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Autobahnbrücke in Genua

Beim Einsturz der Brücke sind mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen.

(Foto: dpa)

Genua Nach Brückeneinsturz – Italiens Verkehrsminister fordert Rücktritt von Brückenbetreiber

Über 50 Jahre alt war die Brücke in Genua, die am Dienstag einstürzte. Mindestens 42 Menschen kamen ums Leben. Die Tragödie dürfte Italien noch lange beschäftigen.
15.08.2018 - 09:57 Uhr Kommentieren

Rom Ein Land ist fassungslos: Nach dem dramatischen Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua ringt Italien mit einer der wohl größten Tragödien seiner jüngeren Geschichte. Die Zahl der Todesopfer stieg mittlerweile auf 42, während noch drei weitere Personen vermisst wurden.

Rettungskräfte gruben sich am Mittwoch auf der Suche nach Überlebenden oder Toten weiter durch den Schutt der Brücke. Rund zwölf Verletzte befanden sich in einem ernsten Gesundheitszustand.

Der italienische Verkehrsminister Danilo Toninelli hat die Führung des Betreibers der eingestürzten Autobahnbrücke in Genua zum Rücktritt aufgefordert. Zugleich kündigte Toninelli an, dass dem Unternehmen die Lizenz zum Betrieb der Straße entzogen werden solle und es mit Strafzahlungen von bis zu 150 Millionen Euro belegt werden könnte.

„Genua ist kein Einzelfall“ – Italiens Infrastruktur ist marode ohne Ende

„Autostrade per l'Italia war nicht in der Lage, die Verpflichtungen aus dem Vertrag zur Verwaltung der Infrastruktur zu erfüllen“, sagte Toninelli dem staatlichen Sender RAI 1. „Als erstes muss das Top-Management von Autostrade per l'Italia zurücktreten“, forderte Toninelli in einem Facebook-Eintrag. Autostrade gehört zur Atlantia Gruppe. Beide Unternehmen konnten zunächst nicht erreicht werden.

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    Italiens Innenminister Matteo Salvini kritisierte hingegen die strengen Regeln Europas. „Immer muss man um Erlaubnis fragen, um Geld auszugeben“, sagte Salvini dem Sender „Radio24“. Davon dürfe aber nicht die Sicherheit auf den Straßen, bei der Arbeit und in den Schulen, „in denen immer mal wieder die Decken einstürzen“, abhängen.

    Wie es zum Einsturz eines 80 Meter langen Teilstückes der Ponte Morandi in der norditalienischen Hafenstadt kommen konnte, war am Mittwoch zunächst weiter unklar. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein. Es hatte zuletzt erneut Vorschläge gegeben, die 1967 eingeweihte und gut 45 Meter hohe Brücke zu modernisieren. Erste Spekulationen drehten sich um mögliche strukturelle Schwächen am Bau.

    Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte nannte den Vorfall bei einem Besuch am Unglücksort eine Tragödie für die Stadt, die Region und das ganze Land.

    Die Morandi-Brücke verbindet die italienische Autobahn A10 Richtung Frankreich mit der A7 Richtung Mailand. Vor dem Geschehen herrschte dichter Verkehr auf der Brücke – am Mittwoch wird in Italien der Feiertag Mariä Himmelfahrt begangen.

    • rtr
    • ap
    • dpa
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