la Donald Trump unterstützen - in der Hoffnung, ein anti-demokratisches Oligarchen-System nach russischem Vorbild auch in möglichst vielen westlichen Ländern zu befördern?

    Dazu könnte sich der KGB Mann Putin mal deutlich äussern, bevor wir hier weiter über das deutsch-russische Verhältnis schwadronieren.

  • ....aufgrund Putins gelebter Disziplin, wird er von den Russen auch Nemetskiy ( Deutscher ) genannt! Für die Russen ist es leider vllig untypisch, sich nicht zu betrinken!!

    Wenn Russland jemals mit irgend einem Produckt,( ausser den im Überfluss vorhandenen Rohstoffen ), auf dem Weltmarkt konkurenzfähig sein möchte, müssen sie ( zuerst ) mit dem Trinken aufhören !!!

  • Aus russischer Sicht ist Putin ein Glücksfall für Russland !!
    Putin stoppte die Selbstbedienung ( Quelle: Spiegel ) einiger weniger Oligarchen, welche mit Jelzins ( alias Jelzmans ) Hilfe, bei ( getürkten ) Privatisierungen an die File Stücke der russischen Industrie gekommen waren.

    Putin ist der Meinung, dass die Bodenschätze des landes, nicht in private Hände gehörten und in ausländische schon gar nicht !! Da haz er natürlich vollkommen Recht !! die Bodenschätze des Landes gehören dem russischen Volk.
    Natürlich lassen die 4 Milliarden schweren, im Ausland lebenden Oligarchen ( Abamovitsch, Cordokowski und vco ), nichts unversucht, Putin mit Hilfe von Hampelmännern wie Gasparow, Nawalny und Andere aus dem Amt zu drängen !!
    Eigendlich unnötig zu erwähnen, dass dei genannten Persohnen a l l e jüdische Abstammung sind !!
    Aber es gibt auch schwerreiche jüdisch stämmige Oligarchen wie Usamanov die völlig loial zu Putin stehen und Russland lieben...
    Man darf gespannt sein, über Ausgang des Machtkampfes um Russland.

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