Gesetzliche Untergrenze Myanmar führt Mindestlohn ein

Myanmars führt erstmals einen Mindestlohn ein. Alle Arbeiter sollen künftig umgerechnet 2,50 Euro für eine acht stündigen Arbeitstag erhalten. Der Mindestlohn soll in allen Branchen gelten.
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In Myanmar hatte es zuletzt vermehrt Proteste für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen gegeben. Nun wird der Mindestlohn eingeführt. Quelle: AFP
Mindestlohn in Myanmar

In Myanmar hatte es zuletzt vermehrt Proteste für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen gegeben. Nun wird der Mindestlohn eingeführt.

(Foto: AFP)

RangunMyanmars Regierung führt erstmals einen Mindestlohn ein. Alle Arbeiter in dem südostasiatischen Land sollen ab Dienstag mindestens 3600 Kyat (2,50 Euro) „für einen normalen Acht-Stunden-Tag“ erhalten, wie die Staatszeitung “Global New Light of Myanmar“ am Samstag meldete. Der Mindestlohn gilt demnach in allen Branchen. Ausnahmen gibt es lediglich für Betriebe mit weniger als 15 Angestellten.

Zuletzt hatte es in Myanmar vermehrt Proteste für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen gegeben. Vor allem Arbeiter der wachsenden Textilindustrie gingen auf die Straße. Seit dem formalen Ende der Militärjunta im Jahr 2011 und der Aufhebung der Sanktionen investieren zahlreiche westliche Unternehmen in dem verarmten Land.

Myanmars Regierung hatte bereits 2013 die Einführung eines Mindestlohns versprochen. Dessen Höhe wurde nun nach monatelangen Verhandlungen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften festgelegt. Die Arbeiter hatten ursprünglich einen Mindestlohn von umgerechnet rund 2,80 Euro pro Tag gefordert. Den Unternehmen war das jedoch zu viel.

Im Nachbarland Thailand wird bereits ein Mindestlohn von 300 Baht (knapp 7,50 Euro) pro Tag gezahlt. Die schätzungsweise zwei Millionen Arbeiter aus Myanmar sollen aber oft deutlich weniger bekommen.

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