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Gesetzesänderung Ungarn stoppt Förderung von Bausparverträgen

In einem Eilverfahren hat die ungarische Regierung die Abschaffung der staatlichen Förderung von Bausparverträgen beschlossen. Diese hätten den anbietenden Bausparkassen zu „Extraprofiten“ verholfen.
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Ungarn stoppt Förderung von Bausparverträgen Quelle: dpa
Aus für staatlich gefördertes Bausparen

Einige Experten glauben, dass mit der Abschaffung des staatlich geförderten Bausparens regierungsnahe Oligarchen mit anderen Modellen begünstigt werden sollen.

(Foto: dpa)

Budapest Ungarn hat die staatliche Förderung für Bausparverträge überraschend abgeschafft. Mit den Stimmen der Regierungsmehrheit beschloss das Parlament am Dienstag per Eilverfahren eine diesbezügliche Gesetzesänderung.

Die Regierung begründete den Schritt damit, dass die geförderten Bausparverträge den anbietenden Bausparkassen zu „Extraprofiten“ verholfen hätten. Mit dem Entfall der Förderung, die mit der Verkündung der Gesetzesnovelle bereits an diesem Mittwoch in Kraft treten könnte, wird das Bausparen in dieser Form völlig unattraktiv.

Das Bausparen war 1997 in Ungarn nach deutschem Vorbild eingeführt worden. Zuletzt hatte der Staat bis zu 30 Prozent dazu bezahlt, bei einer Deckelung mit einer Maximalsumme von 72.000 Forint (225 Euro) pro Jahr. Damit ließen sich Renditen von bis zu zehn Prozent erzielen.

Marktführer seit Beginn des Bausparens in Ungarn ist mit derzeit 1,5 Millionen Verträgen die Fundamenta, eine Tochter der Schwäbisch Hall AG (Schwäbisch Hall). „Die Einstellung der staatlichen Förderung zwingt jeden Marktteilnehmer, seine Strategie neu zu überdenken“, sagte Fundamenta-Generaldirektorin Bernadett Tatrai am Dienstag auf einer Wirtschaftskonferenz in Budapest. Sie betonte, dass ihr Unternehmen weiterhin Bausparverträge anbieten werde.

Laufende Verträge sind von der Gesetzesänderung nicht betroffen. Allerdings können ab dem Inkrafttreten der Gesetzesnovelle keine geförderten Verträge mehr abgeschlossen werden. Nach Medienberichten bildeten sich deshalb am Dienstag vor etlichen Filialen der Fundamenta und anderer Anbieter lange Schlangen.

Unklar sind auch die wahren Motive für den überraschenden Schritt der Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban. Einige Experten glauben, dass mit der Abschaffung des staatlich geförderten Bausparens regierungsnahe Oligarchen mit anderen Modellen begünstigt werden sollen.

  • dpa
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