Gerüchteküche brodelt Gott braucht einen neuen Stellvertreter auf Erden

Die Rücktrittsankündigung von Papst Benedikt XVI. hat die Welt überrascht. Jetzt wird spekuliert, wer sein schweres Erbe als Oberhaupt der katholischen Kirche antreten könnte. Es fallen bereits die ersten Namen.
Update: 12.02.2013 - 14:55 Uhr 7 Kommentare
Johannes Paul II mit Peter Turkson, der möglicherweise der nächste Papst wird. Quelle: AFP

Johannes Paul II mit Peter Turkson, der möglicherweise der nächste Papst wird.

(Foto: AFP)

RomAm 28. Februar wird Benedikt sein Pontifikat aufgeben. Dann beginnt innerhalb weniger Tage das Konklave, das seinen Nachfolger wählt. Bis Ostern soll der neue Papst feststehen. Schon am Montag setzten erste Spekulationen über mögliche Nachfolger ein. Porträts möglicher Kandidaten ganze Seiten in den italienischen Blättern. Dabei wird sich das Karussell der Kardinäle bis zu der Papstwahl im März noch Wochen drehen – mit womöglich wechselnden Favoriten.

Falls überhaupt wieder ein Europäer Chancen haben sollte, gilt neben anderen der Wiener Erzbischof und Theologe Christoph Schönborn (68) als möglicher Nachfolger. Als starke Fraktion werden wie fast immer die Italiener, die eine Phalanx von immerhin 28 von 117 Kardinälen stellen, gehandelt: Der Mailänder Erzbischof Angelo Scola (71) hätte Chancen, heißt es. Es fallen aber auch die Namen des Kurienkardinals Gianfranco Ravasi (70) und des Vorsitzenden der Bischöfe des Landes, Angelo Bagnasco (70) aus Genua. Aus Frankreich wird Jean Louis Tauran genannt. Der 69-Jährige leitet den päpstlichen Rat für interreligiösen Dialog.

Gut informierte Kreise hinter den Vatikanmauern sprächen davon, „dass schon vor Wochen die verschiedenen Fronten begonnen haben, sich zu positionieren“, schreiben die Vaticanisti der römischen Zeitung „La Repubblica“. Ahnten sie etwas? Wenn die italienischen Medien von „Fronten“ sprechen, dann meint das: „Die Partie wird zwischen den Kardinälen Italiens und den anderen gespielt.“

Mit der Wahl setzen die Kardinäle in jedem Fall auch inhaltliche Akzente – liegt ihnen mehr eine Reform der Kurie am Herzen oder eine stärkere Öffnung der weltumspannenden Kirche hin zu anderen Kontinenten?

Das Bewerberprofil laufe auf einen starken und wohl auch jüngeren Papst hinaus, orakeln die Experten von „La Repubblica“. Doch es dürfte noch weit mehr Kriterien geben. Etliche Kardinäle zeichneten sich durch Prestige und Charisma aus, „im Moment sticht allerdings noch niemand entscheidend hervor“, halten die Vatikan-Kenner der Turiner „La Stampa“ fest.

Nach den Worten des Kölner Kardinals Joachim Meisner „müsste der neue Papst sicher ein Mann von ähnlich hoher Bildung wie Joseph Ratzinger, mit großer menschlicher Erfahrung und – vor allem – von vitaler Gesundheit sein. Nicht älter als 70“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Benedikt und sein Vorgänger Johannes Paul II. hätten sich „herrlich ergänzt“. „Insofern wäre eine Mischung aus Wojtyla und Ratzinger gar nicht schlecht.“

Auch nach Ansicht des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, sollte der nächste Papst in der Tradition seiner Vorgänger stehen. Wichtig werde es sein, dass der nächste Heilige Vater seinen Dienst in Kontinuität zu seinen beiden Vorgängern sieht, sagte Zollitsch der „Welt“.

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7 Kommentare zu "Gerüchteküche brodelt: Gott braucht einen neuen Stellvertreter auf Erden"

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  • Shalom e Spiritus Sancti Vatikan,God bless Yisrael!!!
    Das Bild gefällt mir,ein Farbiger sollte der neue Stellvertreter sein.

  • Auch Jesus braucht keinen Stellvertreter auf Erden.

  • Von welchem Gott ist hier die Rede?

  • Wenn man den Papstweissagungen des hl. Malachias Glauben schenkt, wird der nächste Papst Petrus II. heißen und der letzte in der 2000jährigen Reihenfolge sein.
    Benedikt war "Die Glorie des Ölbaums" und tatsächlich hat Benedikt in den vatikanischen Gärten einen Ölbaum gepflanzt.
    Sein Vorgänger Johannes Paul II war der "von der Verfinsterung der Sonne" während seiner Amtszeit fand die große Sonnenfinsternis statt.u.s.w.
    Während der Amtszeit von Petrus II. werden schwerwiegende Veränderungen rund um den Globus stattfinden, die auch apokalyptische Ausmaße annehmen können.

  • Nur mal so: Einer der offiziellen Titel des Papstes ist "Stellvertreter Jesu Christi". Von Stellvertreter Gottes -wie hier behauptet- keine Rede.

  • Also wenn mich Gott fragen würde ... ich würds machen!

    Aber komischerweise darf Gott ja seinen Stellvertreter nicht selbst bestimmen, denn das macht ein Mauschelgremium alter Männer.

  • Petrus-dienst schreibt sich mit E, pater!

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